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Hehlerei oder Schwerer Diebstahl?


14.08.2014 08:56 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Zur Abgrenzung von Diebstahl und Hehlerei.


Hallo,

Anfang der Woche wurde unsere Wohnung durchsucht aufgrund eines Diebstahles am Wochenende zuvor.

Bei uns wurde auch entsprechendes Diebesgut durch die geschädigten identifiziert.

Nun zu der Sache:

Ich habe ende letzten Jahres eine Frau kennengelernttel , die ihren Sattel verkaufen wollte da er ihrem Pferd nicht mehr passte.
Da ich gerade auch einen neuen suchte ich ihn aber erst ausprobieren wollte gab ich ihr eine Kaution, Da er auch auf mein Pferd nicht passte meldete ich mich bei ihr un ihr den Sattel zurück zugeben und im gespräch fragte sie mich ob ich bei ebay verkaufen könnte.
Das tat ich dann auch.
Es lief alles über mein Account und mein Konto.

Sie meldete sich wieder und wollte nochmal das ich für sie Sättel verkaufe und versprach mir das ich auch etwas für das Einstellen bekommen würde.

SO ging das nun fast jeden Monat immer mit der begründung das sie sich Sättel gekauft habe und diese auf ihre Pferde nicht passten.
Immer ging das Geld auf mein Konto und ich verschickte auch die Sachen,da ich gesagt habe das ich nichts Einstelle was ich nicht habe und wo ich selber sehen kann das es auch versendet wurde.
Ich habe ihr immer das Geld gegeben und das was sie mir gegeben hat behalten, beziehungsweise auf dem Konto gelassen um damit Rechnungen zu zahlen.

Ich habe zu keiner Zeit damit gerechnet das all diese sachen gestohlen sein könnten, obwohl ich im Nachhinein es hätte wissen müssen..

Zur Hausdurchsuchung kam es, weil wohl die Eigentümer von DIebstahl am Wochenende ihre Sättel auf ebay gesehen haben und die spur von EBay aus zu mir und meinem Mann führten,da ja unsere Kontodaten angegeben waren.

Nun wird uns DIebstahl im Besonders schweren Fall zur last gelegt, beschränkt auf den Diebstahl vom Wochenende.

Die Polizei sagte mir aber gleich das sie unsere Konten durchsuchen wird.
Dort werden sie natürlich Zahlungen von den anderen Sätteln finden, die sehr wahrscheinlich alle gestohlen sein werden..

Ich bzw. mein Mann haben diese aber nicht gestohlen!
Ich bin leider vorbestraft wegen Betrugs delikten.
Zur Zeit zahle ich eine Geldstrafe von 170 Tagessätzen ab.
Mein Mann und ich haben 2 KInder.

Was für eine Strafe erwartet uns? Ich muss auch dazusagen das mein Mann damit überhaupt nichts zu tun hat, ich habe die sachen auf ebay eingestellt um mir etwas zu meinem Elterngeld dazuzuverdienen..
Die Frau meldet sich nicht mehr und das Handy ist auch nur noch aus.Ich weiß auch nur ihren Vornamen, da ich mich für mehr nie interessiert habe..

Ich kann ja leider nicht beweisen das ich die Sachen von der Frau habe,aber werde ich jetzt wirklich wegen schwerem Diebstahl verurteilt?
Ich habe Angst ins Gefängnis zu müssen und ich will meine Kinder nicht verlieren!

Bitte antworten sie mir trotz des kleines Einsatzes. Ich habe leider nicht mehr..




14.08.2014 | 09:46

Antwort

von


62 Bewertungen
Heßstraße 90
80797 München
Tel: 089 / 12 66 73 0
Web: www.strafverteidiger-grasel.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Wenn Sie die Sättel nicht gestohlen haben können Sie streng genommen auch nicht wegen des Diebstahls, sei es nun ein einfacher oder ein schwerer, bestraft werden. Es sprechen zwar einige Indizien dafür, dass Sie die Sättel gestohlen haben, aber einen stichhaltigen beweis gibt es nicht - Sie wurden nicht am Tatort gesehen.

