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Heiraten für Geld

| 27.10.2009 13:10 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


14:01

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe einen wenig gut klingenden Namen der allerlei Anlaß zum Spott gibt. Diesen möchte ich gerne komplett ändern. Ist es möglich, jemanden über eine Annonce in der Zeitung zu suchen, der mich heiratet, damit ich seinen Namen annehmen kann, dem ich dafür vielleicht 1000.- gebe und dann lasse ich mich wieder scheiden?

Ist das grundsätzlich sittenwidrig oder verstößt sowas gegen Gesetze? Ich weiß das bezahlte Adoptionen sittenwidrig sind, bei einer Heirat (wenn ich es nicht mache um einem Ausländer eine Aufenthaltsgenehmigung zu verschaffen) ist das doch ok?

Vielen Dank für eine Antwort mit § Angaben

27.10.2009 | 13:39

Antwort

von


(892)
Robert-Perthel-Str. 45
50739 Köln
Tel: 022180137193
Web: http://www.rechtsanwalt-schwartmann.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworten darf:

Auf die von Ihnen angedachte Weise werden Sie Ihr Ziel einer Namensänderung nicht erreichen.

Eine Eheschließung nur zu dem Zweck, eine Namensänderung herbeizuführen, ohne dass beide Parteien tatsächlich die eheliche Lebensgemeinschaft eingehen und sich nicht nach § 1353 BGB verpflichten wollen, stellt eine Scheinehe nach § 1314 Abs. 2 Nr. 5 BGB dar.

Diese Ehe kann aufgehoben werden.

Mit der Aufhebung der Ehe wird § 1355 BGB zur Anwendung kommen, wonach Sie grundsätzlich den Ehenamen behalten. Allerdings kann Ihnen die Fortführung des Ehenamens untersagt werden, wenn dies grob rechtsmissbräuchlich wäre (so BGH FamRZ 2005, 1658 ) wovon ich in Ihrem Falle ausgehe. Denn die Eheschließung würde ja nur dem Zweck dienen, die öffentlich-rechtlichen Vorschriften über die Namensänderung zu umgehen.

Ihrem Vorhaben wird also kein Erfolg beschieden sein, ganz davon abgesehen, dass Sie kaum jemanden finden dürften, der Ihnen auf diese Art und Weise seinen Familiennamen verkaufen wird. Auch drängt sich der Vergleich von den Kanonen, mit denen man auf Spatzen zielt, auf.

Sie sollten daher versuchen, über die zuständige Behörde eine Namensänderung wegen psychischer Belastungen zu erwirken - ohne psychologisches Gutachten wird das aber ebenfalls nicht funktionieren. Dies wäre aber der vom Gesetz gebilligte und vorgesehene Weg.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für Rückfragen oder eine Vertretung selbstverständlich gerne zur Verfügung.
Bitte kontaktieren Sie mich dazu entweder per E-Mail an <info@rechtsanwalt-schwartmann.de> oder telefonisch unter 0221-355 9205.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 27.10.2009 | 13:50

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Erlauben Sie mir nur noch die Frage, ob das ganze strafrechtliche Konsequenzen haben kann.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.10.2009 | 14:01

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Eine Strafbarkeit sehe ich zunächst nicht - wenn mit der Eheschließung aber staatliche Leistungen verbunden sind oder steuerliche Vorteile geltend gemacht werden, kommt allerdings der Tatbestand des Betruges in Betracht.

Deshalb weiterhin mein Rat: Finger weg!

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann

Bewertung des Fragestellers 27.10.2009 | 14:12

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