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Heinzkostenabrechnung; Ablesewerte


| 28.04.2005 07:43 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Sehr geehrte Damen und Herren,

vor kurzem bekamen wir eine von Techem erstellte Heizkostenabrechnung und mussten staunen. Uns erschien die Abrechnung mit 280,- € für den Zeitraum von Mitte Oktober bis Ende Dezember für eine Maisonettewohunug (96m²), die gerade mal neun Jahre alt ist und die Fenster mit Doppelverglasung hat, sehr hoch. Zudem heizen wir „richtig“ (Heizung nie unter Volllast, kein langes Lüften).
Hauptsächlich heizen wir mit zwei Heizkörpern; einer von beiden ist deutlich mehr in Betrieb. Trotzdem ist der Ablesewert des anderen, weniger Genutzten mehr als 3.5 mal so hoch (900 Einheiten gegenüber 3.300 Einheiten; aktuell 500 gegen 2.100). Unsere Vermutung: Das Ablesegerät ist defekt. Techem behauptet aber, die digitalen Ablesegeräte könnten nicht kaputt gehen, was wir für unwahrscheinlich halten. Unsere Vermieterin bzw. die Hausverwaltung sind an einer Aufklärung wenig interessiert. Was können wir machen und wer kann uns wegen des Ablesegerätes helfen?
Für Ihre Mühen vielen Dank im Voraus.

Dirk Lange (Studierender)
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie sollten die Nachzahlung der Forderung aus der Heizkostenabrechnung zurückbehalten, bis die Ursache für den hohen Verbrauch geklärt ist. Sie haben nämlich einen Anspruch gegen den Vermieter auf Klärung der Angelegenheit. Beruhen die Kosten tatsächlich nicht auf dem tatsächlichen Verbrauch, sondern auf dem Defekt des Ablesegerätes, so ist die Abrechnung zu korrigieren.

Da die Abrechnung aber derzeit nicht nachvollziehbar ist, haben Sie zunächst einen Anspruch auf Überprüfung und Erläuterung der Abrechnung gegen den Vermieter. Kümmert er sich nicht darum, steht Ihnen an der Nachzahlung ein Zurückbehaltungsrecht zu.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.04.2005 | 10:15

Erst einmal vielen Dank.

Der Vermieter sagt aber, wir müßten uns selber um einen Sachverständigen bemühen, den wir auch zahlen müßten, da wir die Abrechnung anzweifeln, die darüber hinaus nicht von Ihm, sondern einem Dritten (Techem) erstellt wurde.
Wie komme ich denn an einen solchen Sachverständigen und wie bekomme ich den Vermieter dauz, diese Kosten zu übernehmen? Wer zahlt, wenn das Gerät scheinbar in Ordnung ist und können wir auf jeden Fall einen kostenlosen Austausch verlangen, um beispielsweise in der nächsten Periode Vergleichswerte zu erhalten?

Vielen Dank noch einmal.

Dirk Lange

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.04.2005 | 00:21

Die Abrechnung wurde von Techem im Auftrage des Vermieters erstellt. Der Vermieter möchte etwas von Ihnen - nicht umgekehrt. Also muß er die Unstimmigkeiten der Abrechnung selbst und auf eigene Kosten klären. Ist der Verbrauch des Ablesegerätes unerklärlich hoch, muß der Vermieter dafür eine Erklärung finden, nicht Sie. Deshalb müssen Sie auch keinen Sachverständigen bezahlen.

Verlangt der Vermieter weiterhin die Zahlung der Heizkosten, ohne die Frage des Verbrauchs zuvor hinreichend zu klären, müsste er klagen. Vor Gericht muß er dann beweisen, daß die Abrechnung fehlerfrei ist. Davon ist, nach Ihrer Schilderung, aber nicht auszugehen, so daß Sie ihn weiter auf seine Pflicht zur Klärung des hohen Verbrauches verweisen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann

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