Allerdings kommt hier natürlich eine Verurteilu8jng wegen Hehlerei in Betracht. Diese ist im § 259 StGB geregelt. Wenn man unterstellt, dass Sie die Sättel gewerbsmäßig verkauft haben, könnte auch ein Fall von gewerbsmäßiger Hehlerei vorliegen, mit einer Mindeststrafe von sechs Monaten.

Sie sollten dringend einen Rechtsanwalt/Strafverteidiger in der Angelegenheit mandatieren. Dieser kann dann nach Akteneinsicht entscheiden, ob eine Stellungnahme sinnvoll ist. Dabei könnten Sie beispielsweise den Ermittlungsbehörden gegenüber Angaben zur Täterin machen. Auch wenn Sie nur den Vornamen und die Handynummer wissen kann dies ausreichen, um die Person zu ermitteln. Diese Aufklärungshilfe wirkt sich in der Regel positiv auf Ihre eigene Strafe aus.

Ob Sie letztendlich in Gefängnis müssen oder mit einer Bewährungsstrafe davon kommen, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Hier kann Sie dann der zu mandatierende Strafverteidiger beraten.
Ggf. besteht hier auch die Möglichkeit einer Pflichtverteidigung, um die Kosten für Sie gering zu halten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Grasel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mathias Grasel
Fachanwalt für Strafrecht

Nachfrage vom Fragesteller 14.08.2014 | 10:31

Hallo,

Kann ich denn auch mit einer Freiheitsstrafe bestraft werden, wenn ich nicht wusste das die Sachen gestohlen sind?
Das habe ich nicht so ganz verstanden.

Und wie sieht es aus wenn die Person nicht ermittelt werden kann?
Bleibt dann alles an mir hängen?
Ich habe 2 kleinkinder und ich möchte alles dafür tun nicht ins Gefängnis zu müssen.Ich kann nicht mehr schlafen und bin total fertig..

Ich bereue es sehr das ich für diese Person sachen verkauft habe aber ich kann es nunmal nicht mehr ändern.

Ich leide momentan zumal schon genug weil die Polizei die betroffenen an der Durchsuchung zu mir nach Hause geholt haben und ich seitdem überall schlecht gemacht werde da diese Leute meinen Namen rumplaudern.

Alle wenden sich von mir ab und das ist sehr schlimm für mich!

Einen Anwalts habe ich bereits eingeschaltet,allerdings will er 600 Euro vorrauszahlung und die habe ich nicht..
Wie kommt man an einen Pflichtverteidiger?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.08.2014 | 11:03

Für eine Bestrafung wegen Hehlerei ist - wie bei den anderen Straftaten auch - grundsätzlich Vorsatz erforderlich, d.h. Sie müssen Kenntnis davon gehabt haben, dass es sich bei den Sätteln um Diebesgut handelt.

Dabei kann es aber ausreichen, wenn Sie dies zwar nicht sicher wussten, jedoch auf Grund der Umstände hätten erkennen können bzw. zumindest für möglich gehalten haben. Man spricht hier vom sogenannten "bedingten Vorsatz".

Dies schreiben Sie ja selbst in Ihrer Ausgangsfrage:
"Ich habe zu keiner Zeit damit gerechnet das all diese sachen gestohlen sein könnten, obwohl ich im Nachhinein es hätte wissen müssen.."


Zur Frage, wie man an einen Pflichtverteidiger kommt: Sie beauftragen einen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung und bitten diesen zu beantragen, Ihnen als Pflichtverteidiger beigeordnet zu werden. Dies ist immer dann möglich, wenn ein Fall der sogenannten notwendigen Verteidigung gemäß § 140 StPO, hier vor allem Absatz 2, vorliegt. Der Rechtsanwalt wird dann sicherlich die passenden Argumente finden können, um den Antrag auf Beiordnung zu untermauern.

Gerne stehe ich Ihnen als Strafverteidiger zur Verfügung. Sollte hierzu Bedarf bestehen, gelangen Sie über einen klick auf mein Bild zu meinen Kontaktdaten. Darüberhinaus würde ich mich über eine positive Bewertung m8it 5 Sternen freuen.

ANTWORT VON

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