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Hausratverteilung / Umgangsrecht / gemeins. Sorgerecht

20.02.2008 10:03 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


1/Mein Freund hat mich mit meinem fünf Monate alten Sohn sitzengelassen und und wir besprechen gerade die Möbelverteilung. Er besteht darauf die Küche mitzunehmen, die zuvor eigentlich ein Geschenk der Mutter war. Jetzt behauptet er, er hätte das bei Ihr abgezahlt und er hätte ein Recht darauf. Muß ich Ihm die überlassen oder kann ich mich weigern?

2/ Gibt es eine bestimmt Regelung, wie man mit dem Umgangsrecht umgeht? Er besteht darauf meinen Sohn auch an Wochenenden zu sehen, aber ich weiß genau, daß nicht er sich um den Kleinen kümmert sondern irgendeine Freundin. Kann ich das verhindern?

3/ Bei gemeinsamen Sorgerecht - muß ich Ihm da über allgemeine Sachen, wie zum Beispiel Taufangelegenheiten informieren oder kann ich das alleine entscheiden?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

ist die Küche von der Mutter Ihnen und dem Freund geschenkt worden, steht diese im Eigentum beider Parteien. Keiner der Parteien hat danach ein Recht, diese allein zu behalten. Sie müssen in diesem Fall eine Regelung findet. Dieses kann in Form von Herausgabe einzelner Gegenstände oder in Form von Entschädigung in Geld erfolgen, wenn eine Partei die Küche für sich behalten möchte..

Wendet der Freund nun ein, er allein habe die Küche von der Mutter gekauft, muss er dieses beweisen. Nur wenn die Küche im Alleineigentum des Freundes steht, hat dieser ein Recht auf Herausgabe.

Haben Sie begründete Zwiefel, dass er das Kind nicht betreut, können Sie den Umgang ablehnen; zumindest in der geforderten Art und Weise. Da aber der Umgang für das Kind sehr wichtig ist, auch wenn es noch klein ist, könnte daran gedacht werden, dass der Umgang in kleineren Abständen zunächst in Ihrem Beisein stattfindet. Klare gesetzliche Regelungen über die Ausgestaltung des Umgang gibt es nicht. Die Ausgestaltung ist immer Einzelfall und wird immer am Kindeswohl gemessen.

Bei der Taufe ist die Einiwlligung des anderen Elternteil erforderlich, wenn gemeinsames Sorgerecht besteht. Einige Gemeinden lassen auch nur die Anmeldung durch einen Sorgeberechtigten ausreichen. Verweigert der Freund die Zustimmung, können Sie dieses gerichtlich durchsetzten.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


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