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Hausschenkung nach Berliner Testament


| 29.11.2015 10:24 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Meine Mutter möchte meinem Bruder ihr Haus übertragen. Mein Bruder wohnt in dem Haus und meine Mutter, die auch da wohnt, möchte ausziehen. Abgesprochen ist, wenn mein Bruder das Haus bekommt muss er mir eine bestimmte Summe zahlen. Da er das nicht auf einmal kann bin ich der Meinung, dass das notariell mit festgehalten werden muss. Ist das so richtig, und wer trägt welche Kosten. Ich bin der Meinung, dass meine Mutter keine Kosten zu tragen hat. Meine Eltern hatten ein Berliner Testament in dem der Überlebende als Vollerbe eingetragen ist. Darf meine Mutter das Haus überhaupt überschreiben oder verkaufen?
29.11.2015 | 10:51

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst einmal darf Ihre Mutter als Vollerbin über den ererbten Nachlass zu Lebzeiten im Wege der Schenkung bzw. des Verkaufs verfügen.

Ich gehe dabei allerdings davon aus, dass Sie und Ihr Bruder im Berliner Testament als Schlusserben von den Eltern eingesetzt wurden.

Eine Schenkung an den Bruder könnte Sie daher als Schlusserben benachteiligen und Sie in die Lage versetzen, diese Schenkung nach dem Tod der Mutter anzufechten. Die gesetzliche Regelung findet sich in § 2287 BGB. Sie sollten ja nach dem Willen der Eltern zusammen mit Ihrem Bruder diese Immobilie nach dem Tod des überlebenden Elternteils erben.

Vertraglich vereinbart werden kann aber, dass Ihr Bruder dieses Haus bereits im Wege der Schenkung zu Lebzeiten erhält und Ihnen dafür eine entsprechende Ausgleichszahlung zu leisten hat. Generell ist es üblich, dass derartige Vereinbarungen in den notariellen Schenkungsvertrag aufgenommen werden und hier auch der Betrag und die Fälligkeit zu Ihren Gunsten bestimmt wird.

Die Kosten der Beurkundung und Vertragsvollziehung können innerhalb des Vertrages geregelt werden. In der Regel trägt diese der Begünstigte, also Ihr Bruder als Beschenkter.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht

Nachfrage vom Fragesteller 29.11.2015 | 12:53

Eins habe ich nicht verstanden. Darf meine Mutter das Haus auch veräußern wenn die Kinder als Schlusserben eingesetzt sind. Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.11.2015 | 12:56

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

Ja, die Mutter ist als Vollerbin in der Lage, die Immobilie auch zu verkaufen. Dies könnte z.B. auch erforderlich sein, wenn sie pflegebedürftig werden würde und die Kosten der Pflege nicht aus dem Einkommen bedienen könnte.

Im Verkauf der Immobilie liegt daher dann keine Schlusserbenbenachteiligung, wenn die Immobilie zum Verkehrswert verkauft wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und wünsche Ihnen einen schönen 1. Advent.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 01.12.2015 | 12:37


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