Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Hausratversicherung / Wohnung nicht ständig bewohnt

| 03.08.2014 15:39 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Hausratversicherung teilte mir auf Nachfrage mit, „dass kein Versicherungsschutz für Ihre Wohnung besteht, wenn Diese länger als 6 Wochen nicht dauerhaft bewohnt ist."

Das Kleingedruckte meines Versicherungsvertrages schreibt unter Gefahrenerhöhung:
„die ansonsten ständig bewohnte Wohnung länger als 60 Tage oder über eine für den Einzelfall vereinbarte längere Frist hinaus unbewohnt bleibt und auch nicht beaufsichtigt wird; beaufsichtigt ist eine Wohnung nur dann, wenn sich während der Nacht eine dazu berechtigte volljährige Person darin aufhält."

Meine Versicherung möchte keine höhere Einzelfallvereinbarung abschließen.

Es erscheint möglich, dass ich mehr als 60 Tage nicht in meiner Wohnung sein werde.

Nun zu meinen Fragen:

1.) Besteht Versicherungsschutz, wenn in der Zeit meiner Abwesenheit ein Freund die Wohnung regelmäßig kontrolliert, den Briefkasten leert und innerhalb von 60 Tagen nur eine Nacht in der Wohnung verbringt?

2.) Beginnt die Frist von 60 Tagen neu zu zählen, wenn eine Übernachtung stattgefunden hat?

3.) Welche Pflicht / Mitteilungspflicht habe ich für den Fall meiner Abwesenheit gegenüber der Versicherung, damit der Versicherungsschutz bestehen bleibt?


Einsatz editiert am 03.08.2014 19:15:31

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Beantwortung Ihrer Frage sei vorausgeschickt, dass Ihre Frage durch Auslegung der von Ihnen angeführten Klausel beantwortet werden muss. Die Auslegung der Klausel erfolgt dabei in der Weise, dass von der Sicht eines durchschnittlichen Versicherungsnehmers ausgegangen werden muss. Hier muss auch der erkennbare Sinn und Zweck einer Klausel berücksichtigt werden.

Offenbar ist die Versicherung daran interessiert, das Risiko eines Schadensfalles zu minimieren. Dadurch dass eine Wohnung nicht bewohnt ist, steigt dieses Risiko naturgemäß.

Dieses Risiko wird erkennbar auch nicht dadurch reduziert, dass Ihr Freund eine Nacht in der Wohnung verbringt, da die Risikolage unverändert bleibt.

Dies gilt meines Erachtens auch dann, wenn er den Zustand der Wohnung eigentlich regelmäßig kontrolliert, da der Wortlaut der Klausel insoweit eindeutig ist. So macht sie klar, dass die Wohnung nur bei gleichzeitiger Übernachtung als beaufsichtigt gilt. Es soll offenbar ein Zustand hergestellt werden, der dem eines „Bewohnens" gleichkommt. Dies ist bei einer einmaligen Übernachtung gerade nicht der Fall.

Daher würde ich in einem Gerichtsprozess Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Geltendmachung Ihres Anspruchs auf Versicherungsschutz als eher gering einschätzen. Ich kann daher bedauerlicherweise nicht dazu raten, die von Ihnen angedachte Vorgehensweise umzusetzen. Möglicherweise können Sie jedoch einen Untermieter in die Wohnung nehmen, wenn Ihnen so etwas möglich erscheint. Hiermit würden Sie zumindest dieses Problem lösen.

Zu Ihrer Frage zu den Mitteilungspflichten bleibt zu sagen, dass diese nur dann bestehen, wenn sie aus den Versicherungsbedingungen hervorgehen. Schauen Sie also bitte dort nach. Von dieser Stelle lässt sich die Frage leider nur allgemein beantworten.

Sollten Sie weiteren Beratungsbedarf in der Angelegenheit haben, stehe ich Ihnen gerne zur weiteren Vertretung zur Verfügung. Das hier gezahlte Honorar würde auf die weiteren anfallenden Gebühren angerechnet werden. Kontaktieren Sie mich einfach unter der angegebenen E-Mail-Adresse.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 04.08.2014 | 15:54

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Hat mir weitergeholfen, eine Lösung zu meinem Problem zu finden."
FRAGESTELLER 04.08.2014 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70922 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke sehr ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Die Beratung auf meine Frage erfolgte rasch und verständlich. Auch die Nachfrage wurde umgehend und dann relativ ausführlich und konkret beantwortet. Ich bin recht zufrieden, vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Habe auch am späten Abend unerwartet die Frage innerhalb 1,5 h beantwortet bekommen, sehr verständlich. Meine Frage von 3/4 Seite wurde in 5-6 Zeilen konkret beantwortet, keine Ausflüchte. So möchte man es immer haben, auch wenn ... ...
FRAGESTELLER