Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Heizkosten lediglich auf Quadratmeter berechnet - zuaelaessig?

| 15.06.2014 14:25 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


13:50

Zusammenfassung:

Es geht um die Zulässigkeit der Abrechnung der Heizkosten ausschließlich nach der Wohnfläche.

Guten Tag,

wir sind Mieter in einem 3 Parteien Mehrfamilienhaus.

Unsere Heizkosten werden ueber den Gesamtverbrauch des Hauses (aller 3 Parteien) auf die Quadratmeterzahl der jeweiligen Wohnung berechnet.

Das bedeutet: Es wird kein individueller Verbrauch an keinem der Heizkoerper der Parteien erfasst, sondern lediglich der Verbrauch aller addiert und abhaengig von der Wohnungsgroesse heruntergebrochen.

Dieses Jahr sind nach Einzug einer neuen Partei die Heizkosten auffaellig hoch.

Meine Frage:
Ist diese Art der Abrechnung zulaessig und falls nein, was sind meine rechtlichen Moeglichkeiten?

Mit freundlichen Gruessen.
Michael P.

Einsatz editiert am 15.06.2014 14:31:49

15.06.2014 | 15:13

Antwort

von


(175)
Ginsterweg 1D
31582 Nienburg
Tel: 05021-6071434
Tel: 0160-91019085
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eingangs möchte ich Ihnen mitteilen, dass eine Beurteilung der Rechtslage ohne die Einsicht in den Mietvertrag und die Nebenkostenkostenanrechnung nicht abschließend möglich ist.

Kurz gesagt, das Vorgehen des Vermieters dürfte nicht zulässig. Die Heizkosten müssen gemäß § 6 HeizKV auf der Grundlage der Verbrauchserfassung nach Maßgabe der §§ 7-9 HeizKV auf die einzelnen Nutzer zu verteilen. Diese sind in Grund- und Verbrauchskosten aufzuteilen. Bei der Versorgung mit Wärme und Warmwasser müssen mindestens 50 Prozent und höchstens 70 Prozent verbrauchsabhängig abgerechnet werden, vgl. §§ 7, 8 HeizKV. Der jeweils übrige Prozentsatz darf aber Wohn- und Nutzfläche abgerechnet werden.

Das heißt, ein sehr hoher Verbrauch einer der anderen Mietparteien dürfte derzeit bei der vorliegenden verbrauchsunabhängigen Abrechnung zu Ihren Ungunsten sein, wenn Sie einen relativ niedrigen Verbrauch haben.

Wenn es sich um eine aktuelle Nebenkostenabrechnung handelt, dann sollten Sie den Vermieter auffordern, eine neue ordnungsgemäße Nebenkostenabrechnung zu erstellen. Sollte das Problem bereits in den Jahren zuvor bestanden haben, dann könnten Sie möglicherweise abhängig von der Verjährung Erstattungsansprüche in Bezug auf zu viel gezahlte Nebenkosten haben.

Ich kann Ihnen gerne anbieten, Ihre Rechte bei direkter Beauftragung meiner Person in Ihrem Interesse wahrzunehmen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen bei der Entscheidung hinsichtlich Ihres weiteren Vorgehens behilflich sein. Nutzen Sie gerne die einmalige kostenlose Nachfragefunktion, damit ich etwaige Unklarheiten ausräumen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Pilarski

Rückfrage vom Fragesteller 18.06.2014 | 13:08

Sehr geehrter Herr,

vielen Dank fuer Ihre schnelle Antwort.

Mir fiel gerade bei unserer Abrechnung (ueber ISTA) auf, dass unser Vermieter Angaben zur Erfassung der Kosten mit "70% Verbrauchsmessung" angibt.

Das ist jedoch definitiv technisch nicht moeglich, da sich keine Sensoren an den Heizkoerpern finden und keine getrennte Messung im Heizungsraum stattfindet.

Meine Nachfrage: Handelt es sich bei dieser falschen Angabe um einen strafrechtlich relevanten Akt?

Mit freundlichen Gruessen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.06.2014 | 13:50

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage:

Die 70-prozentige Verbrauchsmessung wäre ordnungsgemäß, wenn Sie denn tatsächlich durchgeführt wird. Sollten Ihnen bislang keine Messgeräte für die Verbrauchsmessung aufgefallen sein, dann erkundigen Sie sich beim Vermieter. Außerdem müsste in der Nebenkostenabrechnung angegeben sein, welche Nummer die Messgeräte, mit denen die Messungen vorgenommen worden, tragen.

Sollte es tatsächlich so sein, dass bewusst eine verbrauchsabhängige Messung vorgetäuscht wird, in Wahrheit aber nur nach Grundfläche abgerechnet wird, dann kann der Tatbestand des Betrugs nach § 263 StGB verwirklicht sein, wenn der Vermieter dadurch einen Vermögensvorteil durch zu viel erhaltene Nebenkosten erlangt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen


Michael Pilarski
(Rechtsanwalt)

Bewertung des Fragestellers 20.06.2014 | 00:52

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Michael Pilarski »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 20.06.2014
5/5,0

ANTWORT VON

(175)

Ginsterweg 1D
31582 Nienburg
Tel: 05021-6071434
Tel: 0160-91019085
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Verkehrsrecht, Arbeitsrecht, Miet und Pachtrecht, Strafrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht