Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
505.542
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Hausverwaltung WEG Vertragsende

| 12.10.2018 14:06 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Wir sind eine kleine WEG, 3 Wohnungen, 2 Eigentümer. Lt. Teilungserklärung müssen alle Beschlüsse einstimmig gefasst werden.
Leider sind wir sehr zerstritten, z.B. über die Frage der geeigneten Hausverwaltung. Die Eigentümer konnten sich 2017 nicht auf eine Firma einigen, meine Miteigentümerin verklagte mich. Diese Klage wurde abgewiesen. Die WEG fasste aaber den Beschluss, eine bestimmte Hausverwaltung für 2 Jahre zu bestellen, auf die wir uns dann geeinigt hatten, ausdrücklich befristet bis zum 31.12.2018. Das Gericht beschloss dann, diesen Verwalter für den genannten Zeitraum einzusetzen. Ein Verwaltervertrag, ebenfalls ausdrücklich befristet bis zum 31.12.2018 und rückwirkend ab 1.1.2017, folgte.

Auf der WEG-versammlung 8/2018 wurde nicht beschlossen, den Vertrag zu verlängern, da ich sehr unzufrieden mit der Verwaltung war (Parteilichkeit, setzte Beschlüsse nicht um etc.) . Ich begann, Angebote für Verwaltungen ab dem 1.1.2019 einzuholen.

Nun erfuhr ich - und auf mehrere Nachfragen bestätigte die jetzige Verwaltung es mir -, dass es eine Verabredung zwischen meiner Miteigentümerin und der jetzigen Verwaltung gibt, dass diese die Verwaltung als Interimsverwalter ab dem 1.1.2019 übernimmt - mir wurde dies bewusst verschwiegen. Ich hatte der Miteigentümerin zwischenzeitlich das Verwaltungsübernahmeangebot einer neuen Verwaltung zur Abstimmung zugesandt. Darauf hat sie nicht reagiert, sondern die Verwaltung angerufen und behauptet, dass es keinen Bedarf gibt (dies hat mir die Verwaltung schriftlich bestätigt).

Meiner Ansicht nach hintertreibt die Miteigentümerin die Bestellung einer neuen Verwaltung. Und meiner Ansicht nach Bedarf es auch für die Einsetzung einer Interimsverwaltung eines Beschlusses der WEG.

Oder irre ich mich? Gibt es einen Weg, dass die Verwaltung, deren Vertragsverlängerung nicht beschlossen wurde (der Vertrag läuft aus, bedarf keiner Kündigung) gegen meinen Willen weiter als Interimsverwaltung fungiert? Und falls ja, kann ich das verhindern?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sowohl Bestellung als auch Vertrag laufen zum Ende des Jahres aus. Nach Ihren Angaben setzt eine Verlängerung des Vertrages verbunden mit einer Wiederbestellung des Verwalters einen einstimmigen Beschluss voraus, der in Ihrem Fall aber nicht vorliegt.

Damit endet die Verwaltertätigkeit der aktuellen Verwaltung zum Ende des Jahres und die WEG wird verwalterlos, wenn bis dahin nicht eine wirksame Bestellung der alten oder einer neuen Verwaltung vorgenommen wurde oder auf Antrag eines Eigentümers erneut eine gerichtliche Bestellung erfolgt. Eine Wiederbestellung und Vertragsverlängerung des bisherigen Verwalters ohne wirksamen Beschluss und damit gegen Ihren Willen ist nicht möglich, auch nicht übergangsweise. Das Gesetz duldet in diesen Fällen eine verwalterlose WEG, der bisherige Verwalter besitzt keine Berechtigung/Verpflichtung mehr zur Verwaltung.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 14.10.2018 | 09:32

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"klare Antwort, sehr verstaendlich, auf den Punkt"
Stellungnahme vom Anwalt: