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Heirat, Steuerklasse, getrennte Wohnungen


| 08.12.2010 12:12 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Lausch



Hallo,

mein Freund und ich wohnen in 2 kleinen Wohnungen, die jedoch in 2 nebeneinanderliegen Häusern liegen (ich in 4a, er in 4b).
Ich habe natürlich Steuerklasse 1, er ist selbständig, verdient aber nur knapp über 1.000 Euro im Monat. Somit hat er keine Steuerkarte und macht keinen Jahresausgleich. Wenn wir heiraten würden, die getrennten Wohnungen aber behalten, würde oder kann sich da für uns steuerlich überhaupt was ändern? Oder bleibt alles beim Alten aufgrund der getrennten Wohnungen?
Oder kann man eine Wohnung dann als Zweitwohnung angeben? Wenn ja, wer?? Bringt das eine Einsparung?
Sehr geehrte Fragestellerin,

im Falle einer Heirat haben Sie zunächst die Wahl der Steuerklassen, die sich jedoch vorrangig auf die von Ihnen als Arbeitnehmerin in Abzug zu bringende Lohnsteuer auswirkt.

Letztendlich ist die Frage, welche Steuerlast Sie und Ihren Ehemann insgesamt, also für das gesamte Steuerjahr trifft.

Bei der Steuerklärung haben Sie die Wahl der getrennten oder gemeinsamen Veranlagung, wobei in der Regel die gemeinsame Veranlagung die günstigere Variante ist, da sie üblicherweise zu einer geringeren Steuerlast führt.

Wählen Sie die getrennte Veranlagung, bleibt die Besteuerung wie bisher.

Sie können das Ergebnis der unterschiedlichen Veranlagungen sowohl über Hilfsprogramme zur Steuererklärung, wie auch beispielhaft über verschiedene Rechner im Internet berechnen. Auch ein Steuerberater wird Ihnen die unterschiedlichen Ergebnisse gern berechnen.

Die gemeinsame Veranlagung setzt nicht voraus, dass Sie zusammen leben. Der Ansatz einer Zweitwohnung ist bei der hier geschilderten Konstellation jedoch nicht möglich, da eine Zweitwohnung nur dann berücksichtigt werden kann, wenn die Anmietung beruflich begründet ist, z.B. durch einen sonst extrem langen Arbeitsweg.

Mit freundlichen Grüßen
Lausch
- Rechtsanwältin -

Nachfrage vom Fragesteller 08.12.2010 | 14:42

Sehr geehrte Frau Lausch,

könnten wir ab der Hochzeit denn eine gemeinsame Veranlagung machen, auch wenn mein Partner nie eine Steuererklärung gemacht hat, da er noch nie in einem "normalen" Arbeitsverhättnis stand, sondern immer nur in einem Telefonstudio gearbeitet hat, wo verlangt wird, dass die Mitarbeiter als selbständig laufen? (er hat eine private Krankenversicherung und muß auch sonst alles selber zahlen und ist trotzdem Geringverdiener mit seinen meist nur 1.000 Euro im Monat).
Bei diesen Verhältnissen kann ich doch gar nicht in eine andere Steuerklasse als 1 kommen, oder? Oder kann man die Arbeit eines selbständigen mit der Arbeit einer Angestellten für jeden in eine spezielle Steuerklasse zusammenlegen??

Ganz lieben Dank für Ihre Hilfe.

Mit freundlichem Gruß

Fricke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.12.2010 | 14:54

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Wahl der Steuerklasse ist nicht abhängig vom Einkommen, sondern vom Familienstand und der Frage, ob Kinder vorhanden sind. Die Steuerklasse hat jedoch wie gesagt nur Auswirkungen, wenn Sie in einem üblichen Arbeitsverhältnis stehen, da nach der Steuerklasse der Steuerabzug vom Lohn durch den Arbeitgeber berechnet wird.

Sie können für das Steuerjahr eine gemeinsame Steuererklärung abgeben, in dem Sie die Ehe schließen. Sollte das noch in diesem Jahr der Fall sein, also für die Steuererklärung 2010.

Ihr Partner gibt in dieser Erklärung seine Einnahmen aus selbständiger Tätigkeit an, ebenso natürlich seine Aufwendungen für Krankenversicherung u.ä.

Ich vermute, es ist empfehlenswert für Sie, sich zumindest im ersten Jahr der Hilfe eines Steuerberaters zu bedienen.

Mit freundlichen Grüßen
Lausch
- Rechtsanwältin -

Bewertung des Fragestellers 10.12.2010 | 08:16


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