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Hausverkauf an 'Fremden' - Erbanteil


11.12.2007 15:07 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Konstellation

Meine Eltern wohnen in einem Haus gemeinsam mit meiner Schwester und deren Freund (nicht verheiratet). Meine Eltern wollen sich demnächst scheiden lassen, da meine Mutter ins Ausland gehen möchte. Das Haus hat einen von mir geschätzten Wert von ca. 80.000 Euro, und ist im Grundbuch eingetragen zu je 1/2 auf Vater und Mutter.

Da meine Eltern sich jetzt scheiden lassen möchten, setzen mein Vater und meine Schwester die Mutter unter Druck. Sie (und er) sollten jeweils Ihre Hälfte für einen Gesamtwert von 5000 Euro ausschliesslich an den Freund meiner Schwester verkaufen. Mein Vater will seinen Anteil nicht haben, meine Mutter steht unter Zugzwang und Druck vom Vater, meiner Schwester sowie ihrem Freund.

Ich - als zweite Schwester wohne mit meinem Mann außerhalb. Ich möchte es allerdings nicht akzeptieren, dass ich um den hälftigen Anteil meines späteren Erbes unrechtmäßig gebracht werden soll. Meine Schwester und ihr Freund möchten auch überhaupt keine Anstalten machen, mir eventuell einen Anteil auszuzahlen bzw. mich überhaupt mit einzubeziehen - es herrscht Krieg. Sie setzen sich ins gemachte Nest und spalten somit komplett die Familie. Auf ihrer Seite steht mein Vater (mit dem ich jetzt seit 14 Tagen entzweit bin) und natürlich ihr Freund. Mein Vater redet sich selbst ein, dass er mit dem Hausverkauf an einen "Fremden" seine Verpflichtungen gegenüber den Kinder getan hat. Meine Schwester begrüsst das, sieht naürlich nur ihren Vorteil darin....weil sie ja weiter umsonst wohnen kann.


Mein Vorschlag einen Schätzer einzubeziehen wird nicht akzeptiert - er könnte den wahren Wert des Hauses, der unter Umständen noch wesentlich höher liegt ans Tageslicht bringen.

Nächste Woche soll es zum Notartermin kommen, worin ein Kaufvertrag weit unter Wert (beide Hälften insgesamt 5000 Euro) an den Freund meiner Schwester stattfinden soll. Meine Mutter wird dahin "getrieben" und soll dort mit unterschrieben - eher kann sie auch nicht auswandern.

Kann ich dann trotz Verkaufes unter Wert überhaupt noch Ansprüche erheben ? Gedanken macht sich meine Familie überhaupt nicht - im Moment gibts nur noch Diskussionen ums Geld und ich werde ohne jeglichen Grund komplett ausgeschlossen....

Wie soll ich reagieren ? Meine Mutter wird schwer zu überreden sein, mit dem Rest ist auch keine Diskussion möglich....

Wie ist die rechtliche Konstellation hier ? Was kann ich tun ?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Als leibliche Tochter gehören Sie neben Ihrer Schwester zu den gesetzlichen Erben erster Ordnung gem. § 1924 Abs. 1 BGB. Zugleich sind Sie Pflichtteilsberechtigte gem. § 2303 BGB, soweit sie durch Verfügung von Todes wegen von der Erbschaft ausgeschlossen würden.

Allerdings können Sie weder aus Ihrer Stellung als mögliche zukünftige (Mit)Erbin, noch als Pflichtteilsberechtigte zu Lebzeiten Ihrer Eltern irgendwelche Rechte geltend machen. Es besteht auch nicht etwa ein Anspruch auf vorzeitige Auszahlung des Pflichtteils o.ä., wie man oft von juristischen Laien hört.

Somit können Sie den Verkauf des Hauses, ob an den Freund Ihrer Schwester oder eine andere Person, mit juristischen Mitteln nicht verhindern. Solange Ihre Eltern leben, können diese mit ihrem Eigentum leider tun und lassen, was sie wollen, auch wenn es unvernünftig ist.

Es besteht hier leider nur die Möglichkeit, Ihren Eltern nochmal nachdrücklich klar zu machen, dass ein Verkauf an den Freund der Schwester, zudem noch zu diesem niedrigen Preis, höchst nachteilige Konsequenzen haben kann. Zum Beispiel im Falle einer Trennung. Ihre Schwester könnte gegen den Freund keinerlei Rechte in Bezug auf das Haus geltend machen, zumal die beiden nicht miteinander verheiratet sind.

Ein Versuch, diese Grundstücksübertragung zu verhindern, sollte daher dringend von Ihnen unternommen werden. Dabei sollten Sie insbesondere Ihrer Schwester das bestehende Risiko vor Augen führen. Auch sie kann überhaupt kein Interesse an der geplanten Grundstücksübertragung haben, weil ihr potentieller Erbteil dadurch deutlich geschmälert wird.

Ich hoffe, ich konnte ihnen mit dieser Beantwortung behilflich sein. Ansonsten können Sie gerne auch die Option zur Nachfrage nutzen oder sich direkt mit mir per email bzw. telefonisch in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Torsten Stumm-Hagendorn
Rechtsanwalt

tsh@anwaltskanzlei-rose.de

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