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Hausverwaltung & Miteigentum


27.06.2005 13:04 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich und mein Bruder sind Miteigentümer eines Grundstücks zu 50%/50%. Unsere Mutter hat Niessbrauch auf je 6/8.

Zum 01.01.2004 haben wir die Hausverwaltung gewechselt.

Da neuer Verwalter nicht geschafft hat zum 31.12.2005 ein Hausbankkonto einzurichten, hat ex- Verwalter, ohne mit mir und meinem Bruder es zu besprechen, den ganzen restlichen Bankbestand auf das Konto der Niessbraucherin überwiesen. Das hat er uns am 31.12.2003 in einem Brief mitgeteilt. Die Höhe des Betrages wurde in dem Brief nicht genannt.

Ende Januar 2004 hatten wir einen Termin mit dem neun Hausverwalter vereinbart. Kurz davor teilt mir meine Mutter mit- sie hätte das Geld auf das Konto der neuen Hausverwaltung überwiesen.

Nach mehreren Monaten merkte ich, dass dem Hausbankkonto nie einen Betrag in der Höhe von X EUR (alter Bankbestand) gutgeschrieben war.

Auf meine Frage, wo das Geld geblieben ist, antwortete der Hausverwalter: „wir haben das Geld mit der Ausgaben Ihrer Mutter verrechnet“. Ich war so irritiert, dass nichts gesagt habe.

Als ich den Hausverwalter nochmals darauf ansprach, antwortete er: „Ihre Mutter hat mir versichert, dass Sie das Geld zwischen den Eigentümer ( ich und mein Bruder) verteilt hat.“ Darauf fragte ich meinen Bruder, ob er seinen Anteil aus dem alten Bankbestand tatsächlich von der Mutter bekämme, er bejagte dies.

Der Vertrag mit neuem Hausverwalter läuft ab 01.01.2004 (für zwei Jahre), wurde aber einige Wochen später und ausschliesslich vom meinen Bruder und meiner Mutter unterschrieben.

1.Hat jetziger Hausverwalter für den Bankbestand, der auf das Konto meiner Mutter vom ex- Hausverwalter überwiesen wurde, die Verantwortung zu tragen?

2.Falls ja, kann ich ihm die Verantwortungslosigkeit vorwerfen und das als Kündigungsgrund nennen? Kann ich ohne Einverständnis des Miteigentümer und der Niessbraucherin den Hausverwaltervertrag kündigen?

Meine Mutter und mein Bruder sind leider dies bezüglich nicht ansprechbar.

Der Betrag des verschwundenes Geldes ist nicht von der Wichtigkeit.

Ich will auf keinem Fall eine gerichtliche Auseinandersetzungen mit meiner Mutter, aber wie und von wem sonst kann ich mir zustehendes Geld bekommen, oder mindestens den ex- Bankbestand auf das Hausbankkonto gutschreiben lassen.

Ich folge hier der Empfehlung von „frag-einen-anwalt.de“: „Ich bin nicht daran interessiert, welche Gesetze greifen.“

Vielen Dank für Ihre Hilfe.







27.06.2005 | 13:39

Antwort

von


8 Bewertungen
Am Markt 66
26506 Norden
Tel: 04931/983740
Web: www.wiebersiek.de
E-Mail:
Guten Tag,

Ihre Fragen will ich gerne beantworten, ohne große Gesetzesangabe.

Zunächst einmal etwas grundsätzliches:
sie und ihr Bruder sind die Eigentümer und sie bestimmen zusammen, was mit der Verwaltung, dem Hausgeld, um sonstigen Dingen passiert. Weder der Hausverwalter noch ihre Mutter bestimmen, wo irgendwelches Geld von irgendwelchen Konten bleibt!

Der alte Hausverwalter kann nicht einfach das Geld irgendwohin überweisen. Wenn er nicht gewußt hätte, wohin er mit befreiender Wirkung zahlen kann, dann hätte er dem Betrag beim Amtsgericht hinterlegen müssen. Beide Eigentümer hätten dann gemeinsam die Hinterlegungsstelle anweisen müssen, wohin das Geld von dort gezahlt werden soll. Wenn keine Vereinbarung vorliegt, daß das Geld an ihre Mutter gezahlt werden sollte, dann können Sie die Zahlung von den alten Verwalter auf das neue Hausgeldkonto verlangen (wenn ihr Bruder als zweiter Eigentümer zustimmt). Der alte Hausverwalter müsse dann das Geld von ihrer Mutter zurückverlangen nun, etc.

Wenn der neue Hausverwalter von dem Zahlungseingang ihrer Mutter quasi überrascht worden ist und er keine Verrechnungsbestimmung hat, so kann er das Geld nicht irgendwie verbuchen, schon gar nicht, wenn der damit rechnen muß, dass es sich um Hausgeld handelt. Wenn ihre Mutter eine offene Forderung bei dem Hausverwalter hatte und der neue Verwalter mit dem Zahlungseingang die Rechnung begleicht, dann hat ihre Mutter diesen Betrag eben noch auszugleichen, und zwar an die Wohnungseigentümergemeinschaft. Wichtig ist, daß der gesamte Bestand aus 2003 komplett auf das neue Konto überwiesen wird.

