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Heimunterbringung 23.10.14


| 01.11.2014 09:53 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler


Zusammenfassung: Zur Einschränkung des Umgangsrechts.


Es geht um meine Tochter 7 Jahre, welche letzte Woche ins Heim kam und zur Zeit in der Notaufnahme untergebracht ist.
Ich habe meine Tochter dort besucht und sie hat beim Abschied einen Weinkrampf bekommen und stark gezittert. Sie isst jetzt nichts mehr und kann nicht mehr schlafen. Sie bettelte: hol mich raus und rufe sofort das Jugendamt an.

Nun hat man mir absolutes Besuchsverbot erteilt und auch telefonisch jeden Kontakt verboten, weil meine Tochter so sehr an mir hängt und beim Abschied praktisch zusammengebrochen ist.
Das Aufenthaltsbestimmungsrecht wurde uns entzogen und eine Ergänzungspflegschaft angeordnet.

Ich selbst habe beim Jugendamt vor Monaten einen Antrag gestellt, das Kind in einer Familie, unter der Voraussetzung, dass ich es am Wochenende, wie bisher zu mir nehmen darf, unterzubringen.
Seit 2013 war meine Tochter jedes Wochenende bei mir und wir haben täglich telefoniert.

Meine Frau hat das Kind sehr vernachlässigt.Sie ist psychisch erkrankt.
Ich lebe seit 2013 von meiner Frau getrennt in einem Wohnstift (bin 65 Jahre) im eigenen Appartement.

Ich bestehe auf der Abmachung, mein Kind besuchen zu dürfen. Zum Wohle des Kindes. Fühle mich vom Jugendamt hintergangen.

Ich lebe seit 2013 von meiner Frau getrennt in einem Wohnstift (bin 65 Jahre) im eigenen Appartement.



Einsatz editiert am 01.11.2014 10:04:30

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich verstehe Sie so, als dass es Ihnen nicht darum geht Ihre Tochter zu sich zu holen. Ihnen steht als Vater nach § 1684 BGB das Recht auf Umgang mit der Tochter zu. Dieses Recht darf nur eingeschränkt oder gar ausgeschlossen werden, wenn zwingende Gründe des Kindeswohls dies rechtfertigen. Generell geht die Rechtsprechung davon aus, dass der Umgang mit den Eltern das Wohl des Kindes fördert. Das Recht auf Umgang wird auch durch Art. 6 GG geschützt. Da Ihre Tochter eine enge Bindung an Sie hat, sehe ich nicht das Umgang ausgeschlossen werden kann, vor allem wenn er bisher auch stattgefunden hat.
Es kann bei Unterbringung von Kindern immer Situationen geben, bei denen es wichtig ist, dass das Kind weiß wo sein Lebensmittelpunkt ist und nicht im Glauben auf Rückkehr gelassen wird.

Ich kenne Ihre Lage aber und leider auch das Verhalten des Jugendamtes. Sie sollten daher einen Antrag beim Familiengericht auf Umgang stellen, am besten per einstweiliger Anordnung.

Die Zusage des Jugendamtes hat leider keine rechtliche Wirkung, Sie können hieraus keinen Anspruch herleiten. Nur eine gerichtliche Umgangsregelung hilft Ihnen weiter.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht


Nachfrage vom Fragesteller 01.11.2014 | 12:41

Besten Dank für die Antwort.

Gerne würde ich sofort mein Kind zu mir nehmen.

1. hat mir das Wohnheim nur Erlaubnis für vorübergehende Besuche gegeben.

2. sagte der Richter: Ein Seniorenwohnstift ist KEIN Umfeld für ein Kind. Ich müsste umziehen.

Stellungnahme vom Jugendamt:

Nach etwa 6 Wochen Eingewöhnung im Kinderheim wird mir der Umgang mit meiner Tochter wieder erlaubt, wenn die Kleine nicht mehr so sehr unter dem Abschied leidet, versicherte mir das Jugendamt und fügte hinzu, dass eine einstweilige Anordnung per Gericht unnötige Kosten verursacht und viel länger dauert als die von ihm 6 wöchige Einschränkung.
Ist das richtig?
Gibt es keine Möglichkeit meine Tochter in den nächsten Tagen zu besuchen oder telefonisch sie zu sprechen ? Das Handy und Tablet hat man ihr abgenommen, weil sie mir Sprachnachrichten sendet.
Meine Taschen wurden bei Besuch untersucht. Meine Tochter ist doch nicht in U-Haft?
Man drohte mir an, vom Hausrecht Gebrauch zu machen.

Ich hatte meine Tochter fest versprochen sie immer zu besuchen.
Ich hatte deshalb gestern das Jugendamt gebeten meiner Tochter wenigstens mein Besuchsverbot mitzuteilen. Wurde leider verweigert, es sei nicht Kindesgerecht. Das Kind sollte von der engen Bindung zum Vater Abstand gewinnen. Die Mutter hat sie noch nicht besucht.
Entwöhnung vom Vater empfinde ich als lieblos und gesetzeswidrig. Leben wir in einer Diktatur? Ich bin doch nicht entmündigt. Ich war selbst ein Heimkind und bin deshalb zutiefst betroffen.
Gibt es einen Weg (außer Amoklauf) meine Tochter dieses Wochenende zu besuchen? Etwa mit der Polizei wegen seelischer Grausamkeit?


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.11.2014 | 13:08

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne komme ich auf die Nachfrage zurück.

Zu Ihrer Wohnsituation kann ich nichts sagen, allerdings können Sie davon ausgehen, dass Sie wenig Chancen haben werden, eine Rückkehr der Tochter in Ihren Haushalt ohne eigene Wohnung zu erreichen.
Eine einstweilige Anordnung führt dazu, dass sehr schnell ein Anhörungstermin bei Gericht stattfindet. Im Normalfall binnen 14 Tagen. Mindestens 6 Wochen abzuwarten ist aus meiner Sicht keine Option, weil Ihnen niemand garantiert das nach Ablauf der 6 Wochen Ihnen der Umgang wie vorher oder wie gewünscht gewährt wird.
Ob Sie Kosten produzieren hängt vom Ausgang des Verfahrens ab. Sie können wenn die Voraussetzungen gegeben sind auch Verfahrenskostenhilfe beantragen.

Außer per einstweiliger Anordnung haben Sie keine Möglichkeit den Kontakt zu erzwingen. Die Polizei ist für zivilrechtliche Fälle nicht zuständig.
Ihnen bleibt nur der Weg über das Familiengericht.

Sie sollten trotz der schwierigen Lage die Ruhe bewahren.
Ich rate dringend dazu sich anwaltlich vertreten zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 01.11.2014 | 15:10


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