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Hausverwaltung will Hausgeld für die letzten 17 Monate. Erste Mahnung erst jetzt.


22.11.2007 02:52 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

ich bin der Eigentümer eines 1-Zimmer-Appartements in Mannheim.

Einige Monate nachdem ich die leerstehende Wohnung Anfang 2005 gekauft hatte,

wurde die Wohnungstür der direkt g e g e n ü b e r liegenden Wohnung (Abstand zu meiner Wohnungstür nur 1m) sehr stark beschädigt.

Es sah aus, als hätte jemand mit voller Wut ziellos mit der Axt
drauf geschlagen, um die Tür zu öffnen. Die Tür hatte mehrere
große Löcher.

(Beim Kauf der Wohnung sah die Wohnungstür gegenüber ganz normal aus, d.h. der Mieter gegenüber hat die Tür erst beschädigt, nachdem ich die gegenüber liegende Wohnung gekauft hatte.)

Die Versuche meine Wohnung zu vermieten, scheiterten Monate lang,

da die Mietinteressenten, bevor sie meine Wohnung betraten,
immer die Wohnungstür gegenüber sahen und sich immer mit den Worten verabschiedeten >>Hier scheint es immer Frieden zu geben.<<

Nachdem ich vergeblich versucht hatte, meine Wohnung zu vermieten, habe ich die Hausverwaltung mehrmals angerufen und klar gemacht,

dass die Vermietbarkeit meiner Wohnung durch die stark beschädigte Wohnungstür gegenüber nicht mehr gegeben ist

und ich als Wohnungseigentümer seit Monaten monatlich ca 110 EURO Hausgeld zahle und immer wieder Mahnschreiben mit Inkassodrohungen erhalte, obwohl meine Wohnung durch die beschädigte Wohnungstür (gegenüber) nicht vermietbar ist.

Da ich am Telefon damals sehr laut wurde, hat die Frau von der Hausverwaltung gesagt,

sie werde alles an den Chef der Hausverwaltung weiterleiten.

Und trotzdem wurde die Tür gegenüber fast weitere 10 Monate lang nicht ersetzt. Obwohl jemand drin wohnte, stand die Tür Tag und Nacht einen Spalt weit offen.

Die Tür sah aus wie nach einem Terroranschlag, dies ist wirklich nicht übertrieben.

Da ich aber nach diesem Telefongespräch kein Mahnschreiben mehr erhielt,habe ich sehr lange Zeit kein Hausgeld mehr überwiesen, da die durchlöcherte Tür gegenüber wie gesagt noch weitere sehr lange Zeit nicht ersetzt wurde

(mit dem Argument, der Mieter sei Hartz IV-Empfänger und könne die Tür nicht bezahlen. Außerdem würde er die Tür wieder beschädigen,wenn er wieder alkoholisiert ankommen und die Schlüssel nicht finden würde. Das sei nicht die erste Tür, die er bis jetzt beschädigt habe.)

In der Zeit, wo ich lange Zeit Hausgeld für eine nicht vermietbare Wohnung bezahlt habe,

habe ich meine jetzigen grauen Haare bekommen.
Vorher waren sie alle dunkelbraun.

Jetzt hab ich nach e x t r e m langer Zeit wieder eien Mahnung erhalten:
Inhalt :Zahlungsrückstand Hausgeldkonto:
Juni 2 0 0 6 bis November 2 0 0 7 jeweils 107 Euro= 1926 Euro + 10 Euro Mahngebühren.

1.Diesen Betrag muss ich doch nicht zahlen?
2.Nach so langer Zeit?
3.Ich denke ich muss nur die letzten Monate zahlen?

Ich habe in dieser Zeit (also Juni 2 0 0 6 bis Nov 2 0 0 7)überhaupt keine Mahnschreiben erhalten.

Normalerweise schickt man bei einem Zahlungsrücksatnd nach kurzer Zeit
die erste Mahnung,
dann etwas später
die zweite
und dann das übliche.

Man kann doch nicht nach fast 17 Monaten eine 1.Mahnung schicken in Höhe
von 1926 Euro + 10 Euro Mahngebühren.
Man muss mich doch früher mahnen.
Bitte helfen Sie mir.

Sehr geehrter Ratsuchender,

es ist nicht so, dass die zweite und dritte Mahnung geschrieben werden muss.

Mit dem Zahlungrückstand befinden Sie sich dann automatisch in Verzug, wenn nach dem Vertrag zu einem bestimmmten Zeitpunkt gezahlt werden muss. Weitere Mahnungen sind dann nicht erforderlich.

Hier ist auch nicht etwa eine Verjährung eingetreten, da es im Gegensatz zu mietrechtlichen Abrechnungen nicht erforderlich ist - Sie sind Eigentümer - innerhalb eines Jahres abzurechnen.

Demgemäß müssten Sie eigentlich zahlen, wobei Sie allerdings wegen der Untätigkeit aufgrund der beschädigten Nachbartür hier ein Zurückbehaltlungsrecht geltend gemacht haben.

Hier müssen Sie der Verwaltung deutlich machen, dass Sie Ihr Zurückbehaltungsrecht wegen der Nichtreparatur der Tür und der dadurch entstehenden Nichtvermietbarkeit Ihrer Wohnung geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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