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Hausverkauf 2 Interessenten

| 07.07.2017 15:23 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tamás Asthoff


Hallo,
Wir verkaufen unser Haus. Mit einem Interessenten haben wir uns auf 190000 geeinigt. Mündlich. Der Interessent kümmert sich um Notartermin. Einen Vertragsentwurf habe ich noch nicht. Also nichts unterschrieben, nur den Preis und den verkaufswillen mündlich vereinbart.
Nun bietet ein anderer Interessent 200000 euro. Klar, dass ich das lieber hätte.
Hat es rechtliche oder finanzielle Konsequenzen wenn ich dem 190000 Interessent kurz vor einem Maklertermin Absage?
Menschlich nicht ok, weiß ich.aber das Geld hätten wir nötig.
Danke

Für die Übertragung einer Immobilie, selbst für einen Vorvertrag ist die notarielle Beurkundung notwendig. Nicht einmal eine einfache Schriftform würde genügen.

Daher ist ihre mündliche Zusage ohne rechtliche Bedeutung. Es hat den Stellenwert eine Absichtserklärung, mehr auch nicht. Aus der mündlichen Zusage können weder Ansprüche auf Übereignung noch Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden.

Dennoch empfehle ich den Termin nicht kurzfristig abzusagen, sondern sobald es ihnen möglich ist. mit dem neuen Interessenten würde ich empfehlen, einen notariellen Vorvertrag oder gleich einen Kaufvertrag zu machen. Nur so können Sie sich selber den Käufer sichern.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 07.07.2017 | 16:09

Auch der Notar des 190000 Euro Käufers kann dann kein entgangenes Honorar einfordern. Oder Kosten für einen Vertragsentwurf?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.07.2017 | 17:25

Ein sogenannter "Anspruch auf Schadensersatz wegen des Abbruchs von Vertragsverhandlungen" (§§ 280 I, 241 II, 311 II Nr. 1 BGB) ist die absolute Ausnahme, immer dann wenn der Vertragspartner aufgrund der Vertragsverhandlungen ganz sicher annehmen konnte, dass es zum Vertragsschluss kommen wird und er im Vertrauen darauf Aufwendungen getätigt hat – die andere Partei aber später ohne triftigen Grund doch keinen Vertrag mehr abschließen wollte. Ein höheres Angebot wär aber bereits ein triftiger Grund.
Der oben angesprochene § 311b BGB bedeutet, dass man bis zur Beurkundung von seinem Verkaufsabschluss jederzeit Abstand nehmen darf- die Gerichte sprechen nur in allerwenigesten Fällen einen geringen Schadenersatzanspruch zu. Grundsätzlich müssen Sie daher auch die Notarkosten nicht ersetzen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.07.2017 | 17:25

Ein sogenannter "Anspruch auf Schadensersatz wegen des Abbruchs von Vertragsverhandlungen" (§§ 280 I, 241 II, 311 II Nr. 1 BGB) ist die absolute Ausnahme, immer dann wenn der Vertragspartner aufgrund der Vertragsverhandlungen ganz sicher annehmen konnte, dass es zum Vertragsschluss kommen wird und er im Vertrauen darauf Aufwendungen getätigt hat – die andere Partei aber später ohne triftigen Grund doch keinen Vertrag mehr abschließen wollte. Ein höheres Angebot wär aber bereits ein triftiger Grund.
Der oben angesprochene § 311b BGB bedeutet, dass man bis zur Beurkundung von seinem Verkaufsabschluss jederzeit Abstand nehmen darf- die Gerichte sprechen nur in allerwenigesten Fällen einen geringen Schadenersatzanspruch zu. Grundsätzlich müssen Sie daher auch die Notarkosten nicht ersetzen.

Bewertung des Fragestellers 07.07.2017 | 21:29

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 07.07.2017 5/5,0
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Also mir hat es sehr geholfen, auch wenn man die Antworten und die Umsetzung erst durchführen muss. Aber alles in allem war es sehr gut um einen Überblick zu bekommen. Sicherlich wird es noch mehr fragen geben, aber das muss ... ...
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