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Hausverkauf mit einer noch ungelöschten, kleineren Grundschuld


16.05.2017 14:23 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Holger Traub, Dipl. Kfm.



Guten Tag,
ich habe ein 1-Familienhaus von meinem Vater geerbt. Im Grundbuch ist noch eine alte, im Jahr 1971 bestellte Grundschuld von DM 20.000 zugunsten einer Bausparkasse nicht gelöscht worden, obwohl der betreffende Kredit vor 20-30 Jahren zurück gezahlt wurde. In den Unterlagen meines Vaters gibt es weder einen Kreditvertrag noch irgendwelche Papiere, Referenz-Nummern oder sonstiges. Bei der Bausparkasse wurde ein Nachforschungsantrag gestellt, was sehr lange dauern könnte; bei der eventuell erforderlichen Aufbietung dauert es weitere Monate. Da die nicht gelöschte Grundschuld weniger als 1/10 des Verkaufswertes beträgt, ist meine Frage, ob man bereits jetzt das Haus verkaufen könnte und vom Verkaufserlös nur den Gegenwert der Grundschuld von DM 20.000 = ca. € 10.000 auf einem Notar-Anderkonto zugunsten des Verkäufers bis zur endgültigen Erledigung der Grundschuld sperren lassen könnte [meinerseits ist jedoch nicht eine Sperrung des gesamten Verkaufspreises auf dem Notar-Anderkonto erwünscht].

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie können die Immobilie bereits jetzt verkaufen und den Betrag in Höhe von € 10.000,00 als Sicherungseinbehalt auf dem Notaranderkonto vereinbaren.

Im Falle der Vorlage der Löschungsbewilligung kann der Notar die Grundschuld sodann löschen und den einbehaltenen Betrag in Höhe von € 10.000,00 an Sie freigeben.

Das von Ihnen angedachte Vorgehen ist möglich.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und würde mich über die Abgabe einer 5-Sterne-Bewertung freuen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-


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