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Heirat mit Südafrikanerin

14.10.2008 18:27 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Siegfried Huber-Sierk


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte meine jetzige südafrikanische Verlobte am besten noch in diesem Jahr heiraten und habe diesbezüglich einige Fragen:

1. Spricht etwas dagegen im Ausland zu heiraten, also in Südafrika?
bzw. gibt es grundlegende Unterschiede im Heiratsrecht?

2. Was ist der schnellste Weg, dass meine zukünftige Frau hier in Deutschland eine Aufenthalts- sowie Arbeitserlaubnis erhält?

a) Heirat in Südafrika und dann Beantragung eines Visums zum Ehegattennachzug?
b) Heirat in Südafrika, Einreise nach Deutschland mit Schengen-Visum und hier vor Ort mit den Ehepapieren versuchen eine Aufenthaltserlaubnis bei der Ausländerbehörde zu erwirken?
c) Heirat in Deutschland (mit Einreise via "Intention to marriage" visum? und nach der Eheschließung bei der Ausländerbehörde die Aufenthaltserlaubnis einholen?

Müsste Sie bei den Punkten b) und c) dann nochmal aus Deutschland ausreisen?

Welchen Weg würden Sie (persönlich) in punkto Schnelligkeit & Zuverlässigkeit empfehlen?

3. Wir wollen beide einen Ehevertrag mit Gütertrennung aufsetzen lassen. Nach welchem Recht muss dieser geschlossen werden? Nach demjenigen Landesrecht wo wir standesamtlich heiraten?

Vielen Dank für die hoffentliche Beantwortung meiner Fragen..

Philipp


-- Einsatz geändert am 14.10.2008 21:07:58
Eingrenzung vom Fragesteller
14.10.2008 | 18:47
Eingrenzung vom Fragesteller
14.10.2008 | 21:00

Sehr geehrter Herr B.,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsdarstellung sowie insbesondere der Höhe Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Es spricht nichts gegen eine Heirat in Südafrika. Selbstverständlich unterscheidet sich das Eherecht von Südafrika erheblich vom Deutschen Eherecht. Dies kann aber nicht im Rahmen Ihrer Anfrage erläutert werden, zumal dies für Ihr Vorhaben nicht von grundsätzlicher Bedeutung wäre. Es ist grundsätzlich unerheblich, ob die Ehe in Deutschland oder im Ausland geschlossen wurde. Eine im Ausland erfolgte Eheschließung ist nach der jeweiligen Ortsform, also nach den am Ort der Eheschließung vorgegebene Form einschließlich der zwingenden Eheschließungsvoraussetzungen, wie sie am Eheschließungsort gelten, zu überprüfen. Wenn die Ehe in der am Eheschließungsort gültigen Form geschlossen wurde und durch eine Heiratsurkunde des jeweiligen Staates belegt wird, ist sie rechtsgültig und bedarf keiner gesonderten Anerkennung in der Bundesrepublik Deutschland.

Nach § 27 Abs. 1 Aufenthaltsgesetz kann die Aufenthaltserlaubnis zur Herstellung und Wahrung der familiären Lebensgemeinschaft in Deutschland für ausländische Familienangehörige zum Schutz von Ehe und Familie (Art. 6 Grundgesetz) erteilt und verlängert werden. Das Aufenthaltsrecht des nachgezogenen Familienangehörigen, also Ihrer künftigen Ehefrau, hängt zunächst von Ihrem eigenen Aufenthaltsrecht ab, da es sich von diesem abgeleitet. Die Aufenthaltserlaubnis Ihrer künftigen Ehefrau darf dementsprechend bis zur Erlangung eines eigenständigen Aufenthaltsrechts nur verlängert werden, solange auch Sie ein Aufenthaltsrecht in der Bundesrepublik besitzen. Bestehen insofern keine Probleme, dürfte einer Heirat in Südafrika und die anschließende Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis für Ihre Ehefrau nichts entgegenstehen. Ob dies die schnellste Lösung ist, dürfte nicht zuletzt auch vom Eherecht in Südafrika abhängen. Eine diesbezügliche Beurteilung können Sie jedoch in dem von Ihnen selbst durch den Einsatz gesetzten Rahmen der Beratung nicht erwarten. Gleiches gilt auch für Ihre Frage, ob und unter welchen Umständen bei den Variationen 2b und 2c unter Umständen wieder eine Ausreise erforderlich sein könnte.

Zum Nachweis der familienrechtlichen Beziehungen noch folgender Hinweis:
Beruht ein Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels auf familienrechtlichen Beziehungen, so sind diese grundsätzlich durch öffentliche Urkunden nachzuweisen. Bei fremdsprachigen Urkunden kann grundsätzlich die Legalisation ausländischer öffentlicher Urkunden im Wege der Amtshilfe durch die zuständige ausländische Auslandsvertretung gefordert werden. Die Echtheit des ausländischen Dokuments bescheinigt die deutsche Botschaft in dem betreffenden Land. Durch den Legalisationvermerk wird die Echtheit der ausländischen Urkunde als bewiesen erachtet. Dem liegt der Gedanke zu Grunde, dass die in dem ausländischen Staat ansässige deutsche Botschaft besser als ein deutscher Standesbeamter beurteilen kann, ob die vorgelegte ausländische Urkunde echt ist. Die Legalisation ist jedoch dann nicht notwendig, wenn der betreffende ausländische Staat dem Haager Übereinkommen zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisation beigetreten ist. Ob dies der Fall ist, kann im Rahmen dieser eingeschränkten Beratung ebenfalls nicht nachgeprüft werden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass dieses Beratungsforum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, auf Grundlage der übermittelten Informationen eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems von einem Rechtsanwalt zu erhalten, damit Sie die Erfolgsaussichten in Ihrer Rechtsangelegenheit besser einschätzen können. Änderungen oder Ergänzungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen.

Mit freundlichen Grüßen



Huber-Sierk
Rechtsanwalt

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