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Hecke auf Grenze vom Vormieter, als Gewohnheit übernommen.

01.06.2009 18:12 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

auf der Grundstücksgrenze links (NDS) wurde vor ca 30 Jahren von unserem Vormeiter eine Hecke gepflanzt. Als wir dort eingezogen sind, wurde uns von den Nachbarn (an der Hecke) mitgeteilt das diese Hecke uns gehöre und uns auch darum kümmern sollten. Was wir nun schon seit 23 Jahren machen. Seit 10 Jahren besitzen wir nun dieses Haus im Erbbaurecht.
Vor ca 3 Jahren sind dann neue Nachbarn auch als Eigentümer in das Nachbarhaus gezogen. Mit der Hecke wurde ohne Worte so weiterverfahren. Wir schneiden jedes Jahr die Hecke runter und der Nachbar hat seine Seite nur nachgestutzt. (Hauptschnitt wurde immer zum größten Teil von uns getätigt).
Nun wurde die Hecke dieses Jahr auch beschnitten, was ein Bekannter für uns erledigt hat, nur hat er die angeweisene Höhe falsch interpretiert und somit ist die Hecke nun ca 40 cm kürzer als sonst.
Was uns auch nicht sonderlich gestört hat.
Doch den Nachbarn, dieser hat erst vermutet wir wollten Ihn damit ärgern, was uns jedoch völlig fern liegt. Tage später hat unser Nachbar an den Grenzpunkten eine Schnur gespannt und fragte uns sich diese anzusehen. Damit viel die Hecke zu ca 60 / 40 auf seine Seite. Worauf er dann auf Sachbeschädigung kam, welches er nun nicht gross Aufhängen möchte. Dennoch möchte er eine Lösung, die Ihm in etwa den gleichhohen Schutz wie die Hecke gab, in kurzer Zeit wieder haben.
Er schlug soweit vor, das wir in Gemeinschaft (Kostenteilung) die Hecke rausreissen und die Löcher mit Mutterboden anfüllen.
Wo wir sicher nichts gegen haben, nur der Stichpunkt "Sachschaden" hat mich etwas stutzig gemacht. Deshalb die Frage ob der Nachbar damit im Recht läge, oder ist die Hecke eine Art Gewohnheit zu unseren Gunsten geworden? Alsmal die Hecke im Herbst eh wieder an Höhe gewonnen hat.
Oder hat er nur das Recht seine Seite der Hecke ab Grenze abzuschneiden (halbieren)?

Gruss

vdo

01.06.2009 | 20:19

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,


ein Gewohnheitsrecht hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse der Hecke werden Sie hier zwar nicht ableiten können; allerdings wird der Nachbar weder Ersatz des Sachschadens, noch sonstige Maßnahmen einfordern können. Nach Ihren Angaben ist vielmehr davon auszugehen, dass es eine gemeinsame Grenzhecke ist.


Einem (Mit-) Eigentümer steht wegen Beschädigung der Hecke kein nach § 249 BGB zu bemessener Schadensersatzanspruch zu, wenn die Wiederherstellung mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Beschädigung nicht zur Zerstörung der Pflanzen geführt hat und es sich weitestgehend wieder auswächst (OLG Köln, Urt. v. 13.11.1998, Az.: 20 U 66/98 ).

Und genau dieses ist hier nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung der Fall. Der Nachbarn wird sich also in Geduld üben müssen. Da eine Halbierung wahrscheinlich zur Beschädigung der Hecke führen würde, ist auch dieses zu untersagen.

Will er dieses alles nicht, sollten Sie den Schiedsmann der Gemeinde einschalten, um schnell und abschließend eine Regelung herbeizuführen.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle


ANTWORT VON

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