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Hausverwaltung WEG Vertragsende

| 12.10.2018 14:06 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Wir sind eine kleine WEG, 3 Wohnungen, 2 Eigentümer. Lt. Teilungserklärung müssen alle Beschlüsse einstimmig gefasst werden.
Leider sind wir sehr zerstritten, z.B. über die Frage der geeigneten Hausverwaltung. Die Eigentümer konnten sich 2017 nicht auf eine Firma einigen, meine Miteigentümerin verklagte mich. Diese Klage wurde abgewiesen. Die WEG fasste aaber den Beschluss, eine bestimmte Hausverwaltung für 2 Jahre zu bestellen, auf die wir uns dann geeinigt hatten, ausdrücklich befristet bis zum 31.12.2018. Das Gericht beschloss dann, diesen Verwalter für den genannten Zeitraum einzusetzen. Ein Verwaltervertrag, ebenfalls ausdrücklich befristet bis zum 31.12.2018 und rückwirkend ab 1.1.2017, folgte.

Auf der WEG-versammlung 8/2018 wurde nicht beschlossen, den Vertrag zu verlängern, da ich sehr unzufrieden mit der Verwaltung war (Parteilichkeit, setzte Beschlüsse nicht um etc.) . Ich begann, Angebote für Verwaltungen ab dem 1.1.2019 einzuholen.

Nun erfuhr ich - und auf mehrere Nachfragen bestätigte die jetzige Verwaltung es mir -, dass es eine Verabredung zwischen meiner Miteigentümerin und der jetzigen Verwaltung gibt, dass diese die Verwaltung als Interimsverwalter ab dem 1.1.2019 übernimmt - mir wurde dies bewusst verschwiegen. Ich hatte der Miteigentümerin zwischenzeitlich das Verwaltungsübernahmeangebot einer neuen Verwaltung zur Abstimmung zugesandt. Darauf hat sie nicht reagiert, sondern die Verwaltung angerufen und behauptet, dass es keinen Bedarf gibt (dies hat mir die Verwaltung schriftlich bestätigt).

Meiner Ansicht nach hintertreibt die Miteigentümerin die Bestellung einer neuen Verwaltung. Und meiner Ansicht nach Bedarf es auch für die Einsetzung einer Interimsverwaltung eines Beschlusses der WEG.

Oder irre ich mich? Gibt es einen Weg, dass die Verwaltung, deren Vertragsverlängerung nicht beschlossen wurde (der Vertrag läuft aus, bedarf keiner Kündigung) gegen meinen Willen weiter als Interimsverwaltung fungiert? Und falls ja, kann ich das verhindern?
12.10.2018 | 15:26

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sowohl Bestellung als auch Vertrag laufen zum Ende des Jahres aus. Nach Ihren Angaben setzt eine Verlängerung des Vertrages verbunden mit einer Wiederbestellung des Verwalters einen einstimmigen Beschluss voraus, der in Ihrem Fall aber nicht vorliegt.

Damit endet die Verwaltertätigkeit der aktuellen Verwaltung zum Ende des Jahres und die WEG wird verwalterlos, wenn bis dahin nicht eine wirksame Bestellung der alten oder einer neuen Verwaltung vorgenommen wurde oder auf Antrag eines Eigentümers erneut eine gerichtliche Bestellung erfolgt. Eine Wiederbestellung und Vertragsverlängerung des bisherigen Verwalters ohne wirksamen Beschluss und damit gegen Ihren Willen ist nicht möglich, auch nicht übergangsweise. Das Gesetz duldet in diesen Fällen eine verwalterlose WEG, der bisherige Verwalter besitzt keine Berechtigung/Verpflichtung mehr zur Verwaltung.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

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Bewertung des Fragestellers 14.10.2018 | 09:32

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