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Heiratsvisum für Dänemark mit einen Marokkaner.

28.11.2018 16:49 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Guten Tag sehr geehrter Rechtsanwalt, ich und mein Verlobter( Morokkaner) kennen uns 3 Jahre. Wir wollen jetzt ein Heiratsvisum in Dänemark beantragen. Zu Verständnis: wir haben vor 4 Monaten einen Besuchsvisum für DL leider abgelehnt bekommen. Obwohl alle Vorausetzungen erfühlt waren. Wir hatten sogar einen Spanien Urlaub zusammen mit meiner Familie gebucht und natürlich auch die Versicherungen und Tickets vorgelegt. Trotzdem wurde es abgelehnt ohne jegliche Gründe. Die kurze Begründung war: wir vermuten keine Rückkehrbereitschaft. Nun möchten wir nach 3 Jahren endlich heiraten und zwar in Dänemark, weil einfacher und schneller.
Meine erste Frage wäre: was müssen wir tun um alles richtig zu machen? Mein Verlobter hat jetzt einen Job, A1 Deutschkurs bestanden....alle Voraussetzungen sind eigentlich erfühlt, außer....ich habe gelesen, daß die Behörden sehr genau prüfen, ob das eine Fake Heirat ist. Das Problem könnte sein, daß wir uns nur 1 mal live gesehen haben. Das war, als ich ihn im Sommer in Morokko besucht habe für 14 Tage. Ich habe natürlich auch seine ganze Familie kennengelernt und dazu wir hatten 8 Tage in einem Hotel am Meer verbracht. Schon da hatten wir darüber geredet, daß wir zusammen bleiben wollen. Zu Beweis haben wir Fotos und die täglichen 3 Jährige Gespräche. Es hat leider nicht geklappt uns in letzten Sommer zu sehen, da das Besuchsvisum für Spanien und Deutschland ( mit meiner Einladung von der Ausländerbehörde) abgewiesen wurde. Und bis zum Ende dieses Jahres wird es leider auch nicht mehr klappen ihn zu besuchen, das ich eine Operation benötige. Wie sie schon merken mache ich mir große Sorgen darüber, daß uns das Visum verweigert wird, eben aus dem Grunde, daß wir uns nur 1 mal gesehen haben. Gibt es überhaupt Hoffnung, daß unser Heiratsvisum für Dänemark genehmigt wird?
Und bitte Sie für mehr Infos, wie wir es dieses mal richtig machen können+ wie lange könnte es sich hinziehen mit dem Bisum?
Unser Besuchsvisum hat ganze 9 Monate gedauert.
Mit sehr freundlichen Gruss

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es ist derart, dass Sie zunächst mit dem richtigen Visum nach Deutschland einreisen müssen, also in Bezug auf Ihren Verlobten beziehungsweise Freund, den Sie heiraten möchten, in Dänemark.

Er kann dann nicht mit einem reinen Besuchsvisum beziehungsweise Schengenvisum den Ehegattennachzug vollziehen, denn mit mit dem zuerst genannten Visum klappt das nur für die Verheiratung in Dänemark oder in einem anderen Land der EU.

Es geht um einen in Marokko zu beantragendes sogenanntes nationales Visum für einen längeren Aufenthalt in Deutschland, nämlich den Ehegattennachzug.

Die Erteilung richtet sich nach den Vorschriften über eine Aufenthaltserlaubnis beziehungsweise Niederlassungserlaubnis, sodass also schon die Ausländerbehörde am geplanten Wohnort mit einbezogen wird.

Da wird aller Voraussicht nach schon die Möglichkeit einer Scheinehe geprüft, sodass zum Beispiel eine getrennte Befragung von Ihnen und Ihrem Freund stattfinden können.

Jedenfalls spielt die Rückkehrbereitschaft keine Rolle mehr, dass es um einen Ehegattennachzug geht, was grundgesetzlich verbürgt ist.

Wie gesagt, mit einem Besuchsvisum kommt man auch nach Dänemark, um zu heiraten, müsste dann aber nach Marokko wieder ausreisen, um dann mit dem zu beantragenden nationalen Visum nach Deutschland zu kommen, um da eine Aufenthaltserlaubnis als Ehegatte zu erlangen. Das kann sich über Wochen oder Monate hinziehen, was leider angesichts der Personalsituation bei den Behörden derart lang ist. Sie können aber, wenn es länger als drei Monate dauern sollten, eine Untätigkeitsklage vor dem Verwaltungsgericht erheben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 29.11.2018 | 12:14

Sehr geehrter Rechtsanwalt, vielen Dank für ihre Antwort. Ich habe noch eine kurze Frage dazu an Sie.
Wir wollen zwar in Dänemark heiraten, aber natürlich in Deutschland leben, weil ich ja hier in Frankfurt lebe. Die Frage wäre: müssen wir das Heiratsvisum für Dänemark oder für DL beantragen? Und muss man eine Verpflichtungserklährung für das Heiratsvisum abgeben? Muss man berufstätig sein um einen Ausländer zu heiraten? Und das letzte wäre: muss man beim Beantragung von Visum schon einen Termin in Standesamt haben oder dürfen wir das machen, wenn er hier ist?
Ich habe da beides gehört. Vielen Dank nochmals.
Liebe Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.11.2018 | 10:48

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

– Sie benötigen ein Heiratsvisum für Deutschland (nationales Visum), es sei denn, sie wollen zunächst in Dänemark heiraten dort mit einem Schengen-Visum einreisen, was dann aber die Ausreise nach Marokko wieder bedeuten würde, mit der Wiedereinreise mit dem nationalen Visum nach Deutschland; letzteres brauchen Sie also auf jeden Fall früher oder später;

– Eine Verpflichtungserklärung ist dann notwendig, wenn der Lebensunterhalt durch den Ausländer nicht eigenständig gesichert werden kann und er auf die Hilfe Dritter angewiesen ist – das müsste genau geprüft werden;

– Man muss nicht unbedingt berufstätig sein, muss aber zusammen als Ehegatten die Mittel nachweisen, die zusammen für den Lebensunterhalt notwendig sind, das geht natürlich am besten durch eine Berufstätigkeit;

– Ich würde das immer vorab noch während des Auslandsaufenthalts in Marokko mit dem Standesamt abklären, nach meiner Erfahrung ist das das beste;

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

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