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Hausverkauf unverheiratet nach Trennung

21.08.2017 20:32 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: nichteheliche Lebensgemeinschaft

Mein jetziger Ex-Partner (nicht verheiratet) und ich haben vor zwei Jahren ein Haus zusammen gekauft. Er hat sich an den Kosten mit 12000 Euro seines eigenen Geldes beteiligt. Ich nehme an, dass er dies auch belegen kann.
Wir stehen zu jeweils 50% im Grundbuch und es gibt keine weiteren Mündlichen oder schriftlichen Vereinbarungen für den Fall einer Trennung.
Jetzt stehen wir kurz vor dem Verkauf der Immobilie. Mein Ex möchte nun seinen Anteil auf den Erlös des Hauses angerechnet bekommen. Meines Wissens nach gibt es hierfür keine rechtliche Grundlage- sehe ich das richtig? Falls er vor Gericht geht- wie stehen meine Chancen, dass er mit seinem Anliegen scheitert?
Vielen Dank im Voraus.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist zunächst einmal das Haus 50% zu 50% zu teilen, da Sie beide je zur Hälfte im Grundbuch stehen.

Der Bundesgerichtshof hat zudem entschieden, dass Zuwendungen unter nicht verheirateten Paaren
unter gewissen Umständen zurückgefordert werden können. Das gilt nicht für das tägliche Leben, wie das bezahlen von Urlaubsreisen oder Essengehen. Das gilt aber dann, wenn Aufwendungen gemacht wurden, die über das Normalmaß hinausgehen.

Hier müsste man genau prüfen, worauf diese 12000 EUR gezahlt wurden. Was wurde gesagt, gibt es Zeugen, was steht auf dem Kontoauszug, wie waren die genauen Umstände.

Hier rate ich zu einem persönlichen Gespräch mit einem Anwalt, da hier genau der Einzelfall betrachtet werden muss. Dieser kann dann auch das weitere Vorgehen besprechen - es muss hier ja nicht gleich zum Prozess kommen. Wenn jedoch, so würde dieser Prozess ohnehin vor dem Landgericht geführt werden, sodass dort ohnehin Anwaltszwang herrschen würde und die Erstberatungskosten für den Anwalt dann in dem Mandat aufgehen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 21.08.2017 | 22:27

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Was ist denn in Bezug auf einen Hauskauf ein "Normalmaß"?
Zur Erläuterung:
Das Geld wurde anteilig für die Kaufnebenkosten (Grunderwerbssteuer, Maklergebühren usw.) verwendet. Ich verfügte zu dem Zeitpunkt über keinerlei Geldmittel.
Zeugen gibt es wohl keine für die Zahlung. Nur die Kontoauszüge.
Vielen Dank im Voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.08.2017 | 22:35

Hier kann Ihnen leider keiner eine 100%tige Antwort geben, da dies Auslegungssache ist. Wenn das Geld nicht ins Haus gesteckt wurde, sondern für die Nebenkosten verwandt wurde, könnte es sein, dass es sich hierbei um ähnliche Zahlungen wie z.B. Miete, Urlaubsreisen handeln könnte. Allerdings wäre hier auch wohl ein Verhältnis zum Einkommen zu setzen - für Millionäre sind die 12000 EUR eher normal, als wie wenn man nur 1200 EUR netto verdient.
Hier wären auch die Gesamtumstände entscheidend, was z.B. noch gezahlt wurde in der Zeit, in der Sie kein Geld hatten, sodass es auch sein kann, dass hier eben das Normalmaß überschritten wurde.

Wie bereits geschrieben, handelt sich diese Frage nicht sehr gut für eine Onlineplattform, da hier alles genau beleuchtet werden muss.
Selbst die Rechtsprechung kann hier uneinheitlich sein, es kann hier sogar vom jeweiligen Richter abhängen, da es eine Auslegungssache ist.

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