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Hausverwaltung berechnet ETG Verwaltungshonorar für Fenstererneuerung

| 13. April 2014 12:33 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Auf der letzten ETG-Versammlung wurde die Fenstererneuerung der Wohnanlage beschlossen. Die Sanierungskosten betragen ca. 200.000 Euro. In einem Entwurf
der Sonderumlage an die Eigentümer berechnet die Hausverwaltung ein Verwaltungshonorar von ca. 18.000 Euro. Nach meiner Nachfrage eine detaillierte Aufstellung des Verwaltungshonorars zuzuschicken bekomme ich die Mitteilung, daß die Abrechnung nach HOAI auf Basis der tatsächlichen Kosten der Maßnahme, die zum
jetzigen Zeitpunkt noch nicht vorliegen, vorgenommen ist.
Im Internet habe ich einen HOAI Schnellrechner online Version gefunden. Ich habe das Leistungsbild 2013 § 34 Gebäude angewählt, die Honorarzone Zone III/Honorarsatz Mittelsatz und die Leistungsphasen Objektüberwachung-Bauüberwachung und Dokumentation sowie Objektbetreuung angeklickt und komme auf ein Bruttohonorar von 12.500 Euro.
Meine Frage ist, ob die Hausverwaltung überhaupt der ETG ein Verwalterhonorar berechnen darf. Die Hausverwaltung hat 4 Angebote eingeholt und die ETG hat das Angebot der mittleren Preiskatergorie ausgewählt. Nach Auftragserteilung durch die Hausverwaltung, die vertraglich eine monatliche Vergütung von den Eigentümern erhält, müßte doch die Honorarforderung rechtswidrig sind. Der Hausverwalter ist weder Architekt noch Ingenieur und auch die Baumaßnahme dürfte nicht von einem selbigen begleitet werden.

13. April 2014 | 13:57

Antwort

von


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26131 Oldenburg
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Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Es kommt in erster Linie darauf an, was im Verwaltervertrag vereinbart wurde. Enthält der Vertrag hierzu keine besonderen Bestimmungen, gilt zunächst der Grundsatz, dass alle gesetzlichen Pflichtaufgaben des Verwalters von der Grundvergütung abgedeckt sind, vgl. z.B. BGH in NJW 1993, Seite 1924 . Dementsprechend wurde beispielsweise auch eine Sondervergütung in Höhe von 5% der Bausumme wegen der Organisation von Instandsetzungsarbeiten für unwirksam erachtet (OLG Düsseldorf in NZM 1999, Seite 267 ).

Bei besonders aufwändiger Bauüberwachung etc. ist aber ausnahmsweise eine solche Sondervergütung zulässig, vgl. OLG Köln in NZM 2001, Seite 470 . Planungsleistungen können dann auch analog der HOAI abgerechnet werden, OLG Hamm in NZM 2001, Seite 49 .

Kurz gesagt: Erbringt die Hausverwaltung Architekten- bzw. Ingenieurleistungen, geht dies über den nach den §§ 27 , 28 WEG von dem Verwalter geschuldeten Leistungsumfang hinaus und kann deshalb Gegenstand der Vereinbarung über eine Sondervergütung unter analoger Anwendung der HOAI sein. Das Einholen von Angeboten ohne besondere weitere Planungsleistungen ist dagegen regelmäßig von der Grundvergütung abgedeckt.


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Bewertung des Fragestellers 13. April 2014 | 17:17

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 13. April 2014
5/5,0

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