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Hausverwaltung schickte Abrechnung nach Veräußerung an alte Anschrift - Haftung?

15.05.2015 10:36 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Ich habe im Sommer 2013 eine Wohnung in Düsseldorf verkauft (weil es umständlich wurde, die Vermietung von Berlin aus vorzunehmen), das Grundbuch wurde im Oktober 2013 auf den Käufer umgeschrieben. Seit April 2013 waren wir innerhalb Berlins umgezogen, der Hausverwaltung der WEG wurde die neue Anschrift auch umgehend mitgeteilt.

Nachdem ich mehrmals nachgefragt hatte, zuletzt am 31.07.2014 schriftlich, wo die Abrechnung für 2012 bleibt, rief mich letzte Woche (am 04.05.2015) die Verwaltung an, ob ich bitte meine aktuelle Anschrift mitteilen könnte, sie hätten Post für mich. Ich erhielt dann am folgenden Tag die Abrechnung für 2013 mit der Bitte, den Saldo umgehend auszugleichen. Ich forderte die Abrechnung für 2012 nach, da die Berechnungen einen Vortrag aus 2012 enthielten, und stellte fest, dass insgesamt über 500 EUR Nachzahlung von den damaligen Mietern bis zum Übergang auf den Käufer hätten nachgefordert werden können. Ich wies die Verwaltung darauf hin, dass ich diesen Schaden von der Summe abziehen werde, da meine aktuelle Anschrift bekannt war und sie daher den Schaden zu vertreten hätten. Die Verwaltung jedoch weigert sich und beruft sich auf "Harz-Kääb-Riecke-Schmid, Miet- und Wohnungseigentumsrecht 3. Aufl. Seite 475, Rn. 827". Außerdem wird behauptet, da es keine Postrückläufer gab (was ich nicht überprüfen kann), wären die Abrechnungen (die jeweils im Oktober des Folgejahres erstellt wurden) ordentlich zugestellt worden.

Wie ist hier die rechtliche Einschätzung: Kann ich die Summe von der Verwaltung einfordern bzw. - was mir lieber wäre - von der Nachzahlung einbehalten?

Kleine Nebenbemerkung: die Berechnungen der Verwaltung sind ziemlich intransparent (große Unterschiede zwischen Einzelkontoauszug und Gesamtabrechnung), ich komme auf Grundlage der Abrechnung und der von mir getätigten Zahlungen zu anderen Salden - was ich mitgeteilt habe (samt Berechnungsgrundlage), woraufhin mir ein nochmal anderer Saldo genannt wurde, jedoch ohne Offenlegung der Berechnung. Das spricht für jede Menge Chaos seitens der Verwaltung; auch dass die Abrechnungsspitzen nicht vom Käufer eingefordert wurden (der ja nunmal der WEG gegenüber haftet und mich dann - vermutlich zeitnah, dann hätten mir auch die Abrechnungen vorgelegen - um internen Ausgleich gebeten hätte), zeugt nicht gerade von juristisch präzisem Vorgehen...

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie müssen jedenfalls den Nachweis erbringen können, dass Sie eine neue Adresse mitgeteilt haben bzw. einen Nachsendeauftrag eingerichtet haben.

Dass es keinen Rücklauf bei der Post gegeben hat, ist zugunsten der Hausverwaltung demgegenüber nur ein Indiz.

Im Übrigen ist auch fraglich, ob hier der Zugang der Abrechnung zur einer anderen Kostenverteilung führen darf, da dieses nach den Verträgen und dem Gesetz klar geregelt ist.

Ich würde das daher weiterhin rügen und hier die sonstigen Einwendungen im Hinblick auf die anderen Unregelmäßigkeiten rügen.

Die 500,. Euro würde ich daher wie von Ihnen angekündigt aufrechnen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 15.05.2015 | 15:07

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Was genau meinen Sie mit " Im Übrigen ist auch fraglich, ob hier der Zugang der Abrechnung zur einer anderen Kostenverteilung führen darf"? Dass die Abrechnung über den Käufer hätte erfolgen müssen, da ich ja zu der WEG-Versammlung (als nicht-mehr Eigentümer) weder geladen wurde noch ein Stimmrecht gehabt hätte? (Im Innenverhältnis hafte ich ihm gegenüber doch ohnehin?) Oder meinen Sie, dass die Selbstkorrektur der Salden durch den Verwalter doch etwas seltsam anmutet?
Vielen Dank für eine kurze Klärung.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.05.2015 | 18:23

Sehr geehrter Fragesteller,

ich antworte Ihnen gerne wie folgt:

Ja, das hat damit zu tun und kann nicht durch die Teilungserklärung, Beschlüsse und Verträge anders geregelt werden.
Die Abrechungsphasen bzw. -zeiträume ändern sich ja nicht.

Ich hoffe, Ihnen damit weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

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