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Heizkostenabrechnung nur nach qm ?

| 08.03.2009 10:09 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Ich bin Mieter einer 3-Zimmer-Eigentumswohnung (90 qm) in einem Mehrfamilienhaus, die Eigentümergemeinschaft umfasst 6 Aufgänge (ca. 90 Wohnungen).

Meine Wohnung liegt "heiztechnisch" sehr günstig, d.h. ich habe im Schlafzimmer, im Gäste/Kinderzimmer und im Bad die Heizkörper das ganze Jahr über nicht in Betrieb. In der Küche war der Heizkörper aufgrund eines defekten Griffes am Heizkörper während der gesamten Heizperiode lauwarm und im Wohnzimmer wurde im vergangenen Jahr ebenfalls fast nicht geheizt (selten mal, wenn es draussen sehr kalt war).

Die Heizkostenabrechnung, die ich nun erhalten habe, beläuft sich auf eine Summe von 991 Euro für 2008. Die Abrechnung erfolgt bisher ausschliesslich nach Quadratmetern Wohnfläche.
Bei einer Eigentümerversammlung, an der ich als Mieter natürlich nicht teilgenommen habe, wurde angeregt, Heizkostenverteiler an jedem Heizkörper zu installieren, um die Heizkosten verbrauchsgemäss abzurechnen. Die Abstimmung der Eigentümer ergab jedoch hierfür keine Mehrheit, so dass wohl alles beim alten bleiben wird.

Daa ich nicht einsehe, dass ich Heizkostenfür andere mitbezahlen soll, bitte ich um Auskunft, wie ich mich verhalten könnte und welch Erfolgschancen es gibt. Mein Ziel wäre, die Installation von Heizkostenverteilern durchzusetzen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Es gilt die Heizkostenverordnung, die auch vor einer anders lautenden vertraglichen Vereinbarung Vorrang hat (§ 2 HeizkostenVO).

Nach § 4 HeizkostenVO hat der Gebäudeeigentümer den anteiligen Verbrauch der Nutzer an Wärme und Warmwasser zu erfassen und dazu die Räume mit Ausstattungen zur Verbrauchserfassung zu versehen. Für die Abrechnung gilt dann: Mindestens 50%, höchstens 70% müssen nach dem erfaßten Wärmeverbrauch der Nutzer verteilt werden; die übrigen Kosten sind nach der Wohn- oder Nutzfläche oder nach dem umbauten Raum zu verteilen; es kann auch die Wohn- oder Nutzfläche oder der umbaute Raum der beheizten Räume zugrunde gelegt werden (§ 7 HeizkostenVO). Über die Einzelheiten kann der Vermieter nach billigem Ermessen entscheiden.

Eine vollständige Umlage nach m² wie in Ihrem Fall ist also grundsätzlich nicht zulässig. Sie können daher den Vermieter auffordern, die Bestimmungen der HeizkostenVO zu beachten, was u. a. auch die Installation von Zählern umfasst.

Für die letzte Abrechnung müssen die Heizkosten geschätzt werden (§ 9a HeizkostenVO). Sofern, wie wohl hier der Fall, für eine Schätzung keine ausreichenden Daten vorhanden sind, können Sie gemäß § 12 HeizkostenVO eine Kürzung von 15% vornehmen. Für 2008 müssten Sie demnach 842,35 EUR zahlen. Für die Zukunft können Sie, wie gesagt, die verbrauchsabhängige Abrechnung nach den Bestimmungen der HeizkostenVO verlangen. Am besten wenden Sie sich alsbald an den Vermieter und weisen auf die Rechtslage hin. Wenn dies erfolglos bleibt, sollten Sie einen Anwalt in Ihrer Nähe beauftragen, der dann die notwendigen Schritte zur Vertragsanpassung vornimmt.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.03.2009 | 09:38

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