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Hausverkauf -Käufer zahlt nicht - wie hoch Schadenersatz ?

| 01.12.2019 23:47 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein Problem ist folgendes:
Ich habe im Februar 2018 mein Haus Verkauft um damit meine gesamten Schulden zu tilgen und um nicht in die Zahlungsunfähigkeit abzurutschen und dieser Vorzubeugen.
Der Verkaufspreis hätte die Schulden getilgt. Aus diesem Grund habe ich einen Verkauf auch beschleunigt und mit -35% (somit weit) unter Wert verkauft. Es handelte sich um eine gutgehende und Umsatzstarke Pension in der Stadtmitte an der Fussgängerzone einer grossen Stadt.
Mein Name war bis zum Verkauf an eine Gesellschaft und Investor noch sauber und ohne jegliche Schufa Einträge. Bis zu diesem Tag war ich auch Kreditwürdig.
Wollte aber mit dem Verkauf alle Schulden Tilgen.
Mit dem Verkauf hatte ich auch ca 60% weniger an Umsätzen.
Der Käufer hat nun bis heute nur in Kleinraten ca 50% des Kaufpreises in 2018 bezahlt. Und in 2019 fast nichts. Auf Zahlungsaufforderungen reagiert er nicht.
Eine Wandlung des Kaufvertrages ist für mich nur schwer möglich, da ich die erhaltenen Zahlungen zur Rückzahlung von Krediten genutzt habe.
Und eine Pfändung des Restkaufpreises ist auch schwierig, da dies in der Schweiz vor Gericht durchgeführt werden müsste, da es sich um (zwar Deutsche Gesellschaft) aber als eingetragene Schweizer Gesellschaft und Sitz in der Schweiz handelt, auch wenn die Gesellschafter Deutsche sind.
Ich habe weder das Geld für die Rückzahlung, noch das Geld für denn benötigten schweizer Anwalt und Prozess in der Schweiz.
Die damals vermittelnde Maklerin ( einer namhaften und in ganz Deutschland Vertretenen Maklerbüros) hat dem Käufer, dem sie auch viele andere Häuser vermittelt, den Schlüssel unberechtigt übergeben.
Damit hat dann der Käufer das Haus Gewinnbringend weiter Vermietet.
Und ich hatte keine Möglichkeit mehr, das Haus als Pension zu vermieten. Und somit keine Einnahmengrundlage mehr.
Nun meine Frage:
Was kann ich an Schadenersatz verlangen ?
Es geht mir hier bei meiner Frage REIN um die Frage des Schadensersatzes !! NICHT um die Frage wie komme ich zum Restkaufpreis, Oder wie erreiche ich eine Annullierung des Kaufvertrages (Rücktritt vom Kaufvertrag), darum geht es auch nicht. Damit ist bereits ein Anwalt des Immobilienrechtes beauftragt.
Ich wollte jetzt als Schadensersatz, neben den Zinsen, auch Schadenersatz für die unerlaubte Nutzung und Weitervermietung meines (noch in meinem Eigentum stehenden) Hauses verlangen. Aber mein Anwalt sagt, das ginge so nicht mit dem Schadenersatz.
Ich wollte den Betrag meiner bis zum Verkauf monatlich erzielten Mieteinnahmen, abzüglich anfallenden Ausgaben ansetzen.
Hier ein Rechenbeispiel:
Monatliche Einnahmen 7.500,00€ abzüglich 3.500,00€ Aufwendungen für Personalkosten und Verbrauchskosten (wie bettwäsche, strom, wasser usw) und dann den Sich daraus ergebenden Gewinn in Höhe von 4.000,00€ mal ab Zahlungsverzug 1.05.2018 bis heute (30.11.2019) gleich 19 Monate mal die 4.00,00€ Gewinn nach Steuern; wären 76.000,00€.
Kann ich diese 76.000€ als Schadensersatz verlangen ? Oder zumindest die Nettomiete, die er in meinem noch Haus einnimmt ? Auch ca 4.000,00€ monatlich ?
Und seit dem, da er nicht bezahlt hat, bin ich in erhebliche Zahlungsschwierigkeiten gerutscht, habe dadurch unzählige Schufaeinträge bekommen; bin dadurch überall, auch bei meiner Bank, absolut Kreditunwürdig geworden. Mein bis dahin guter Name und Geschäftsname ist absolut KAPUTT und im „Eimer".
Ich bin dadurch finanziell völlig am Ende.
Kann ich hierfür eine Schadensersatz Summe berechnen für meinen zerstörten Leumund ? Ich dachte an eine Höhe des Schadensersatzes von ca 50.000,00€ ! Ist das gerechtfertigt ? Oder zu niedrig oder zu hoch? Oder überhaupt möglich ?
Das wären meine zwei wichtigsten Fragen. Vielen Dank. Wer kann mir das pauschal, auch ohne Unterlagen, beantworten.
Es geht REIN um Schadensersatz, weil der Käufer mich durch Nichtzahlung des Kaufpreises fast in die Insolvenz treibt (geschäftlich wie auch privat).
Ich benötige vorab lediglich eine Auskunft, ob und wie hoch ich den Schadensersatz ansetzen kann. Und ob ich Mietausfall in der von mir genannten Höhe ansetzen kann (wie oben genannt) und Ob das rechtlich möglich ist. Diese Sache kann dann auch vor dem deutschen Gericht verhandelt werden und nicht in der Schweiz.
Und ob ich Mietausfall in der von mir genannten Höhe ansetzen kann.
Der Kaufpreis war 380.000,00€.
Der Wert des Hauses 540.000,00€
Ich habe damals nur so billig verkauft um schnell zu Geld zu kommen und nicht in die Schuldenfalle zu rutschen.
Der Veraktungstag war der 16.02.2018.
Als Zahltag wurde der 01.05.2018 festgelegt. Zu diesem Tag wurde nicht bezahlt.
Im Vertrag wurde festgelegt, das das Haus vor Zahlung leer sein muss. Also sind wir ausgezogen und haben der Maklerin den Schlüssel anvertraut um dem Käufer das leere Haus zu zeigen. Sie durfte dem Käufer den Schlüssel nicht aushändigen. Und nur durch die unberechtigte Schlüsselübergabe der Maklerin, hat der Käufer schon vor Zahlung Zugriff auf mein Haus bekommen
Und nur so konnte er unberechtigt Weitervermieten