Wenn ihre Mutter oder ihr Bruder das Geld abgezweigt haben und sie keine Klage wünschen, dann könnte der gesamte einbehaltene Bestand als Entnahme in der Hausverwalter gebucht werden, mit der Folge, daß in der nächsten Hausgeld Abrechnung ein entsprechender Nachzahlungsbetrag besteht. Dies klappt natürlich nur bei ihrem Bruder, weil ihre Mutter keine Abrechnung erhält. Für den Betrag, den ihre Mutter einbehalten hat, haftet sie der Eigentümergemeinschaft. Gegen eine Zahlungsverweigerung hilft dann leider nur eine gerichtliche Ausnahmeverletzung.

Wenn der Vertrag mit dem neuen Hausverwalter von ihrer Mutter in Vertretung für sie unterzeichnet worden ist, dann dürfte er wirksam sein. Der Vertrag dürfte ja in einer Eigentümerversammlung beschlossen worden sein. Ist dies nicht der Fall, so sollte dies als Tagesordnungspunkt auf der nächsten Sitzung gesprochen werden. Der Vertrag ist am 1.1.2004 dann auch nicht zustandegekommen. Zu Ihren Fragen:

1.Hat jetziger Hausverwalter für den Bankbestand, der auf das Konto meiner Mutter vom ex- Hausverwalter überwiesen wurde, die Verantwortung zu tragen?

Nein, hat er nicht, allenfalls für die Verrechnung auf seine Forderungen.

2.Falls ja, kann ich ihm die Verantwortungslosigkeit vorwerfen und das als Kündigungsgrund nennen? Kann ich ohne Einverständnis des Miteigentümer und der Niessbraucherin den Hausverwaltervertrag kündigen?

Siehe oben, gegebenenfalls ist der Vertrag gar nicht wirksam. Wenn das Vertrauensverhältnis zum Verwalter gestört ist, dann sollen sie sowieso einen neuen (zusammen mit ihrem Bruder) suchen. Abgesehen von der Forderungsverrechnung, dem späten Einrichten des Kontos und der mäßigen Kommunikation kann ich keine weiteren Fehler des Verwalters erkennen. Meines Erachtens reicht es aus, wenn man ihn auf die vorgenannten Fehler anspricht und zukünftig eine korrekte Vorgehensweise wünscht.

Mit freundlichen Grüßen
Wiebersiek
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 29.06.2005 | 14:19

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich habe mich nicht genug deutlich ausgedruckt.
Meine Mutter hat das Geld nie auf das neue Hauskonto überwiesen. Der neue Verwalter wusste das, selbstverständlich,und hat mich angelogen in dem er sagte: „...das Geld haben wir mit den Ausgaben Ihrer Mutter verrechnet“. Die Mutter hat das Geld einfach behalten.

Der Vertrag mir der neue Hausverwaltung wurde nur von meinem Bruder unterschrieben. Ist der Vertrag gültig?
Die Mutter hat meinem Bruder sein Teil ausgezahlt. Ich bin der einzige, der benachteiligt ist. Mein Bruder und meine Mutter entscheiden alles zusammen, ohne mich nachzufragen; sie meinen, dass er, als Miteigentümer, und die Mutter, als Niessbraucherin, haben zwei Stimmen in der Erbengemeinschaft und das wäre ausreichend, um alles ohne mich zu entscheiden. So haben sie z.B. im Jahr 2002 über die Höhe der Eigentümerentnahmen und Rücklagen selbst entschieden. Haben sie dazu recht? Falls mein Eigentümerrecht verletzt ist, kann ich, um mich zu schützen, allein, ohne meinen Bruder etwas unternehmen ?
Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.06.2005 | 08:43

Ihre Mutter ist nicht Hausverwalterin oder Eigentümerin. Sie hat gar nichts zu entscheiden.
Ihr Bruder kann nur mit ihnen zusammen bestimmen, was in der Eigentümergemeinschaft passiert. Alles andere ist entweder anfechtbar oder nichtig.
Fordern Sie über den neuen Hausverwalter den alten Verwalter auf, das Geld richtig zu überweisen und zwar auf das Hausgeldkonto. Soll der alte Verwalter sehen, woher er das Geld bekommt.
Macht der neue Verwalter das nicht mit, sollten Sie zum Anwalt in Ihrer Nähe gehen, denn dann müssen, weil ihr Bruder wohl nicht mitmacht, durchzuführende Maßnahmen erarbeitet werden. Dafür ist diese Forum leider nicht geeignet.
Mit freundlichen Grüßen
Wiebersiek
Rechtsanwalt

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