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Heizkostenschlüssel


06.05.2005 11:07 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Ich bin Eigentümer einer Eigentumswohnung im Dachgeschoss eines 6 Familienhauses. Im Jahre 2001 haben wir auf digitale elektronische Ablesungsmethode durch Techem Clorius umgestellt.Hierdurch ergab sich, dass beide Dachgeschosswohnungen ca EUR 200 im Rahmen der Betriebskostenabrechnung nachzahlen müssen, während die vier übrigen Wohnungen je ca EUR 200 herausbekommen, was vorher bei manueller Ablesung nicht der Fall war. Auf diese Nachteile bin ich nicht aufmerksam gemacht worden. Hinzu kommt, dass die Dachisolierung mangelhaft ist, d. h. es ist freier Blick durch die Dachpfannen möglich. Auf Drängen wurde lediglich der Dachboden mit Styroporplatten ausgelegt. Nachfrage bei Techem ergab, dass digitale Abfrage bei älteren Bauten, dieses ist Baujahr 1970, nachteilig sind und eine Umstellung keineswegs zwingend vorgeschrieben ist. Von 2002 bis 2003 wurde der Nachteil dadurch ausgeglichen, dass der Verteilerschlüssel auf 60/40 abgeändert wurde. In 2004 wurde dieser auf 70/30 abgeändert und zwar in meiner durch Krebskrankheit bedingte Abwesenheit bei der Eigentümerversammlung. Die massive Verschlechterung machte einen Verkauf unmöglich. Die Wohnung ist zwischenzeitlich vermietet und ich erwarte Schwierigkeiten mit den Mietern, wenn o. g. Sachverhalt bekannt wird. Ich bitte um Beratung, was man tun kann. Ich habe die Nachzahlung erst mal nicht geleistet. Die Hausverwaltung droht mit Mahnbescheid.
Guten Tag,

Ihr Problem betrifft weniger das Verhältnis zu den Mietern als das Verhältnis zu der Wohnungseigentümergemeinschaft.

Für die Verteilung der Heizkosten im Verhältnis zwischen den einzelnen Eigentümer gilt die Heizkostenverordnung. Die dort in den §§ 6-9 niedergelegten Verteilungsmaßstäbe sind zwingend, d.h. die Wohnungseigentümergemeinschaft kann hiervor nicht abweichen. Ein anderweitiger Beschluß ist nichtig.

Ich gehe nach Ihrer Schilderung davon aus, daß die pauschale Verteilung nach Prozentsätzen den Verteilungsmaßstäben nicht gerecht wird. Hier fehlt mir allerdings der genaue Beschlußwortlaut. Da der WEG-Beschluß aller Voraussicht nach nichtig ist, brauchen Sie auch keine Zahlungen zu leisten. Sie sollten dieses Problem noch einmal mit dem Verwalter erörtern.

Hinweisen möchte ich noch darauf, daß Sie nach Ihrer Schilderung einen Anspruch gegenüber der Gemeinschaft haben, daß die fehlerhafte Dachisolierung in Ordnung gebracht wird. Sie sollten hier, um auch für die Zukunft die Kosten zu senken, auf eine entsprechende Beschlußfassung drängen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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