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Hausverkauf Pfandtausch

| 29. Januar 2014 01:57 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


wir haben unser zweites Haus verkauft, das zweite Haus - schuldenfrei dient als zusätliche Sicherheit, gutes Einkommen - Schufa in Ordnung. Schlugen zwie Pfandobjekte vor, Bank saß diese Wochenlang aus - Überarbeitung, Zusage kam für das letze Objekt - was dann aber auch verkauft war, Bonität laut Bank o.k. - schriftliche Zusage Pfandobjekt liegt vor.. nun nochmal ein Pfandobjekt gesucht, gleiches Spiel, kümmern uns, nichts passierte. Baten auch mal um Übermittlung einer Vorfälligkeit, bis heute liegen uns keine Infos vor seit Monaten. Das verkaufte Haus war an Verwandte vermietet, die stehen bald auf der Straße.. kümmert die Bank nicht. Der Finanzberater hat dann um das ganze zu beschleunigen einen Neukreditantrag gestellt, so der wurde dann - trotz der geklärten Bonität - o.k. war ja da - auch abgelehnt.. Wie die Bank sich das nun weiter vorstellt?????????????? Uns stehen die Haare zu Berge, es handelt sich um eine Onlinebank - ständig wechselnde Mitarbeiter, keiner zutändig, Hotline für nichts, die Mitarbeiter sind mürrisch, haben keine Zeit, daher liegt alles rum.. Wie sollen wir weiter vorghen, haben wir da ja das o.k. für den Pfandtausch vorlag ein Recht hierauf, die Objekte sind alle durchaus als Pfandobjekt geeinget, da gleichwertiger oder höherer Wert, Eigenkapital ist auch vorhanden.. Kann die Bank ev. alles ablehnen und uns zur Vorfälligkeit verdonnern obwohl wir vorher ein schritliches o.k. für einen Pfandtausch mit Bonitätsprüfung hatten.. haben dies gefunden? BGB §§ 490 Abs. 2 n. F., 242, 607 a. F.

Darlehensnehmer kann auch Austausch des Sicherungsobjektes verlangen (anstelle Vertragsaufhebung bzw. Kündigung gegen Vorfälligkeitsentschädigung)
Wie weiter vorgehen, Vorfälligkeit läge bei immerhin ca. 21.000 Euro und die Verwandten sitzen in 6 Wochen auf der Straße.. darunter eine 78 jährige alte Frau.. Wie lange darf die Bank prüfen, Monate bis die Pfandobjekte verkauft sind...????

Sehr geehrter Ratsuchender,

in Anbetracht der mir vorliegenden Informationen und mit Blick auf die Höhe des ausgelobten Einsatzes beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben und Abweichungen im Detail kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen. Sie ersetzt daher nicht eine individuelle, persönliche Beratung durch einen Anwalt.

Soweit sich mir der Sachverhalt darstellt, haben Sie ein Darlehen zur Finanzierung Ihres eigengenutzten Hauses durch ein Grundpfandrecht auf ein weiteres in Ihrem Eigentum stehenden Haus besichert.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass es keine in irgendeiner Weise festgelegte Reaktionszeiten gibt, innerhalb derer eine Bank die Verpflichtung zur Abwicklung eines Pfandtausches hat. Grenze ist hier der von Ihnen bereits aufgezeigte Grundsatz von Treu und Glauben mit Rücksicht auf die Verkehrssitte (§ 242 BGB ), wobei Sie sodann in der Nachweispflicht wären, dass die Bearbeitung unangemessen lange dauert.

Sie sollten prüfen, ob der Neukreditantrag eventuell andere Zinskonditionen nach sich zieht und ob es für den Abschluss eines neuen Darlehensvertrages eventuell durch Sie zu tragende Provisionen Ihres Finanzberaters oder anderweitig anfallende Gebühren gibt.

Die Bank kann, wenn sie bereits die Zustimmung zum Pfandtausch erklärt hat, diese nicht mehr zurückziehen, jedenfalls nicht ohne sich selbst Ihnen gegenüber schadensersatzpflichtig zu machen. Kündigt die Bank selbst den Darlehensvertrag, so hat sie keinen Anspruch auf Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung, lediglich auf die Zahlung eines Vollzugszinses.

Was das Mietverhältnis Ihrer Bekannten in dem verkauften Haus betrifft, ergibt sich für mich aus dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt kein Zusammenhang zwischen dem Pfandtausch und dem damit verbundenen Untätigbleiben Ihrer Bank und dem Umstand, dass Ihre Bekannten und ehemaligen Mieter aus dem verkauften Haus ausziehen müssen. Grundsätzlich gilt, dass durch den Verkauf das Mietverhältnis nicht beendet sondern auf den neuen Hauseigentümer übergegangen ist, § 566 BGB .

Anzuraten wäre Ihnen, auch mit Blick auf die aktuellen Zinskonditionen, der Wechsel zu einer anderen Bank. Um gegebenenfalls die Vorfälligkeitsentschädigung zu sparen, lege ich Ihnen aufgrund der aktuellen Rechtsprechung zum Thema „Widerrufsbelehrung" nahe, diese durch einen Anwalt überprüfen zu lassen. Diese stellt unter Umständen ein „Einfallstor" zur schnellen Beendigung des Darlehensvertrages dar.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick geben, und rege bei Unkarheiten oder Rückfragen an, die Nachfragefunktion zu nutzen.

Mit freundlichen Grüßen,

Daniel Martin Pfeffer
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 29. Januar 2014 | 15:55

Die Pfandtauschzusage liegt und zweifach schriftlich vor - mit Bonitätsprüfung - war alles o.k - nun ?, bisher bekommen wir gar keine Nachrichten mehr seitens der Bank, sollten wir einen Anwalt einschalten und auf den Pfandtausch bestehen? Die Mieter wären in das neue Pfandobjekt gezogen bzw. haben eine entsprechende Kündigung, würden sie in das Pfandobjekt ziehen wäre das sicherlich nicht zum Nachteil der Bonität..

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30. Januar 2014 | 12:54

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn seitens der Bank überhaupt keine Signale mehr hinsichtlich der Vollziehung eines Pfandtausches kommen, dieser aber bereits zugesagt wurde, sollten Sie Ihrem Anliegen Nachdruck verleihen. Aufgrund der von Ihnen geschilderten Gesamtsituation sollten Sie sich aber zusätzlich, wie bereits erwähnt, die Frage stellen, ob es überhaupt Sinn macht, die Geschäftsverbindung weiter aufrecht erhalten zu wollen. Je nachdem, zu welchen Zinskonditionen Sie wann den Darlehensvertrag abgeschlossen haben, kann eine Beendigung des Vertrages und die Finanzierung durch eine andere, zuverlässigere Bank die wirtschaftlich sinnvollere Altarnative sein.

Sollten Sie diesbezüglich an einer weitergehenden Beratung interessiert sein, bitte ich um entsprechende Kontaktaufnahme, gerne per E-Mail unter der unten angegebenen E-Mailadresse.

Mit freundlichen Grüßen,

Daniel Martin Pfeffer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 1. Februar 2014 | 01:36

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