Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Hausübertragung, Gemischte Schenkung

| 23.07.2010 13:55 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Meine Partnerin und ich (eheähnliche Gemeinschaft) haben vor anderhalb Jahren ein Haus gebaut. Wir stehen beide zu je 50% im Grundbuch. Gleichzeitig haben wir ein Darlehen über 240.000 € als Grundschuld aufgenommen. Wir sind beide als Darlehensnehmer in dem Darlehensvertrag eingetragen.
Nun haben wir uns in diesem Jahr getrennt. Ihr Anteil im Grundbuch soll auf mich übertragen werden. Dafür übernehme ich die alleinige Haftung für das Darlehen und sie erhält zusätzlich eine Barabfindung von 20.000 €. Der Verkehrswert für das Haus beträgt nach eigenen Schätzungen aktuell 270.000 €.
Hierüber wurde ein Notarvertrag geschlossen. Nun habe ich eine Aufforderung zum Ausfüllen einer Schenkungssteuererklärung vom Finanzamt bekommen. Dort habe ich zunächst die 135.000 € für Ihren Anteil eingetragen sowie die Barabfindung als Gegenleistung.

Frage:
Wie wird die Übernahme der alleinigen Haftung für das Darlehen (Restschuld akt. 237.000 €) bei der Bewertung der Gegenleistungen im Rahmen der gemischten Schenkung angesehen?
23.07.2010 | 18:00

Antwort

von


(30)
Am Winterhafen 3a
28217 Bremen
Tel: +49 421 4089 80 0
Web: http://www.mwd-beratung.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

anhand der von Ihnen gemachten Angaben beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

In Ihrem Fall unterliegt nur der unentgeltlich zugewandte Teil der gemischten Schenkung der Schenkungsteuer gem. § 7 I 2 ErbStG (BFH, Urteil v. 14.7.1982, II R 125/79 , BStBl 1982 II S. 714 ).

Demnach erhält die Beschenkte 20.000 € und eine Darlehensfreistellung im Wert von 118.500 € - Summe 138.500 €. Im Gegenzug verliert die Beschenkte die Eigentümerstellung zu einem Wert von 135.000 € an dem gemeinsamen Haus.

Die Differenz beträgt somit 3.500 €. Dies wäre, soweit es keine anderen auszugleichenden Vorgänge mehr aus der Zeit Ihrer Beziehung gibt, der Wert einer Schenkung unter Lebenden.

Die Schenkung bliebe gem. § 16 I Nr. 7 ErbStG steuerfrei.

Ich hoffe, Ihnen eine verständliche Auskunft gegeben zu haben.


Rechtsanwalt Florian Würzburg

Rückfrage vom Fragesteller 25.07.2010 | 03:00

Vielen Dank für die Antwort.

Bezogen auf meine Frage geben Sie an, dass die verbliebene Darlehenssumme hälftig angesetzt wird, was man ja auch spontan erwarten würde.

Wichtig ist für mich dabei jedoch zu wissen, auf welcher Grundlage dies geschieht. Im Gegensatz zu den Einträgen im Grundbuch (jeder hält 50% Anteil) beinhalten Darlehensverträge üblicherweise keine Aussagen über konkrete Haftungsanteile sondern nur darüber, dass die Darlehensnehmer in der persönlichen Schuldhaft für die gesamte Summe stehen. Der Bank ist es faktisch egal, welcher Darlehensnehmer welchen Anteil von den monatlichen Raten zahlt. Wieso setzt das Finanzamt also genau die Hälfte an?

Besten Dank im Voraus!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.07.2010 | 21:37

Die Ermittlung des Wertes der Schenkung in Bezug auf die Darlehensvaluta lässt sich m.E. nachvollziehbar und rechtlich "sauber" über § 426 BGB herleiten.

Wenn einer von Ihnen beiden nämlich (hypothetisch) als Gesamtschuldner in Anspruch genommen worden wäre, so wäre der jeweils andere dem Zahlenden zum hälftigen Ausgleich verpflichtet gewesen.

Im Ergebnis landet man bei dieser Argumentation wieder bei der Hälfte des aktuellen Darlehens.

Für eine Bewertung von Ihnen wäre ich dankbar.

Bewertung des Fragestellers 26.07.2010 | 20:20

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Florian Würzburg »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 26.07.2010
4,6/5,0

ANTWORT VON

(30)

Am Winterhafen 3a
28217 Bremen
Tel: +49 421 4089 80 0
Web: http://www.mwd-beratung.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Steuerrecht, Familienrecht, Erbrecht, Zivilrecht, Gesellschaftsrecht