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Hausvers. wurde Vorbesitzer gekündigt > Wasserschaden


05.10.2006 14:34 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Wir haben aus einer Zwangsversteigerung ein Haus erworben.

Ohne zu wissen ob für dieses Haus eine Versicherung existiert, war unser erster Weg am gleichen Tag der Versteigerung, zur Versicherung um eine neue Hausversicherung (Sturm, Leitungswasser, hagel etc. pp) abzuschließen.

Nun hat sich rausgestellt, dass doch eine Versicherung existieren solle... (dazu später mehr)

nach nun rund 2 Wochen Hausbesitz (der ehem. Eigentümer bewohnt dieses noch), hat sich ein gravierender (schleichender) Wasserschaden rausgestellt.

Die Kaltwasserleitung zur Küche ist undicht. Jedoch in dem Maße das kein Wasser am Boden zu sehen ist, sondern, dass der Eßtrich sich im laufe von Monaten vollgesogen hat. Das Wasser kommt langsam nun auch die Wände hoch und Schimmel ist zu sehen.
Überschüßiges Wasser kann nicht in den Keller, Da dort kein Keller vorhanden (Teilunterkellert), sondern drückt bereits nach draußen. Allerdings kein Rinnsaal, sondern eher tropfenweise. Außen an der Wand sammeln sich kleinere Laachen.

Nach Melden des Schadens bei der alten Versicherung, stellt sich jetzt raus, dass der Beitrag vom alten Besitzer seit Anfang 2006 nicht mehr bezahlt wurde und die Versicherung den Vertrag zum 01.07.2006 gekündigt hatte.

Jetzt die Frage:

Haben wir irgendeine Chance, doch noch von der alten Versicherung oder unserer Neuen (der Schaden ist ja viel Älter) den Schaden ersetzt zu bekommen?

Gruß und Danke




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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Der neue Versicherer muss nicht für bereits bestehende Schäden aufkommen.

Zudem dürfte der alte Versicherer gemäß § 39 Absatz 2 VVG aufgrund des Zahlungsverzugs von der Verpflichtung frei geworden sein, Sie sollten allerdings prüfen, ob die dafür notwendige Frist gesetzt wurde:

§ 39

(1) Wird eine Folgeprämie nicht rechtzeitig gezahlt, so kann der Versicherer dem Versicherungsnehmer auf dessen Kosten schriftlich eine Zahlungsfrist von mindestens zwei Wochen bestimmen; zur Unterzeichnung genügt eine Nachbildung der eigenhändigen Unterschrift. Dabei sind die Rechtsfolgen anzugeben, die nach den Absätzen 2, 3 mit dem Ablauf der Frist verbunden sind. Eine Fristbestimmung, die ohne Beachtung dieser Vorschriften erfolgt, ist unwirksam.

(2) Tritt der Versicherungsfall nach dem Ablauf der Frist ein und ist der Versicherungsnehmer zur Zeit des Eintritts mit der Zahlung der Prämie oder der geschuldeten Zinsen oder Kosten im Verzuge, so ist der Versicherer von der Verpflichtung zur Leistung frei.


Zu beachten ist aber, dass der Versicherer nur für Schadensfälle frei wird, die nach Ablauf der Frist eintreten.

Geklärt werden müsste also, wie lange die Schäden schon vorliegen, da dies -mindestens ein- Gutachten erfordert und für beide Seiten zu einem Kostenrisiko führt, ist zumindest eine Vergleichslösung mit dem alten Versicherer realistisch.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt


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