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Hausverkauf während der Scheidung


14.07.2006 12:42 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich habe mich 2003 von meinem Mann getrennt und binn mit meinen 2 kindern aus unserem gemeinsammen Haus ausgezogen.(wir stehen beide im Grundbuch und sind beide kreditnehmer bei der Bank, Ehe läuft auf Zugewinngemeinschaft) kurz darauf ist er auch ausgezogen zu seiner Bekannten. das Haus stand bis jetzt leer!!!
Ich habe Anfang diesen Jahres die Scheidung eingereicht und Käufer für das Haus gesucht und gefunden.Mein Mann führt aber nun einen sinnlosen Rosenkrieg und stellt sich gegen alles auch wenn es zum Nachteil für Ihn selber ist .Er willigt dem Hausverkauf nicht zu obwohl ein Gewinn von ca 40.000 € entstanden wäre.Er hat jeden Käufer vertrieben mit den Worten das Haus sei unverkäuflich. Sein Plan ist es mich für alles bezahlen zu lassen und er wieder in das Haus zieht. Nach meinem Auszug aus dem Haus habe ich die Raten für das Haus nicht mehr gezahlt.
und der bei der Bank Aufschub erwirkt bis ein Käufer gefunden wird. Da mein Mann sich weigert, wollte die Bank nun von uns die EV die mein Mann prompt unterschrieb und kurz danach in das Haus wieder einzog. Das Haus steht mit ca. 150.000 € noch zu Buche bei der Bank von 180.000 € ursprünglicher Kreditsumme.
Ich würde das Haus gern allein übernehmen wenn abgesichert werden könnte das mein Mann aus dem Grundbuch ausgetragen wird. Ich habe schon wärend unserer Ehe Auto,Urlaub und Hausrate alleine getragen, weil mein Mann nur ca 1000 € verdiente und ich ca.1800 €. Zur zeit gehe ich verkürzt abeiten und habe ca 1500 € die Hausrate von ca.780 € könnte ich locker bezahlen wenn ich wieder vollzeit arbeiten würde ca. 2000 €
Meine FRAGE: Kann ich meinen Mann zwingen einem Verkauf des Hauses zuzustimmen? zumal er ja eine EV abgegeben hat und keinen cent bezahlen will. Oder kann ich der Zwangsversteigerung des Hauses zustimmen auch ohne das ich die EV abgeben muß, so das ich selbst mitsteigern kann ? Denn nach Abgabe der EV wäre ich nicht mehr Kreditwürdig dies möchte ich vermeiden. nach Auskunft der Bank ist es nicht möglich das mein Mann selbst nach seiner EV aus dem Grundbuch gestrichen wird und ich das Haus übernehme. Und kann ich meinen Mann auf Schadenersatz verklagen wegen der entgangenen 40.000 € und dem daraus folgenden Schaden das er sich weigert zu verkaufen ?

-- Einsatz geändert am 14.07.2006 13:49:51
Eingrenzung vom Fragesteller
14.07.2006 | 13:53

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Sehr geehrte Fragestellerin,

besten Dank für Ihre Anfrage. Zu Ihrem Anliegen nehme ich gerne wie folgt Stellung:


1.

Zunächst einmal sehe ich trotz Ihrer mißlichen Situation, in welche Sie durch das Verhalten Ihres „Noch-Ehegatten“ gekommen sind, keinen anderen Weg als die sog. Teilungsversteigerung nach dem ZVG.

Kurz formuliert, kann diese zur Aufhebung einer Bruchteils- oder Gesamthandsgemeinschaft von jedem Eigentümer auch gegen den Willen des / der anderen Eigentümer durchgeführt werden, siehe § 180 ZVG, den ich mir anzufügen erlaube:

§ 180 Zwangsversteigerung zur Aufhebung einer Gemeinschaft

(1) Soll die Zwangsversteigerung zum Zwecke der Aufhebung einer Gemeinschaft
erfolgen, so finden die Vorschriften des ersten und zweiten Abschnitts
entsprechende Anwendung, soweit sich nicht aus den § 181 bis § 185 ein anderes
ergibt.

(2) 1Die einstweilige Einstellung des Verfahrens ist auf Antrag eines
Miteigentümers auf die Dauer von längstens sechs Monaten anzuordnen, wenn dies
bei Abwägung der widerstreitenden Interessen der mehreren Miteigentümer
angemessen erscheint. 2 Die einmalige Wiederholung der Einstellung ist
zulässig.§ 30b gilt entsprechend.

