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Hausüberschreibung - Geschwister beliebig auszahlbar?

| 16.04.2015 11:45 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Der Vater meiner Lebensgefährtin besitzt ein schuldenfreies Haus. Er hat drei Kinder. Die große Schwester meiner Lebensgefährtin wohnt in dem Haus mit ihrem Ehemann. Der Vater lebt auch dort. Das Haus teilt sich auf in zwei eigene Wohnungen.

Die Schwester meiner Lebensgefährtin möchte nun das Haus vom Vater zu Lebzeiten übernehmen und diesem ein lebenslanges Wohnrecht einräumen. Nach einem Besuch beim Notar werden meiner Lebensgefährtin und ihrem Bruder je 25.000 Euro angeboten.
Diese Auszahlung scheint aber meiner Lebensgefährtin stark untertrieben zu sein und deswegen möchte sie das Angebot eigentlich nicht annehmen, da der Gesamtwert des Gebäudes inklusive Grundstück damit bei 75.000 Euro angesetzt wäre und dies schlicht unplausibel scheint. .

Die Situation stellt sich derzeit so dar, dass meine Lebensgefährtin die 25.000 Euro akzeptieren kann oder ganz verzichtet, da es sich um eine Überschreibung handelt und nicht um ein Erbe, bei dem die Auszahlung des Pflichtteils von 1/3 zum Tragen käme (Aussage der Schwester).

Den Wert des Hauses mit Grundstück schätzen zu lassen, kommt für die Schwester meiner Lebensgefährtin nicht in Frage. Es liegt die Vermutung nahe, dass eine realistische Bewertung des Hauses und Aufteilung in 3/3 einen Betrag ansetzt, den sich die Schwester nicht leisten kann und dass die Immobilie deswegen "billig gerechnet" wurde.

Was sind die rechtlichen Möglichkeiten meiner Lebensgefährtin? Kann sie eine Bewertung des Hauses erzwingen und auf 1/3 des jetzigen Gesamtwertes bestehen, obwohl der Vater willens ist, das Haus zum genannten Preis seiner Tochter zu überlassen? Wer muss für die Bezahlung des Gutachters aufkommen und müssen alle Parteien mit der Begutachtung einverstanden sein?

Sehr geehrter Ratsuchender,

gern nehme ich zu Ihrer Anfrage wie folgt Stellung:

Der Vater Ihrer Lebensgefährtin strebt derzeit (zumindest hinsichtlich der Immobilie) eine lebzeitige Verfügung über den Nachlass an. Insoweit soll die Immobilie auf einen Abkömmling allein übertragen werden und die weiteren Abkömmlinge hinsichtlich Ihrer diesbezüglichen Erb- und Pflichtteilsansprüche abgefunden werden.

Letztendlich kann die Lebensgefährtin die Übertragung des Hauses an die Schwester nicht verhindern. Ist ihr das Abfindungsangebot zu niedrig, sollte sie ganz auf eine vertragliche Regelung oder sonstige Beteiligung an dem beabsichtigten Geschäft verzichten.

Keinesfalls sind Erb- und Pflichtteilsverzichte zu erklären oder entschädigungslos gegenzuzeichnen, da Ihre Lebensgefährtin dann alle Ansprüche nach dem Ableben des Vaters verliert. Dieses sind insbesondere Pflichtteilsergänzungsansprüche hinsichtlich des zu Lebzeiten an die Schwester übertragenen Hauses.

Ansonsten ist alles Verhandlungssache. Sollte Ihre Lebensgefährtin schon jetzt ein Wertgutachten wünschen, kann sie dieses auch allein veranlassen, hat dann jedoch auch die Kosten zu tragen. Anders wäre das erst ggf. nach dem Ableben des Vaters, wenn der Erbe den Wert des Nachlasses beziffern muss und Gutachterkosten dem Nachlass zur Last fallen.

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 18.04.2015 | 09:01

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