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Hausverkauf während Insolvenz

25.07.2019 20:33 |
Preis: 60,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Verkauf des Grundbesitzes im Insolvenzverfahren

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Eltern befinden sich seit fast zwei Jahren in der privaten Insolvenz. Das Haus sollte eigentlich schon längst durch den Verwalter verkauft werden jedoch hat sich das so lange hinausgezögert, dass es nun zu einer Versteigerung in den kommenden Wochen kommen soll. Von dem Kaufinteressenten des Insolvenzverwalters wissen wir, dass er das Haus sicher noch vor der Versteigerung kaufen möchte. Der Interessent möchte das Haus dann selbst bewohnen.
Nun hat sich ein bekannter der Familie gemeldet der von der Zwangsversteigerung gehört hat und Interesse am Erwerb der Immobilie hat, meine Eltern will er dort zur Miete wohnen lassen. Den Insolvenzverwierungsgebühr vor einem Jahr gezahlt hatte und bereits ein notarieller Vorvertrag vorliege. Der bekannte hat daraufhin ein verbindliches Kaufangebot schriftlich abgegeben in dem er ebenfalls versicherte, sämtliche entstandene kosten zu tragen und kurzfristig einen Termin beim Notar, rechtzeitig vor Versteigerung zu vereinbaren.

Nun ist meine Frage, inwiefern meine Eltern nicht vielleicht doch ein Mitspracherecht haben wenn es um den Verkauf geht. Schließlich trägt der bekannte alle entstandenen Kosten, das Kaufangebot liegt in selber Höhe wie das des bereits vorhandenen Interessenten und meine Eltern dürften in ihrem eigenen Heim weiter zur Miete bleiben. Für alle Beteiligten außen den alten Interessenten wäre das ein zufriedenstellendes Ergebnis

Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis über das Vermögen Ihrer Eltern geht mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens auf den Insolvenzverwalter über, § 80 InsO . Üblicherweise wird hierbei ein Insolvenzvermerk im Grundbuch in Abt. II eingetragen, so dass eine Veräußerung ohne Mitwirkung des Insolvenzverwalters nicht möglich ist.

2. Danach ist der Insolvenzverwalter befugt den Grundbesitz zu veräußern, wird aber im Hinblick auf die Größenordnung für die Insolvenzmasse das Insolvenzgericht informieren.

3. Soweit das Angebot des Bekannten in gleicher Höhe vorliegt, durch eine Finanzierungsbestätigung belegt ist und für die Insolvenzmasse gleichwertig ist, hat der Insolvenzverwalter dies aus meiner Sicht vorzuziehen, da hierdurch die Wohnsituation für Ihre Eltern gesichert ist, was bei dem anderen Bewerber nicht der Fall ist.

4. Auch wenn Ihre Eltern kein Mitspracherecht haben, sollte der Bekannte sein Angebot entsprechend darlegen und durch eine Finanzierungsbestätigung untermauern. Soweit der Insolvenzverwalter hierauf nicht reagiert, ist das Angebot dem Insolvenzgericht zu übersenden. Wichtig ist der Hinweis, dass Ihren Eltern der Wohnsitz erhalten bleibt. Dies ist wichtig, da eine Wohnungssuche vor dem Hintergrund einer Insolvenz problematisch ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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