(3) 1Betreibt ein Miteigentümer die Zwangsversteigerung zur Aufhebung einer
Gemeinschaft, der außer ihm nur sein Ehegatte oder sein früherer Ehegatte
angehört, so ist auf Antrag dieses Ehegatten oder früheren Ehegatten die
einstweilige Einstellung des Verfahrens anzuordnen, wenn dies zur Abwendung
einer ernsthaften Gefährdung des Wohls eines gemeinschaftlichen Kindes
erforderlich ist. 2 Die mehrfache Wiederholung der Einstellung ist zulässig.§
30b gilt entsprechend. 3 Das Gericht hebt seinen Beschluß auf Antrag auf oder
ändert ihn, wenn dies mit Rücksicht auf eine Änderung der Sachlage geboten ist.

(4) Durch Anordnungen nach Absatz 2, 3 darf das Verfahren nicht auf mehr als
fünf Jahre insgesamt einstweilen eingestellt werden.


Hinsichtlich der „Erfolgsträchtigkeit“ der Überlegung, dadurch das alleinige Eigentum „freihändig zu ersteigern“, weiss ich mit Ihren Informationen einfach zu wenig. D.h., es besteht natürlich immer die Gefahr, dass ein Dritter mitbietet.

Jedenfalls wäre dies die einzige Möglichkeit, der Zwangsvollstreckung zuvor zu kommen, wobei ich mir den Hinweis gestatte, dass diese Teilungsversteigerung zwar im ZVG (Gesetz über Zwangsversteigerung- und Zwangsverwaltung) geregelt ist, aber mit der eigentlichen Zwangsversteigerung, also der Veräußerung zur Gläubigerbefriedigung wenig zu tun hat.

Die Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung noch Ihren Noch-Ehegatten spielt hier übrigens keine Rolle – abgesehen davon, dass hier –positiv- keine Konkurrenz beim Erwerb der Liegenschaft zu gewärtigen ist.


2.

Die zitierte Auskunft der Bank ist also zutreffend.

Einzige Möglichkeit, die Liegenschaft als Alleineigentümerin zu erwerben UND die avisierten Maßnahmen der Bank abzuwehren, wäre also die unter Ziff.1 Beschriebene. Wobei ich natürlich zu wenig von den Rahmenumständen weiss, um beurteilen zu können, ob die Bank hier eigene Pläne hat.

3.

Für einen klageweise geltend gemachten Anspruch auf Schadensersatz gegen Ihren Noch-Ehegatten sehe ich auf Grundlage Ihres Berichts eher positive Chancen. Weniger wegen der 40.000 €, aber sein sonstiges Verhalten scheint hier schon anspruchsbegründend zu sein.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort etwas weitergeholfen zu haben. Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen,

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 14.07.2006 | 15:43

Ich danke für diese Auskunft sehr.
Bei der Bank sind mittlerweile durch nichtgezahlte Raten ein Rückstand entstanden so das die Bank zur Zwangsvollstreckung und Abgabe der EV "gebeten" hat. Ich habe mich mit der Bank in Verbindung gesetzt und erklärt, das der offene Betrag von einem gemeinsammen Konto von Meinen Mann und mir sofort beglichen werden kann. Und ich die laufenden Raten übernehme sobald abgesichert werden kann das ich alleine im Grundbuch stehe.Sie waren von meinem Vorschlag nicht abgeneigt und signalisierten das eine Zwangsversteigerung auch nicht in ihrem Sinne wäre.Und wollten mir Bescheid geben ob es möglich wäre, das ich allein das Haus übernehme.Dies ist aber nicht möglich da mein Mann nicht zustimmt.Der Termin und die Forderung zur Abgabe meiner EV hat die bank nicht zurückgenommen. Meine Frage: könnte der Vorschlag der Teilungsversteigerung und somit die Aussicht auf alleinigen Eigentum des Anwesens und der damit verbundenen Zahlungswilligkeit meiner Seits der Bank genügen um die Abgabe der EV kurzfristig zurückzunehmen ? Ich bin zur Zeit in Gesprächen mit einer anderen Bank um das Darlehen Umzuschulden da jetzt der Zeitpunkt zur Umschuldung günstig ist.Das funktioniert allerdings nur ohne Eintrag bei der Schufa. Fazit mein größtes Problem ist das Zeitproblem wegen der EV !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.07.2006 | 15:52

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für Ihre Nachfrage.

Einen „klagbaren“ Anspruch gegen die Bank auf Rücknahme des Verlangens auf Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung haben Sie auf Grundlage Ihres Berichts leider nicht.

Es wird Ihnen also nichts anderen übrig bleiben, als irgendwie zu versuchen, einen „Schulterschluß“ mit der Bank zu erreichen. Immerhin rechnet sich der eingeschlagene Weg für die Bank letztendlich kaum.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben, wünsche ein schönes Wochenende und verbleibe

mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de

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