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Hausverkauf nach Scheidung, wie komme ich an meinen Anteil?

03.12.2009 17:31 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Frage zum Hausverkauf nach Scheidung.
Ich bin von meinem Ex-Mann rechtskräftig geschieden. Ich bewohne mit unseren beiden gemeinsamen Kindern ein Haus, das ca. 250.000 € wert ist und zu ca. 2/3 abbezahlt ist. Mein Ex-Mann ist vor einigen Jahren aus diesem Haus ausgezogen. Das Haus gehört meinem Ex-Mann und mir gemeinsam, und wir tilgen die Restschuld weiterhin zu gleichen Teilen. Dafür, dass er seine Hälfte nicht bewohnt, zahle ich ihm seit Jahren Miete; er wiederum zahlt den regulären Kindesunterhalt für unsere gemeinsamen Kinder. So weit lief bisher alles harmonisch und insbesondere zur Zufriedenheit meines Ex-Mannes, der fast jeden Tag vorbeikommt um die Kinder (10 und 12 Jahre alt) zu sehen.
Nun jedoch ändert sich die Situation: ich möchte in 9 Monaten mit meinem Lebensgefährten in 100 km Entfernung ein gemeinsames Haus kaufen und beziehen. Dafür möchte ich das Haus, das ich gemeinsam mit meinem Ex-Mann besitze, verkaufen, da ich meinen Anteil für die Finanzierung des neuen Hauses benötige. Da die jetzige Situation wie oben beschrieben für meinen Ex-Mann jedoch ideal ist, möchte er natürlich am liebsten keinerlei Änderung und insbesondere natürlich nicht, dass die Kinder 100 km weit weg ziehen.
Nun hat er mir angeboten, mich auszuzahlen, d. h. meinen Anteil zu übernehmen um selber das Haus zu beziehen. Er hofft nämlich, dass die Kinder dann bei ihm bleiben. Die Kinder werden aber vermutlich mit mir gehen (sie sind auch alt genug, das selber zu entscheiden). Wenn er merkt, dass die Kinder mit mir gehen, wird er möglicherweise gleich oder später von seinem Angebot mich auszuzahlen abrücken.
Ich gehe insgesamt davon aus, dass er jede Möglichkeit nutzt, um einen Hausverkauf zu verzögern oder zu verhindern, damit ich oder zumindest die Kinder in seiner Nähe bleiben.

Nun meine Frage:
Wie komme ich – bei maximaler Verzögerung/Blockade – schnellstmöglich an meinen finanziellen Anteil des Hauses?
Welche Vorsichtsmaßnahmen muss ich treffen, um einer Blockade oder Verzögerung entgegenzuwirken?

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Guten Tag,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Basis der mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Die Miteigentumsgemeinschaft an dem Haus kann eigentlich nur auf zwei Arten beendet werden, nämlich einverständlich durch vertragliche Regelungen oder einseitig durch die Teilungsversteigerung.

Aus den von Ihnen angesprochenen Zeitgründen und auch aus sonstigen, wirtschaftlichen Erwägungen heraus, sollte die zweite Variante, die Teilungsversteigerung, möglichst vermieden werden.

Für Sie gibt es folgende Alternativen:

Solange Ihr Ex-Mann sein Angebot auf Übernahme Ihres Anteiles aufrecht erhält, sollten Sie es umgehend durch einen notariellen Vertrag mit ihm annehmen. Das wäre der für Sie wahrscheinlich unkomplizierteste Weg.

Sollte er sich weigern, Ihnen Ihren Anteil abzukaufen, könnten Sie versuchen, Ihren Miteigentumsanteil an einen Dritten zu veräussern. Wie realistisch das ist, vermag ich nicht einzuschätzen.

Hintergrund dieser Variante ist der Druck, den Sie gegenüber Ihrem Ex-Mann aufbauen können. Er muss damit rechnen, dass er sich irgendwann einmal in einer Miteigentumsgemeinschaft mit einer ihm unbekannten Person befindet.

Wenn auch diese Möglichkeit nichts bringt, bleibt der Antrag auf Durchführung der Teilungsversteigerung, der letztlich zu einer Auflösung der Gemeinschaft führt, aber zeitaufwändig ist und oftmals nicht das finanzielle Ergebnis bringt, das eine freihändige Verwertung erzielen würde.

Empfehlen kann ich Ihnen eigentlich nur, Ihren Ex-Mann so schnell wie möglich zu einem Notar zu bringen und die Übernahme Ihres Anteiles durch ihn beurkunden zu lassen.



Mit freundlichen Grüßen


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