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Hausübergabe


| 02.06.2007 10:45 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin in Besitz von Haus und Grundstück. Mein Mann ist verstorben, ich habe eine Tochter und einen Sohn.
Ich möchte zu Lebzeiten mein Besitz an meine Tochter über-
schreiben. Mein Sohn hat in den vergangen Jahren ständig
Geld erhalten. Dies ist allerdings nicht dokumentiert. Ich
möchte, daß meine Tochter das Haus erhält ohne noch zusätzlich
an meinen Sohn Geld auszahlen zu müssen.
Ist dies möglich ? Wie hoch sind die Notarkosten ?
Vielen Dank im voraus.
mfg
02.06.2007 | 13:52

Antwort

von


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30159 Hannover
Tel: 0511 22062060
Web: www.tarneden-inhestern.de
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Sehr geehrter Fragesteller.

aufgrund des mitgteilten Sachverhaltes beantworte ich die von Ihnen gestellten Fragen wie folgt:

Zunächst ist notariell zu beurkunden die SDchenkung des Hauses und die Übertragung des Hauses. Die Notarkosten sind in der Notarkostenordnung geregelt und richten sich nach dem Wert des Hauses.Die Kosten der notariellen Beurkundung der Schenkung des Hauses richten sich nach dem Wert des Hauses. Für die Beurkundung der Schenkung werden zwei Gebühren fällig, für die Beurkundung der Übetraguung eine. Bei einem Wert des Hauses von beispielsweise 250,000 € beträgt eine Gebühr 432,00 €. Es würdean als Notarkosten in Höhe von 1296,00 € zzgl. AUslagen und Umsatzsteuer entstehen. Teurer wird es, wenn noch ein Wohnrecht oder ein Niebrauch hinzu kommt.

Wenn Sie kein Testament haben, gilt gesetzliche Erbfolge, d.h. Ihr Sohn hätte Anspruch auf die Hälfte. Sie müssten zunächst Ihren Sohn enterben. Das führt dazu, dass er nur noch Anspruch auf den Pflichtteil hat, dies sind 25 Prozent. Sollte es nun sein, dass Sie ableben und der Erbfall eintritt, sind folgende Situationen denkbar.

1. Die Schenkung des Hauses ist schon 10 Jahre her, ein Nießbrauch zu Ihren Gunsten war nicht bestellt: das Haus würde bei der Bemessung eines Pflichtteilsergänzungsanspruchs, den Ihr Sohn gegenüber Ihrer Tochter geltend machen kann, unberücksichtigt bleiben.

2. Die Schenkung des Hauses ist schon 10 Jahre her, ein Nießbrauch zu Ihren Gunsten war bestellt: das Haus wäre bei der Bemessung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs zu berücksichtigen, weil die 10 Jahres-Frist aus § 2325 BGB nach BGH gar nicht läuft.

3. Die Schenkung des Hauses ist noch keine 10 Jahre: das Haus wäre bei der Bemessung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs zu berücksichtigen.

Die Geldgeschenke an Ihren Sohn sind im Streitfall mangels Beweisbarkeit nicht zu berücksichtigen.

Ich hoffe, Ihre Fragen sind zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet.

Mit freundlichem Gruß

Patrick Inhestern
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 04.06.2007 | 15:44

Sehr geehrter Herr RA Inhester,
danke für Ihre rasche Antwort.
Besteht die Möglichkeit den Pflichtteil an meinen Sohn auszu-
schalten, indem ich mein Haus gegen eine gewisse Summe an
meine Tochter verkaufe, bzw. übergebe ?
mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.06.2007 | 17:31

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage beantworte ich aufgrund des mitgteilten Sachverhaltes wie folgt:

Das Haus gegen eine gewisse Summe an Ihre Tochter zu verkaufen wird Ihnen auch nichts nützen, weil ein Pflichtteilsergänzungsanspruch Ihres Sohnes auch dann besteht, wenn Sachen unter Wert verkauft werden. Dann liegt eine gemischte Schenkung vor, auf die die Regeln zur Pflichtteilsergänzung Anwendung finden.

Verkaufen Sie das Haus zum Verkehrswert, so hat Ihr SOhn pflichtteilsmäßigen Anspruch auf den Barkaufpreis.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage ist zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet.

Mit freundlichem Gruß

Patrick Inhestern
Rechtsanwalt

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