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Heirat Deutscher und Kroatin (gebürtige Bosnierin)

| 30.03.2012 11:41 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


13:16

Guten Tag,

meine Verlobte und ich werden in den nächsten Wochen heiraten.

Sie ist in Bosnien geboren und lebt dort, hat aber einen kroatischen Reisepass. Ihre Geburt wurde in Kroatien nachbeurkundet. Sie lebte kriegsbedingt bis zum 8. Lebensjahr in Deutschland.

Ich bin gebürtiger deutscher Staatsangehöriger.

Wir haben beim deutschen Standesamt bereits alle Papiere eingereicht (von meiner Verlobten speziell die kroatische und bosnische Geburtsurkunde mit Apostillen und das kroatische Ehefähigkeitszeugnis mit Apostille und Übersetzung). Das Standesamt hat die Papiere zwischenzeitlich geprüft und nächste Woche werden wir den Termin zur Eheschließung ausmachen können.

Auch haben wir meine Verlobte bereits bei der Meldebehörde angemeldet (in meiner Wohnung). Sie hat sogar schon eine Steuernummer erhalten. ;-)

Nun die Fragen:
1. Bosnien und Kroatien sind seit 2010 visumsbefreit. Kann das Standesamt beim Termin zur Eheschließung plötzlich doch auf die Vorlage eines Heiratsvisum bestehen?

2. Können wir nach der Heirat ihre Aufenthaltsgenemigung in Deutschland beantragen - ohne Visum zur Familienzusammenführung?

3. Falls die Zeit knapp wird - kann ihre visumsfreie Besuchsdauer verlängert werden? (Ihr aktuelles Halbjahr hat am 18.03. begonnen, es sind also noch fast 2,5 Monate Besuchzeit übrig).

4. Sollten wir besser VOR oder NACH der Hochzeit die Ausländerbehörde wegen der Aufenthaltsgenemigung kontaktieren?

Herzliche Grüße.
T.B.

30.03.2012 | 12:15

Antwort

von


(1806)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1.
Kroatische/bosnische Staatsangehörige können "zu Besuchszwecken" visumfrei nach Deutschland einreisen und sich bis zu drei Monaten pro Halbjahr visumfrei in Deutschland aufhalten - das stimmt.

Für einen anderen Aufenthaltszweck wird aber meines Erachtens weiterhin ein Visum benötigt, dieses muss persönlich vor der Einreise bei der Botschaft beantragt werden.

Es kann also aller Vorraussicht nach verlangt werden, aber dann von der Botschaft/ Ausländerbehörde, was abzuwarten bliebt.

2.
Für eine Einreise zwecks Familiennachzug muss wie gesagt weiterhin vor der Einreise ein Visum bei der zuständigen Botschaft oder dem zuständigen Konsulat beantragt werden. Die Beantragung eines Aufenthaltstitels zu einem längeren Aufenthalt nach der visumsfreien Einreise, d. h direkt bei der Ausländerbehörde in Deutschland, ist grundsätzlich leider nicht möglich.

Ausnahmen werden meiner Erfahrung nach so gut wie nicht gemacht.

3.
Visa können bis zu einer Gesamtaufenthaltsdauer von drei Monaten innerhalb einer Frist von sechs Monaten von dem Tag der ersten Einreise an verlängert werden.

Für weitere drei Monate innerhalb der betreffenden Sechsmonatsfrist kann ein Visum nur aus den in Artikel 33 der Verordnung (EG) Nr. 810/2009/EG genannten Gründen (Vorliegen höherer Gewalt oder humanitärer Gründe/schwerwiegende persönliche Gründe), zur Wahrung politischer Interessen der Bundesrepublik Deutschland oder aus völkerrechtlichen Gründen als nationales Visum verlängert werden.

Das scheidet hier leider aus nach meiner ersten Einschätzung.

4.
Sie können sich schon vor der Hochzeit an die Behörden wenden, um Einiges abzuklären.

Ein Anspruch auf Familiennachzug besteht aber erst nach der Heirat.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 30.03.2012 | 12:43

Noch eine Nachfrage:
Wenn wir nun "einfach" während Ihrer Besuchszeit in Deutschland heiraten, ohne vorher mit der Ausländerbhörde gesprochen zu haben - liegt dann ein Visumsbetrug vor (da es sich ja nicht um einen einfach Besuch handelt), der im nachhinein eventuell zu Problemen führen könnte?

Herzliche Grüße,
T.B.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.03.2012 | 13:16

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

also die Heirat wäre meines Erachtens schon möglich, was dann aber zu einer Ausreiseverpflichtung nach Ablauf des Visums führen wird.

Ich würde aber unbedingt vor der Heirat diese bei den Behörden ankündigen, um dann in der Tat keine Probleme zu haben.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 30.03.2012 | 12:51

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