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Hausverkauf und Steuerpflicht

25.05.2011 20:39 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Bruder und ich haben vor ca. 2 Jahren das Elternhaus welches seit 16 Jahren in Besitz meiner Eltern war zu gleichen Teilen geerbt.
Das Objekt war seither nicht vermietet und diente mir als Wohnplatz wenn ich am Wochenende von München zu Besuch kam.
Mein Hauptwohnsitz ist München.

Nun wollen wir das Haus verkaufen. Ist mein Bruder und ich steuerpflichtig, da der Notar nach unseren Steuer-IDs gefragt hat. Wir sind beide Angestellte.

Vielen Dank für Ihre Mühen und Antworten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage!


Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung sowie Ihres Einsatzes Ihre Frage wie folgt beantworten:

1. Der Veräußerungserlös unterliegt nicht der sog. Spekulationssteuer nach § 23 EStG: Private Veräußerungsgeschäfte .

Danach unterfallen Veräußerungsgeschäfte über Immobilien dann der Einkommenssteuer, wenn zwischen Erwerb und Veräußerung weniger als 10 Jahre liegen.

Als Erwerb im Sinne der Vorschrift gilt aber nicht der unentgeltliche Erwerb durch Schenkung oder Erbschaft (BFH, Urteil vom 22.9.1987 - <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%201988%20II%20S.%20250" target="_blank" class="djo_link" title="BFH, 22.09.1987 - IX R 15/84: Spekulationsgewinn bei Erbauseinandersetzung (Grundstücksrealteil...">BStBl 1988 II S. 250</a>).

Daher hat hier die 10jährige Veräußerungsfrist nicht mit dem Erbfall vor 2 Jahren begonnen, sondern entscheidend ist, wann Ihre Eltern die Immobilie erworben haben.

Da dies bereits mehr als 16 Jahre zurückliegt, fällt keine Spekulationssteuer nach EStG an.

Auf die Frage, ob die Immobilie zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde, kommt es daher nicht mehr an.

2. Dennoch ist die Veräußerung nach dem Grunderwerbssteuergesetz steuerpflichtig. Der Steuersatz beträgt 3,5 % und ist von den an der Veräußerung beteiligten Parteien (Veräußerer und Erwerber) zu tragen, sofern im Kaufvertrag keine anderweitige Kostenverteilung vereinbart wurde.

Dabei ist der beurkundende Notar verpflichtet, dem zuständigen Finanzamt Anzeige über die beteiligten Parteien zu machen (§ 18 Grunderwerbssteuergesetz).

Nach § 20 Grunderwerbssteuergesetz ist die Angabe von u.a. Name, Anschrift und steuerlicher Identifikationsnummer der Parteien dabei verpflichtend.


Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann.


Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen, wenn noch Unklarheiten bestehen.



Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt

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