Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Haustürgeschäft


19.11.2005 18:54 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Ein Interessent ruft bei einem Unternehmen an und wird zu Hause besucht und unverbindlich beraten. Erst am nächsten Tag kommt es zum Vertragsabschluß, gilt hier das Haustürgeschäft? Eine Widerrufsbelehrung wurde nicht unterschrieben.
Danke

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Für die Qualifikation als Haustürgeschäft kommt es entscheidend darau an, ob der Verbraucher den Unternehmer zu sich bestellt hat, um das Geschäft abzuschließen, sprich: den Vertrag zu unterschreiben, oder ob er lediglich beraten werden wollte. Nach Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass der Verbraucher bei dem Unternehmer angerufen hat, um von diesem beraten zu werden. Danach liegt ein Haustürgeschäft im Sinne des § 312 BGB vor. Dies wäre nach oben Gesagten nur zu verneinen, wenn das Geschäft auf Bestellung des Verbrauchers zu Stande kommt. Wenn der Verbraucher den Unternehmer lediglich zur Beratung oder Präsentation zu sich bestellt hat, ist von dem Vorliegen eines Haustürgeschäftes auszugehen. Daran ändert auch der spätere Vertragsschluss nichts.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Im Rahmen der Nachfragefunktion stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
-Rechtsanwalt-
www.Rae-Linden.de

Nachfrage vom Fragesteller 19.11.2005 | 20:22

Sehr geehrter Herr Timm,

vielen Dank für Ihre Antwort. Richtig ist, das der erste Termin lediglich für ein Beratungsgespräch vereinbart wurde. Der Mitarbeiter ist aber für die Vertragsverhandlung und Unterschrift für den nächsten Tag vom Interessenten eingeladen worden. Ändert das etwas?
Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.11.2005 | 16:04

Auch in dieser Konstellation ist von einem Haustürgeschäft auszugehen. Die Rechtsprechung ist bei der Auslegung der Vorschrift des § 312 BGB verbraucherfreundlich. Da das erste Gespräch in den Schutzbereich der Norm fällt und es mitursächlich für den Vertragsabschluss geworden ist, ist der Schutzzweck des § 312 BGB betroffen. In ähnlichen Konstellationen haben Gerichte zu Gunsten des Verbrauchers entschieden.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER