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Hecke auf unserm Grundstück

31.08.2009 13:21 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


14:18
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben im Mai 2009 ein Gründstück in Baden-Württemberg gekauft. Nach der Erfassung unseres Grundstückes haben wir gesehen dass die Hecke auf unserem Grundstück steht und uns dahinter noch mal 10m² gehören.
Daraufhin haben wir unseren Nachbarn, die auch erst seit einem Jahr dort wohnen mitgeteilt, dass wir die Hecke entfernen möchten.
Diese behauten nun, dass es wenn eine Thuja Pflanze die Grenzlinie schneidet eine Grenzhecke darstellt und da diese älter als 5 Jahre ist Bestandrecht herrscht und wir die Hecke nicht entfernen dürfen.
Wir halten das aber nicht für richtig, da wir beide den gleichen Verkäufer hatten. Da die beiden Grundstücke einer Person gehört haben denken wir nicht dass Bestandsrecht besteht, da ja keiner widersprechen konnte. Somit ist unserer Meinung nach Bestandsrecht nicht gegeben und wir möchten die Grenzen haben, wie wir sie gekauft und bezahlt haben.
Auf jeden Fall werden wir nun einen Vermesser kommen lassen um Grenzsteine zu setzen.
Was halten Sie von diesem Fall und was raten Sie uns? Macht es einen Unterschied, ob die Grenze die Hecke schneidet, oder nicht?
Vielen Dank im voraus.
31.08.2009 | 14:01

Antwort

von


(445)
Tannenforst 3
47551 Bedburg-Hau
Tel: 02821 8995153
E-Mail:

Sehr geehrte Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Wenn die Hecke auf Ihrem Grundstück steht, dann dürfen Sie diese auch entfernen. Dies ergibt sich aus dem Eigentumsrecht welches in § 903 BGB normiert ist. Der Eigentümer kann mit seinem Eigentum grundsätzlich nach Belieben verfahren.

Die Aussage des Nachbarn bezieht sich offenbar auf die Verjährung von nachbarrechtlichen Beseitigungsansprüchen aus § 26 Nachbarrechtsgesetz BW. Danach besteht für Anpflanzungen die nicht unter Beachtung der Abstandsregelungen in den §§ 12 bis 18 Nachbarrechtsgesetz (Hecken haben einen Mindestabstand von 50 cm einzuhalten) angepflanzt wurden ein Beseitigungsanspruch des Nachbarn. Dieser verjährt in fünf Jahren seit der Anpflanzung. Darum geht es im vorliegenden Fall gar nicht.

Vorliegend steht die Hecke auf Ihrem Grundstück und ist damit Ihrer Herrschaftsgewalt unterstellt. Ihre Nachbarn haben diesbezüglich keine Ansprüche. Sie sollten die Nachbarn mal bitten die Rechtsgrundlage für die getätigte Aussage zu benennen. Des Weiteren sollten Sie in jedem Fall Grenzsteine setzen lassen um Klarheit über den wirklichen Grenzverlauf zu erlangen.


Rückfrage vom Fragesteller 31.08.2009 | 14:11

Sehr geehrter Herr Meivogel,

vielen Dank für die schnelle Beantwortung.
Wenn es so ist ist die Rechtslage eindeutig, das ist schonmal sehr gut. Danke.
Bei der Bestandsaufnahme unseres Vermessers wurden keine Grenzsteine gestzt. Nun ist eben die Frage was passiert wenn sich nach Grenzsteinsetzung heraus stellt, dass die Grenzlinie einen Stamm der Hecke schneidet.
Gibt es dann ein Bestandrecht, oder nicht? Und wenn ja gilt es dann für die ganze Hecke, oder nur für den einen Stock?
Können wir Sie dann entfernen, oder nicht und welche Rolle spielt die Tatsache, dass wir beide den gleichen Vorbesitzer hatten.
Vielen Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 31.08.2009 | 14:18

Sehr geehrte Fragesteller,

wenn sich herausstellt, dass die Hecke auf der Grenze steht, dann ist dies ein nach dem Nachbarrechtsgesetz BW nicht zulässiger Umstand. Eine Errichtung auf der Grenze ist nach § 12 Nachbarrechtsgesetz BW grundsätzlich nicht gestattet. Damit hat der Betroffene einen Anspruch auf Beseitigung bzw. Rücksetzung gem. § 823 II i. V. m. § 1004 BGB i. V. m. § 12 NachbG BW . Somit können Sie gegenüber Ihrem Nachbarn hinsichtlich des grezüberschreitenden Stammes die Beseitigung verlangen.

ANTWORT VON

(445)

Tannenforst 3
47551 Bedburg-Hau
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