Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Hausverkauf nach Erbschaft

28.10.2014 07:49 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Zusammenfassung: Ihre Frage betrifft das Erbrecht und das Steuerrecht (Einkommenssteuer, Erbschaftssteuer).

Guten Tag,
im Jahre 2007 habe ich und meine Schwester per Erbschaft das Elternhaus übernommen.
Ich habe jedoch die Bürgschaft meines Bruders (120.000 DM ) welche grundbuchlich auf das Elternhaus eingetragen waren, abgelöst. Zugleich auch meine Schwester ausbezahlt, sodass ich seit August 2007 (nach Erbauseinandersetzung) alleiniger Hausbesitzer bin.
Muss ich bei einem Verkauf Spekulationssteuer entrichten und wenn ja, in welcher Höhe?
Gilt die Spekulationsfrist überhaupt?

Vielen Dank im Voraus.




Einsatz editiert am 28.10.2014 08:02:47

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich im hiesigen Format (www.frag-einen-anwalt.de) wie folgt beantworten:


Ihre Frage betrifft das Erbrecht und das Steuerrecht (Einkommenssteuer, Erbschaftssteuer).

Mit der sogenannten Spekulationssteuer sollen Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften besteuert werden vgl. §§ 22, 23 Einkommenssteuergesetz (EStG). Wenn innerhalb der Veräußerungs- bzw. Spekulationsfrist (10 Jahre), z.B. zwischen Erwerb und Veräußerung Gewinne erzielt wurden sind diese zu versteuern.

Wenn die Immobilie zwischen Erwerb (der ggf. der Erbschafts- und Schenkungssteuer unterliegt, wenn nicht Freibeträge gelten ErbStG) und Veräußerung ausschließlich für eigene Wohnzwecke genutzt wurde, oder im Jahr der Veräußerung und den beiden vorangegangenen Jahren ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde, entfällt die Spekulationssteuer.

Wäre der Vorgang steuerpflichtig kommt es bei der Bemessung der Steuer auf Ihren Steuersatz, und den zu versteuernden Gewinn an. Wie auch bei der steuerrechtlichen Bewertung von geerbten Immobilien (vgl. Bewertungsgesetz, Bodenrichtwert), sollte bei der Ermittlung des Spekuationsgewinns ggf. sorgfältig und mit spitzem Bleistift gerechnet werden.

Auf den ersten Blick hier muss also mit einer entsprechenden Besteuerung grundsätzlich gerechnet werden, zur Höhe lassen sich keine genaueren Angaben machen.

Ganz grundsätzlich ist dazu zu raten, bei der Veräußerung und dem Erwerb von Immobilien sich anwaltlichen Rat zu gönnen, der nicht selten Fallstricke und potentielle Probleme und Konflikte frühzeitig erkennt, also bevor guter Rat teuer wird.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Gerne weise ich Sie darauf hin, dass Sie die kostenlose Nachfragefunktion nutzen können.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Lautenschläger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 29.10.2014 | 06:42

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Peter Lautenschläger,

vielen Dank für Ihre rasche und ausführliche Antwort.
Natürlich habe ich noch zusätzliche Fragen:

Gehe ich richtig in der Annahme, dass ich im Falle eines Haus- Verkaufes dem Gewinn die investierten Beträge wie neue Heizung,Energetische-
Sanierung, neue Fenster, neue Bäder und WC, Auslösung meiner Schwester, und mehr zur Gegenrechnung bei der Einkommenssteuer/Spekulationssteuer setzen darf?
Somit wär der Gewinn gleich NULL...

Die Bürgschaft-Ablösung meines Bruders habe ich bereits bei der Erbschaftssteuer-Stelle angegeben. Kann ich diese auch nochmals bei der Einkommenssteuer angeben?
Ich war auch Erbschaftssteuer frei.

Vielen Dank im Voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.10.2014 | 07:02

Sehr geehrter Fragenstellr,


es geht hier um eine Nachfrage zu Ihrer ursprünglichen Frage. "Zusätzliche" Fragen können grundsätzlich nicht beantwortet werden.

Richtig ist, dass auch aufgrund Ihrer neuen Hinweise eben fraglich ist ob Sie einen Gewinn im Sinne des Steuerrechts erzielt haben.

Das gilt auch für die Frage was Sie ggf. wann und wie (Erbschaft vom Erblasser bzw. Erwerb vom Bruder "Bürgschaft" ggf. als Auszahlung, Ablösung, Teil der Auseinandersetzung der Miterbengemeinschaft) erworben haben.

Bei weiteren Fragen würde ich im Rahmen einer Mandatierung/Beauftragung einen Steuerberater einschalten wollen


Mit freundlichen Grüßen


RA Peter Lautenschläger

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70557 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr gute Beratung und sehr schnell. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alle Fragen zufriedenstellend beantwortet! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Top! Die Antwort mir sehr weitergeholfen! ...
FRAGESTELLER