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Hecke und Baufenster


09.09.2007 23:33 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Guten Tag,

mein Nachbar hat sein Grundstück zur Hälfte verkauft.
Dieses wird nun im Pfeifenstil bebaut.
Die Grundstücke werden bzw. wurden durch ein Thujahecke in Höhe von ca. 3-5 Metern
getrennt. Die Hecke steht mindestens schon 10 Jahre und auf dem Nachbargrund. Ursprünglich waren es 8 Meter hohe Bäume die von dem Verkäufer vor ca. 2 Jahren auf
5 Meter runter geschnitten wurden.
Nun hat der neue Besitzer und Bauherr die Hecke bzw., ja Bäume einfach auf einem Sonntag
bis auf die Wurzel entfernt. Ohne uns darüber vorher zu informieren. Leider waren wir an diesem Sonntag nicht vor Ort. Der Bauherr hätte uns aber problemlos vorher informieren können.
Gelegenheiten waren genug. Zumal meine Terrasse ungefähr 1 Meter von der Grundstücksgrenze entfernt liegt und wir damit freie Sicht und keinerlei Schutz
vor den Baumaßnahmen haben.

Meine Frage: durfte der Nachbar die Hecke (Bäume) einfach entfernen ohne Absprache?
Und wie ist es mit Lärm, Dreck und Baubelästigung?

Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob die 3 Meter Abstand von der Grenze eingehalten werden.

Standort ist Schleswig Holstein

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung gehe ich davon aus, dass sich die Hecke auf dem Grundstück des Nachbarn befand. Soweit keine Satzung in Ihrer Gemeinde den Schutz besagter Hecke vorsieht, kann Ihr Nachbar die Hecke auf seinem Grundstück auch ohne vorherige Information von Ihnen entfernen. Etwas anderes gilt nur, wenn die Heck auf der Grundstücksgrenze oder auf Ihrem Grundstück liegt.

Hinsichtlich des Baulärms haben die Bauarbeiter die Nacht- und Mittagesruhezeiten der betreffenden Gemeinde einzuhalten. Ebenfalls darf auch entsprechender Dreck nicht Ihr Grundstück belasten, bzw. ist in entsprechenden Fällen umgehend zu entfernen.

Die Ruhezeiten sind bei der Gemeinde zu erfragen. Im allgemeinen liegen diese zwischen 22 und 6 Uhr.

Ausnahmen gelten für Industriegebiete oder für besondere Fälle, in denen zuvor eine behördliche Genehmigung eingeholt wurde.

Soweit entsprechende Verstöße gegen die Nachtruhezeiten vorkommen und zu einer Ruhestörung führen, stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar.

Hinsichtlich der Abstandflächen ergeben sich diese aus der Landesbauordnung für das Land Schleswig-Holstein und betragen mindestens drei Meter gem. § 6 LbauO, soweit sich aus der betreffenden Wandhöhe nicht eine höhere Abstandsfläche ergibt.

Ich hoffe Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick verschafft zu haben.

Bei Unklarheiten oder Nachfragen nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Nachfrage vom Fragesteller 10.09.2007 | 01:20

Danke für die schnelle Antwort wenn auch für mich Negativ.

Hatte ich aber fast so erwartet.

Kurze Nachfrage: Gilt unter Verschmutzung auch zb. Sand bzw.
und erhäblicher Staub auf Haus und Gartenmöbel die
4-5 Meter entfernt von der Baustelle liegen bzw. stehen.

P.S. Für uns geht eine TRAUMgründstück gerade in einen Alptraum
über oh jähhh

Ergänzung vom Anwalt 16.09.2007 | 18:47

Sehr geehrter Ratsuchender,

gewöhnliche und ortsübliche Störungen, je nach Lage der Baustelle, sind hinzunehmen, wobei in einem Wohngebiet die Anforderung sicherlich anders sind als in einem Gewerbegebiet.

Bei einem Verstoß gegen die Grenzwerte einer Lärmbelästigung als auch gegen schädliche Immissionen (Sand) auf Ihrem Grundstück haben Sie einen zivilrechtlichen Unterlassungsanspruch. Zudem muß in einem solchen Fall die zuständige Baubehörde tätig werden, soweit sie informiert wird.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom
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