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Hausverkauf einer Erbengemeinschaft. Fallen Steuern an?


| 06.01.2017 11:14 |
Preis: 57,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jörg Klepsch



Guten Morgen,

Wir sind eine Erbengemeinschaft, mein Onkel und ich. Das Haus ist ein Mehrfamilienhaus mit Ladengeschäften etwa um 1910 erbaut. Mein Onkel wohnt sein ganzes Leben in diesem Haus. Andere Familienmitglieder sind bereits verstorben. Ich erbte einen Teil des Hauses im Jahre 2012, als mein Vater (der Bruder meines Onkels) verstarb. Jetzt sind wir uns einig und wollen das Haus verkaufen. Ich möchte erfahren ob in diesem Fall für mich, die ich nicht in dem Haus gewohnt habe und das Erbe vor 4 Jahren angetreten habe, eine Steuer beim Verkauf anfällt. Mein Vater hat das Haus ebenfalls nicht bewohnt.

Vielen Dank für Ihre Auskunft!

Mit freundlichen Grüssen
Gabriele

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Es gibt grundsätzlich im wesentlichen drei Aspekte die zu einer steuerlichen Bewertung heranzuziehen sind, das ist einmal die Frage der Erbschaftssteuer, die Frage der Einkommensteuer und die Frage der Grunderwerbsteuer.

Angesichts der zeitlichen Abläufe gehe ich davon aus, dass die Erbschaftssteuer nicht mehr Gegenstand Ihrer Frage ist. Dafür kommt es einfach darauf an, ob die entsprechenden Freibeträge überschritten sind.

Grunderwerbsteuer ist immer von demjenigen zu zahlen, der das entsprechende Grundstück erwirbt. Wenn Sie das Haus im Rahmen der Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft erwerben würden (also praktisch die Erbquote Ihres Onkels übernehmen und ihn entsprechend auszahlen würden), dann fällt keine Grunderwerbsteuer an weil für die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft eine entsprechende Privilegierung in § 3 GrEStG gilt.

Der Verkauf an einen Dritten durch die Erbengemeinschaft insgesamt löst natürlich die Grunderwerbsteuer aus, diese ist aber vom Käufer zu tragen und damit für Sie irrelevant.

Im Ergebnis bleibt die Frage der Besteuerung nach § 23 Einkommensteuergesetz. Allerdings wird auch dies nicht zur Anwendung kommen, weil die dort genannte Haltefrist von zehn Jahren voraussetzt, dass eine (entgeltliche) Anschaffung stattgefunden hat. Der Erbfall ist kein entgeltlicher Erwerb im Sinne dieser Regelung, so dass § 23 Einkommensteuergesetz vom Grundsatz her schon nicht anwendbar ist. Nur die Erbauseinandersetzung kann steuerbar sein. Ich gehe davon aus, dass auch Ihr Vater seinen Anteil ererbt hat. Sollte er vor weniger als zehn Jahren entgeltlich erworben haben, so kann eine Steuerpflicht entstehen. Hat er selbst und dann Sie geerbt, ist die reine Durchführung der Erbauseinandersetzung entsprechend der Quote unschädlich. Sie müssen dann also im Ergebnis keine Steuer befürchten.
Bewertung des Fragestellers 06.01.2017 | 14:28


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