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Heizung - Heizungsanlage Mietminderung

| 03.10.2011 19:53 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Ich bewohne eine Erdgeschosswohnung in einem Zweifamilienhaus aus den 40-er Jahren.Das Haus ist sehr schlecht isoliert und nicht unterkellert. Die Innentemperatur beträgt z.B. bei einer Außentemperatur von 10 Grad nur 15 - 16 Grad.
Der Vermieter weigert sich, jetzt zum 1. Oktober die Heizungsanlage anzustellen. Ich habe nicht vor, die Heizkörper im Moment zu nutzen, möchte aber die Möglichkeit haben, wenn die Nächte kühler werden.
Mein Anwalt schrieb meinem Vermieter, dass die Miete bereits jetzt ab Oktober gekürzt werde, sollte er die Heizungsanlage nicht bis 01. Oktober anstellen, was nicht geschehen ist. Darüberhinaus würde ich ihm Heizkörper in Rechnung stellen, die ich als Ersatz anschaffen müsse.
Mir selbst riet der Anwalt, mit der Zahlung der Miete diesmal bis zum 05. Oktober zu warten und dann höchstens 20 - 30% zu mindern. Mir erscheint die Prozentzahl nach meinen Internetrecherchen etwas wenig. Außerdem gab er in dem Begleitschreiben an mich an, dass ich dem Vermieter nur die höheren Stromkosten, nicht aber die tatasächlichen Kosten für die Heizgeräte in Rechnung stellen können. Auch darüber habe ich andere Informationen aus dem Internet.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Die Höhe der Mietminderung hängt allein davon ab, welche Temperaturen in Ihrer Wohnung herrschen.

Sofern die Temperatur unter 20 Grad fallen sollte, sind Abzüge in Höhe von 25% gerechtfertigt, wenn z.B. nur 18 Grad erreicht werden sollten.

Da die Rechtsprechung jedoch sehr unterschiedlich ist, kann hierbei nur eine Faustregel gelten.

Pro Grad unter 20 Grad empfehle ich daher eine Minderung von 15%, sodass bei einer Temperatur bei 12-13 Grad Zimmertemperatur eine Minderung in Höhe von 100% gerechtfertigt ist, da spätestens bei diesen Temperaturen auch Gesundheitsschädigungen möglich sind.

Auch können Sie dem Vermieter die Kosten für eine Anschaffung dieser Heizung auferlegen, zumindest in Höhe einer Miete, die solche Geräte kosten würden.

Da solche Geräte jedoch kaum zur Miete zu erlangen sind, können Sie die Differenz zwischen dem Anschaffungspreis und dem Verkaufspreis nach Behebung des Heizungsmangels dem Vermieter auferlegen (zzgl. der Stromkosten natürlich).

Rückfrage vom Fragesteller 03.10.2011 | 21:35

Zurzeit schwanken die Außentemperaturen. Nachts liegen die Temperaturen niedriger als tagsüber. Dadurch schwanken die Temperaturen in der Wohnung zwischen 20 Grad tagsüber und 17 Grad in der Nacht.Wie sollte ich die Mietminderung berechnen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.10.2011 | 21:48

Sehr geehrter Fragesteller,

bei diesen Temperaturschwankungen und Niedrigstwerten bei 17 Grad empfehle ich eine Minderung in Höhe von 30% und weiteren 15% je Grad des weiteren Temperaturabfalles zzgl. der Aufforderung mit Fristsetzung an den Vermieter, die Beschaffungskosten der Heizung zu übernehmen.

Bedenken Sie aber, auch wenn Ihnen das mein Kollege sicherlich schon gesagt hat, dass eine Minderung einen außerordentlichen Kündigungsgrund (wenn die Höhe von zwei Monatsmieten erreicht sind) hervorrufen und ein Räumungsverfahren gegen Sie angestrengt werden kann. In diesem Verfahren gilt es dann die Berechtigung der Mietminderung zu beweisen, sodass nunmehr die Beweise durch Fotos, Zeugen usw. gesichert werden sollten.

Bei weiteren Fragen können Sie mich gern weiterhin kostenlos direkt per E-Mail ansprechen.

Mit freundlichen Grüßen

Salzwedel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 03.10.2011 | 22:04

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