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Hausverkauf - §23 EStG Zehnjahreszeitraum

15.10.2014 17:27 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe im Januar des Jahres 2014 ein Haus geerbt, welches ich jetzt verkauft habe.

Das Haus habe ich von meiner Mutter geerbt.

Meine Mutter wiederum hat das Haus im Herbst 2007 veerbt bekommen. Der Erblasser meiner Mutter ist über 30 Jahre der Eigentümer des Hauses gewesen.

Fallen beim Verkauf des Hauses nun Steuern nach §23 EStG an, da die zehn Jahre zwischen Anschaffung (März 2014) und Verkauf (September 2014) nicht eingehalten wird.

Der Zeitraum in dem meine Mutter Eigentümerin war, wird mir nach meinen Informationen angerechnet. Somit erweitert sich der Zeitraum zwischen Anschaffung und Verkauf auf sieben Jahre. (2007-2014). Dies ist aber immer noch im Zehnjahreszeitraum.

Findet der §23 EStG überhaupt Anwendung? Das Haus wurde nie wirklich angeschafft, da es nicht gekauft wurde, sondern immer nur veerbt wurde. Die erste Veerbung im Jahre 2007 an meine Mutter und die zweite Veerbung im Jahre 2014 an mich.
Ist somit die Wertsteigerung einkommensteuerechtlich relevant?

Vielen Dank für eine Antwort!






15.10.2014 | 17:59

Antwort

von


(77)
Entenplan 6
06217 Merseburg
Tel: 03461201220
Web: http://www.ra-merseburg.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Nach Ihrer Schilderung ging das Grundstück im Rahmen der Gesamt-rechtsnachfolger mehrfach über. Die Erbschaft stellt keine Anschaffung iSd § 23 Abs. 1 EStG dar, wie Sie richtig annehmen, BFH vom 4.7.1950 - BStBl 1951 III S. 237 , vom 22.9.1987 - BStBl 1988 II S. 250 und vom 12.7.1988. Für die Berechnung der Veräußerungsfrist ist vielmehr die Anschaffung durch den Rechtsvorgänger maßgebend, bei mehreren die des Rechtsvorgänger, der es angeschafft hat, das war vor 30 Jahren. Als Erbe treten Sie in die Rechtsposition des Erblassers vollständig ein.

Hintergrund: Bereits im Rahmen der Erbschaft wird der Erwerb besteuert (bei erheblichen Freibeträgen). Würde man die Veräußerung des Hauses im Rahmen der Besteuerung eines privaten Veräußerungsgeschäfts vornehmen, dann würde man das Erbschaftssteuerrecht konterkarieren,weil man die Besteuerung dann durch die Hintertür einführt, was nicht gewollt ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Lorenz Weber

ANTWORT VON

(77)

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