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Heizkeller verschloßen und keinen Schlüssel hinterlegt


31.12.2007 09:45 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Wir wohnen in einem Mietshaus mit 3 Mietparteien, der Vermieter wohnt außerhalb unseres Wohnortes. Nachden unsere Heizung diesen Monat bereits zum dritten Male ausgefallen war und wir 3 mal über mehrere Stunden in einer kalten Wohnung saßen bei Zimmertemperaturen von ca. 12 Grad, bei Ausentemperaturen von -4 bzw. -9 Grad wollte ich im Heizkeller die Störung an der Heizung quittieren und diese wieder in Betrieb nehmen. Unser Vermieter hat aber zwischenzeitlich den Heizraum verschlossen und den Schlüssel mitgenommen, somit habe ich weder Zugang zur Heizung noch zu der Zentralen Wasserversorgung die sich ebenfalls in diesem Raum befindet. Einen Hausmeister gibt es nicht. Den Vermieter habe ich per Telefon nicht erreicht, jedoch eine Nachricht auf AB hinterlassen. Den Heizungsmonteur habe ich telefonisch verständigt jedoch mußte dieser erst den Vermieter ausfindig machen um den Schlüssel für den Heizraum zu bekommen.

Hier nun meine Fragen:

1. Darf der Heizraum verschlossen sein, wenn ja muß nicht irgendwo im Haus ein Schlüssel hinterlegt werden damit jerderzeit Zutritt besteht?

2. Darf ich meinem Vermieter nun einen Mietabzug machen wegen der ständig ausfallenden Heizung und wenn ja in welcher Höhe?

3. Wenn Mietabzug, muß ich das meinem Vermieter schriftlich mitteilen?

Vielen Dank für eine baldige Antwort.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:


Vorbehaltlich der detaillierten Prüfung Ihres Mietvertrages gehe ich davon aus, dass der Heizraum nicht zu den von Ihnen angemieteten Räumlichkeiten gehört. Daher kann der Vermieter grundsätzlich frei darüber bestimmen, ob er den Heizraum abschließt und den Schlüssel mitnimmt. Es besteht kein Anspruch darauf, dass Sie diesen Raum betreten dürfen.

Bei Problemen mit der Heizung sind Sie auf Ihre Möglichkeit verwiesen, die Miete zu mindern. Ein Totalausfall der Heizung im Winter kann eine Minderung von 30% bis 100% - bezogen auf die Dauer des Ausfalls – rechtfertigen. Da Sie 3mal jeweils für einige Stunden keine Heizung hatten, dürfte der Minderungsanspruch eher am unteren Rand anzusiedeln sein, also 3 Tage 30% mindern. Eine abschließende Einschätzung ist aber erst in Kenntnis der genauen Stundenanzahl und der Reaktionszeit und -art (wurde z.B. jeweils sofort eine Heizungsfirma eingeschaltet?) des Vermieters möglich.

Die Minderung haben Sie dem Vermieter schriftlich anzuzeigen. Erfahrungsgemäß besteht vielfach Bereitschaft, beim Ausfall der Heizung freiwillig auf einen Teil der Miete zu verzichten, so dass ggf. ein Gespräch ausreicht, um die Angelegenheit zu klären.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt
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