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Hausverwaltung - Hauversicherungen

| 28.03.2009 20:30 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte um Beantwortung folgender Frage:

Darf eine Hausverwaltung im Rahmen einer Gebäudeversicherung auch die Sondereigentumseinheiten z. B. gegen Wasserschaden versichern?

Der Fall:

Ein Messie bewohnte mehrere Jahre eine Wohnung im 1. Stock in einem dreistöckigen Mehrfamilienhaus. Wegen Gestank etc. kämpften wir mehrere Jahre, dass diese div. Belästigungen aufhören. Endlich einigte sich der Vermieter der Wohnung mit dem Messie, dass die Wohnung geräumt wird.

Kaum ist der Messie ausgezogen, stellte der Vermieter fest, dass die Wand zwischen dem Badezimmer und Wohnzimmer bis zu einer Höhe von 70 cm nass (nicht feucht) war.

Hierzu muss ich bemerken, dass mein Nachbar und ich (wir wohnen zwei Etagen über der ehemaligen Messie-Wohung) zur nächtlichen Zeit stundenlang das Rauschen des Badewassers gehört haben. Unsere Aufzeichnungen ergaben, dass es nicht um einen Badevorgang gehen konnte, weil das Wasser 3-5 Stunden lang in die Badewanne gelaufen ist. Durch die dumpfen Geräusche hatte man den Eindruck, dass das Wasser nicht in die leere Badewanne lief.

Über unsere Eindrücke incl. der terminlichen Aufzeichnungen haben wir die Hausverwaltung informiert, als wir erfuhren, dass zwischenzeitlich „Ortungsfachleute für Wasserschaden“ bestellt worden sind, die das „Leck“ versuchten ausfindig zu machen.

Summa summarum ist dann herausgekommen, dass der durch den Mieter verursachte Wasserschaden in der Wohnung (nicht übergreifend auf andere Einheiten) von der Hausverwaltung an die Gebäudeversicherung gemeldet wurde.

Auf unsere Anfrage bei der Hausverwaltung wurde uns mitgeteilt, dass durch die Gebäudeversicherung auch die Sondereigentumseinheiten gegen Wasserschäden mitversichert sein.

Die momentane Situation ist, dass der Gebäudeversicherer den Vertrag kündigen will, weil in den letzten fünf Jahren mehrere Versicherungsfälle durch die Hausverwaltung gemeldet wurden. Der Versicherer hat der Hausverwaltung mitgeteilt, entweder nimmt die Eigentümergemeinschaft eine 30-%-Erhöhung des Versicherungsbeitrages incl.
1.500 EUR Selbstbeteiligung in Kauf oder der Versicherungsvertrag wird gekündigt.

Meines Wissens nach darf eine Hausverwaltung nur Versicherungen abschließen, die das Gemeinschafseigentum betreffen. Damit soll verhindert werden, dass die ET-Gemeinschaft im Schadensfall gegenüber Sondereigentümern oder Dritten finanziell belastet wird, wenn Schaden durch Gebäudeteile verursacht werden, die im Gemeinschaftseigentum stehen.

Ich bitte um Ihren Expertenrat. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

eg1947



Sehr geehrte Ratsuchende,

ich möchte Ihre Frage auf Grund des dargelegten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich weise darauf hin, dass dies einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient und ein ggf. persönliches Beratungsgespräch bei einem Anwalt Ihrer Wahl nicht ersetzt.

Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann die rechtliche Beurteilung beeinflussen.

Dies vorangestellt beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Schließt eine Wohnungseigentümergemeinschaft einen Gebäudeversicherungsvertrag ab, wird die Eigentümergemeinschaft Versicherungsnehmer, der einzelne Wohnungseigentümer ist lediglich Mitversicherter (OLG Frankfurt 12.4.2006 – 7 U 88/05, VersR 2006, 1636; OLG Hamm 3.1.2008 – 15 W 420/06; OLG Hamm 3.3.1995 – 20 U 335/94, VersR 1996, 1234).

Versichert ist das Sachersatzinteresse jedes Wohnungseigentümers, mithin das Interesse, nicht auf Ersatz von Sachschäden am Gemeinschaftseigentum und am Sondereigentum der übrigen Eigentümer in Anspruch genommen zu werden (BGH 28.3.2001 – IV ZR 163/99, VersR 2001, 713).

Es umfasst ist damit sowohl Gemeinschafts- als auch Sondereigentum.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Bestehende Unklarheiten beantworte ich Ihnen gern innerhalb der kostenlosen Nachfragefunktion, wobei ich darum bitte, die Vorgaben dieses Forums zu beachten.

Darüber hinausgehende Fragen beantworte ich Ihnen gern im Rahmen einer Mandatserteilung.
Durch eine Mandatserteilung besteht auch die Möglichkeit einer weiterführenden Vertretung.
Die Kommunikation bei größerer Entfernung kann via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen und steht einer Mandatsausführung nicht entgegen.


Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 30.03.2009 | 18:27

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"Meine klare Frage, die ich mit einem Satz gestellt hatte, wurde nicht beantwortet. Eine sowohl als auch Antwort war nicht der Gegenstand meiner Frage."
Stellungnahme vom Anwalt:
Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für Ihre konstruktive Kritik, die hilft, dieses Forum qualitativ zu verbessern.

Sofern nach meiner Beantwortung noch Unklarheiten bestanden, ist jedoch nicht nachvollziehbar, warum Sie die kostenlose Nachfragefunktion, die dieses Forum bietet, nicht nutzen.

Ungeachtet dessen, dürfte Ihre Frage, entsprechend Ihres Einsatzes, auch eindeutig beantwortet sein. Eine, wie Sie es bezeichnen, "sowohl als auch Antwort" sollte nicht mit einer "entweder oder Antwort" verwechselt werden.

Ihre Frage zielte darauf ab, ob nur Gemeinschaftseigentum durch die Gebäudeversicherung zu versichern ist. Dem ist nicht so, was sich aus der Beantwortung Ihrer Frage ergibt. Es ist sowohl Sonder- als auch Gemeinschaftseigentum versichert, also beides, also Sonder- und Gemeinschaftseigentum.

Sofern die Beantwortung nicht das von Ihnen gewünschte Ergebnis trägt, bedauere ich das zu tiefst.

Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt