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Hausratschaden nach Einbruch

24.02.2015 19:41 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Hallo,

ich habe da mal eine Frage.

Bei uns wurde eingebrochen, Täter wurden nicht ermittelt der Fall ist eingestellt.
Die Hausratversicherung will den Schaden regulieren.
Folgendes bei dem Einbruch haben die Täter Vandalismus betrieben.
Sie haben Kaffeemaschine und ähnliches zerstört.
Ebenso wurde eine Einbauküche von der Stange also Möbel Schulenburg im Wert von 6.000 Euro mit Messern zerkratzt.

Der Schaden an der Küche wurde auf 4600 Euro geschätzt da man die Elektrogeräte
ja in die neue Küche wieder einbauen könnte. Also an den Elektrogeräten ist ja kein Schaden.

Die Hausratversicherung will jetzt die Gegenstände wie Kaffeemaschine, Toaster usw.
ersetzen. Die Küche will die Versicherung aber nur gegen Rechnung ersetzen.
Aber eine einfache Küche gehört doch eigentlich zum einfachen Hausrat. Oder?

Kann ich dazu gezwungen werden die Küche per Rechnung zu reparieren ?

Muß die Versicherung den Schaden nicht zahlen wenn ich keine Rechnung vorlege ?

Muß die Versicherung nicht einfach den Schaden in Höge von 4600 Euro begleichen ?

Danke

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ob ihre Küche zum Hausrat ob ihre Küche zum Hausrat gehört ist eine Frage des Einzelfalls. Braucht an dieser Stelle aber auch nicht beantwortet zu werden, da die Versicherung ja offenbar grundsätzlich zur Übernahme der Kosten bereit ist und die Küche damit offenbar der Hausratversicherung zugeordnet hat.

Die Versicherung hat ihnen grundsätzlich den Wiederbeschaffungswert der Küche Zustand zu ersetzen. Es entspricht jedoch der allgemeinen Auffassung innerhalb der Rechtsprechung, dass diese Kosten nicht fiktiv mit dem Versicherer abgerechnet werden können. D.h., dass nur die tatsächlich entstandenen Kosten ersetzt werden. Dafür, dass ihnen die Kosten entstanden sind, sind sie als Versicherungsnehmerin beweispflichtig und hierfür ist notwendigerweise eine Rechnung vorzulegen. Ich weise allerdings darauf hin, dass vereinzelte Gerichte eine hiervon abweichende Auffassung vertreten. Gegebenenfalls müsste überprüft werden, ob dies bei den für sie zuständigen Gerichten der Fall ist.

Etwas anderes kann dann gelten, wenn sie selbst eine Reparatur oder (wenngleich dies unwahrscheinlich ist) Herstellung einer neuen Küche besorgen. Meines Erachtens wird man auch in diesem Falle eine Leistungspflicht ihres Hausratsversicherers bejahen müssen, auch ohne dass eine entsprechende Rechnung vorgelegt wird. Ob dies in ihrem Falle infrage kommt, kann allerdings nur anhand weitere Information beantwortet werden.

Sollten Sie weiteren Beratungsbedarf in der Angelegenheit haben, stehe ich Ihnen gerne zur weiteren Vertretung zur Verfügung. Das hier gezahlte Honorar würde auf die weiteren anfallenden Gebühren angerechnet werden. Kontaktieren Sie mich einfach unter der angegebenen E-Mail-Adresse.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 24.02.2015 | 21:13

Gut ich möchte aber nicht das die vorhandenen alten Elektrogeräte wie Kühlschrank, Herd, Spülmaschine in eine neue Küche eingebaut werden.

Wenn ich jetzt eine neue Küche für z.b 7.000 Euro kaufe dann gebe ich die
Rechnung von 7.000 Euro der Versicherung.

Die Versicherung muß mir dann aber nur die 4.600 Euro zahlen weil die
Versicherung ja sagt die Elektrogeräte wurden ja nicht beschädigt.

Hat die Versicherung hiermit recht das mir die Elektrogeräte nicht
ersetzen müssen wie Herd, Kühlschrank, Spülmaschine ?

Danke

Mit freundlichen Grüßen
Familie Jansen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.02.2015 | 09:48

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Nachfrage kann ich Ihnen ohne Einsicht in die Vertragsunterlagen leider nicht vollständig und abschließend beantworten. Hierfür haben Sie sicherlich Verständnis. So richtet sich die Entschädigungsberechnung nach im Vertrag festgelegten Faktoren. Insofern wird nicht immer und unbedingt der konkret entstandene Schaden ersetzt, da eine abstrakte Schadensberechnung erfolgt. Hinzu kommt, dass je nach Schadensart (Zerstörung, Beschädigung, Teilschäden) unterschiedliche Leistungen der Versicherung vorgesehen sind. In diesem Sinne ist es durchaus vorstellbar, dass die Elektrogeräte schadensmindernd in Ansatz gebracht werden. Denn es ist so, dass Versicherungsnehmer (vereinfacht gesagt) nur das ersetzt bekommen sollen, was er selbst vernünftiger Weise ersetzt hätte, wenn er nicht versichert wäre. Übertragen auf Ihren Fall bedeutet dies, dass der Verbleib der alten Elektrogeräte verlangt werden kann, wenn Ihnen dies zumutbar ist. Dies kann aber schon dann in Frage gestellt werden, wenn damit eine optische Beeinträchtigung einhergehen würde. Dies wäre in jedem Fall noch zu überprüfen. Da Sie die Geräte nicht übernehmen wollen, müssen Sie also Argumente sammeln und vorbringen, die Ihnen den Verbleib der Elektrogeräte als unzumutbar erscheinen.



Mit freundlichen Grüßen,


A. Meyer

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