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Heizkostenabrechnung: 639 Euro für 28 Tage?

25.09.2009 00:46 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Sehr geehrte Fachleute,

ich habe folgendes Problem: Ich bin am 1.2.2009 in eine 65qm Meter Wohnung umgezogen. Das Gebäude ist relativ neu (ca. 10 Jahre) und in gutem Zustand. Zwei Wochen nach dem Übergabetermin, als ich quasi erst "richtig" eingezogen war, fiel mir auf, dass ein Thermostat an einem Heizkörper im Wohnzimmer leicht geknickt war und sich daher nicht mehr ganz schließen ließ. Der "gefühlten" Wärme nach lief der Heizkörper so dauerhaft auf ca. Stufe 2-3, also nie voll aufgedreht. Im Prinzip lief er also auch nicht viel anders als wenn ich selbst geheizt hätte, nur eben rund um die Uhr. Und nachts laufen die Heizungen ja eh weniger. Dies habe ich dem Hausverwalter dann auch umgehend am 13.2.2009 gemeldet und der Thermostat wurde am 16.2., also gleich drei Tage später von einer Firma ausgetauscht.

Am 13.3.2009 wurden die Zähler dann vom Hausverwalter selbst abgelesen. Ungewöhnlich, denn ich dachte immer, das macht normalerweise jemand von der Zählerfirma, so kenne ich das zumindest vom Büro... Das Ableseprotokoll habe ich auch unterschrieben. Ich bin zum ersten Mal Mieter und daher konnte ich mit den Werten natürlich relativ wenig anfangen. Soweit so gut. Darauf habe ich aber dann Ende Juli eine Heizkostennachzahlung über 639 Euro nur für den Monat Februar bekommen, sprich für den Zeitraum von der Wohnungsübergabe am 1.2. bis zum 28.2. (das ist laut Hausverwalter der Termin, an dem die Zähler den Gesamtwert des Jahres speichern).

Da ich im Urlaub war, habe ich die Forderung leider erst mit der Mahnung Ende August mitbekommen. Ich habe sofort beim Hausverwalter schriftlich Widerspruch gegen die Forderung mit der Bitte um Prüfung der Werte eingelegt. Heute habe ich nun ein Schreiben bekommen, dass alles seine Richtigkeit hätte und ich die Zahlung leisten solle.

Kann das wirklich sein? Oder wie kann ich nun weiter vorgehen?

Guten Morgen,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Basis der mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Bei einer 65 qm-Wohnung erscheinen die für einen Monat angeblich ermittelten Heizkosten deutlich zu hoch.

Ob es sich dabei um einen Ablesefehler handelt oder ob versehenlich der gesamte Jahresverbrauch angesetzt worden ist, kann ohne Vorlage der Heizkostenabrechnung nicht gesagt werden.

Auf jeden Fall sollten Sie den Widerspruch gegen diese Abrechnung aufrecht erhalten und sich nicht allein auf die Zusicherung der Verwaltung verlassen, es habe alles seine Richtigkeit.

Sofern in der Abrechnung noch andere Positionen an Nebenkosten o.ä. enthalten sind, die Ihnen korrekt erscheinen, sollten Sie daher diese mit dem ausdrücklichen Vermerk "Unter Vorbehalt" zahlen; die nach wie vor ungeklärten Heizkosten lassen Sie zunächst weg und teilen insoweit mit, dass der Widerspruch aufrecht erhalten bleibt.

Ferner sollten Sie vom Vermieter den Energieausweis des Hauses verlangen; Sie können daraus in etwa ersehen, wie hoch die Heizkosten üblicherweise waren.

Mit freundlichen Grüßen


Nachfrage vom Fragesteller 25.09.2009 | 11:03

Guten Morgen,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Denken Sie, dass die geforderte Nachzahlung auch trotz des defekten Thermostats zu hoch ist? Leider hab ich keine Erahrungswerte, was denn ein Heizkörper "normalerweise" verbraucht bzw. wie sich das dann in Zählerwerten widerspiegelt. Mein Hausverwalter sagt, ich hätte binnen eines Monats über 4.000 Einheiten verbraucht...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.09.2009 | 12:52

Ich kann diese Frage nicht abschließend beantworten, da ich Ihr Heizverhalten nicht kenne.
Aber 4000 Einheiten an einem Heizkörper in nur einem Monat erscheint sehr hoch.

Mit freundlichen Grüßen

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