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Hausüberschreibung in einer Erbengemeinschaft


| 26.11.2017 13:13 |
Preis: 70,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Meine Großmutter besitzt ein Haus, mit einem Wert von ca 240.000€, welches nach dem Tod ihres Mannes in Ihren Besitz überging.
Die weitere Erbfolge des Hauses teilt sich auf die 2 Töchter und den Sohn auf. Eine der beiden Töchter (meine Mutter ) verstarb vor 5 Jahren.

Meine Mutter vererbte mir als Alleinerbe (Einzelkind), mit einem handgeschrieben vom Amtsgericht beglaubigtem Testament, alle Ihre Besitztümer und den Erbanteil am Erbe Ihrer Mutter (meiner Großmutter).

Meine Großmutter möchte nun, da sie schwer krank ist, das Haus auf die beiden noch lebenden Kinder (meine Tante und mein Onkel) überschreiben.

Die Vorgehensweise meiner Tante und meines Onkels zeigen mir, dass sie mich übergehen wollen. Ohne vorher mit mir die Details zu klären, wollen sie jetzt mit mir einen Notartermin wahrnehmen.

Nun meine Fragen zu meinen Rechten.

Soweit ich weiß, ging durch den Tod meiner Mutter, ihr Erbanteil am Haus auf mich über.

Mir ist bekannt, dass dieser Erbteil erst beim Ableben meiner Großmutter in Kraft tritt.

Wie sieht es nun mit diesem Erbanteil aus, wenn zu Lebzeiten meiner Großmutter das Haus auf die beiden Kinder übertragen wird?

Welche Forderungen kann ich stellen? Habe ich überhaupt ein Mitspracherecht in dieser Angelegenheit?

Meine verstorbene Mutter lebte ihr ganzes Leben auf Mietbasis in diesem Haus. Nach Ihrem Tod wollte meine Großmutter mich dort einziehen lassen. Ich ließ jedoch meine Tante einziehen, die keine Kinder hat und ledig ist.
Mein Onkel, ebenfalls ledig, hat einen Sohn, mit dem er nie Kontakt hatte und für den er Unterhalt gezahlt hat.




26.11.2017 | 13:58

Antwort

von


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61169 Friedberg
Tel: 06031 160 4848
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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Änderungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Zunächst einmal kann Ihre Mutter Ihren Erbteil nicht kraft Testaments an Sie übergeben wenn Ihre Mutter nicht mit Ihrer Großmutter einen Erbvertrag geschlossen hatte. Davon gehe ich im vorliegenden Fall aber nicht aus.
Sie werden kraft eigener Stellung Erbe. Das heißt, es leitet sich zwar von Ihrer Mutter her ist aber von deren Testament völlig unabhängig.

Ihre Großmutter kann zu Lebzeiten über Ihr Vermögen verfügen wie sie will. Sie kann es verschenken, verbrauchen oder verkaufen. Das geht keinen Erben etwas an. Voraussetzung ist natürlich, dass Ihre Großmutter und Ihr Mann kein Berliner Testament hatten.

Ich empfehle, keinen Notarvertrag gegenzuzeichnen ohne diesen vorher anwaltlich prüfen zu lassen.

Ich gehe davon aus, dass Ihre Großmutter einen Erbvertrag schließen will. Das heißt sie wird Ihren beiden verbliebenen Kindern das Haus überschreiben (schenken) und von Ihnen einen Pflichtteilsverzicht fordern.

Ihr Mitspracherecht am Hausverkauf/ Hausschenkung ist null. Das kann Ihre Großmutter ganz alleine entscheiden. Sie können aber den Pflichtteilsverzicht verweigern. Hat Ihr Großmutter kein Testament und verstirbt am Tag nachdem die Schenkung vollzogen wird, können Sie Ihr ganzes Erbe fordern, hat Ihre Großmutter Sie enterbt, können Sie Ihren Pflichtteil fordern. Dieser ist ein halb des gesetzlichen Erbteils, mithin 1/6 der Erbmasse. Außerdem sind Schenkungen die der Absicht dienen einen Erben zu benachteiligen, fiktiv auf die Erbmasse anzurechnen. Beispiel: Ihre Großmutter hat zum Zeitpunkt Ihres Todes 60.000 € Barvermögen. Hiervon erhielten Sie 10.000 € als Pflichtteil. Fiktiv wird der Erbmasse nun das Haus zugerechnet, die Erbmasse liegt somit bei 300.000 €. Ihr Pflichtteil beträgt 50.000 €. Diese Summe können Sie von der Erbengemeinschaft (Tante und Onkel) herausverlangen. Auf das Haus haben Sie kein Recht.

Ich empfehle, einen Notarvertrag vor Gegenzeichnung anwaltlich prüfen zu lassen. Im Normalfall wird Ihnen der Vertrag von dem Notar auch frühzeitig vorgelegt.

Die Lebensverhältnisse Ihres Onkels und Ihrer Tante sowie ein zuvor geschlossenes Mietverhältnis sind für Fragen der Erbschaft nicht von Belang.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfrageoption. Sollten Sie meine Unterstützung in diesem Fall wünschen, können Sie mich gerne via Email kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Ergänzung vom Anwalt 26.11.2017 | 21:10

Sehr geehrter Fragesteller,

der Vollständigkeit halber sei noch gesagt, dass der anrechenbare Teil der Schenkung mit der Zeit abschmilzt.
Mit jedem Jahr wird die Schenkung mit 1/10 weniger in den Anspruch eingestellt.
Wenn Ihre Großmutter also nach der Übertragung noch einige Jahre lebt sinkt Ihr Pflichtteilsergänzungsanspruch entsprechend.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 26.11.2017 | 22:12


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Die Antwort war sehr hilfreich für mich und am Abend kam auch noch eine wertvolle Ergänzung, ohne das ich eine Nachfrage stellte.
Bin sehr zufrieden mit der Antwort von Hr Krueckemeyer und kann seine Dienstleistung uneingeschränkt weiterempfehlen."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 26.11.2017
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