02.12.2019 | 01:05

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Bezüglich der entgangenen Mieteinnahmen sehe ich gute Chancen diese in der Höhe von 76.000 € einzufordern. Die Immobilie sollte erst mit vollständiger kaufpreiszahlung in Besitz genommen worden. Somit hätten Sie diese noch in Ihrem Besitz und zur Vermietung zur Verfügung haben müssen.

Insoweit liegt - ohne den Maklervertrag zu kennen - eine Pflichtverletzung des Maklers vor, der zu dem kausalen Schaden geführt hat.

Bezüglich der Schufaeinträge sehe ich ebenfalls gute Chancen. Die Kreditfähigkeit ist ein immaterieller Schaden, der ähnlich einer Persönlichkeitsverletzung schutzfähig ist. 5.000 € sehe ich als angemessen an.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Gerne bin ich Ihnen bei der Durchsetzung der Ansprüche behilflich.

Mit freundlichen Grüßen
RA Richter


Bewertung des Fragestellers 29.10.2020 | 14:50

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NUR aufgrund Herrn Rechtsanwalt konnte ich den Schadenersatz aufrechnen und durchsetzen. Meine eigenen Anwälte und Fachanwälte (1 Fachanwaltskanzlei und eine normale Anwaltskanzlei aus Kaiserslautern) hatten hier nur wenig Erfolg
Erst mit Hilfe der Ratschläge des Herrn Anwalt Richter ist mir dies gelungen !!! EINEN RIESEN DANK und Vergabe von 5 Sternen !! 1 A !!

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 29.10.2020
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