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Hausratschaden - Terassentür wurde aufgebrochen

10.11.2010 20:00 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Gutn Abend !

Vor ca. 3 Wochen wurde bei mir ins Haus eingebrochen.
Die verschlossene Terassentür wurde aufgebrochen. Es wurden "lediglich" meine Geldbörse mit sämtlichen Papieren (inkl. Fahrzeugschein) und der Autoschlüssel samt Auto gestohlen. In dem Auto befanden sich u.a. zwei Kindersitze, eine Hundetransportbox, 1 hochwertige Jacke, 1 Digitalkamera, diverse CD`s und 2 Garagentoröffner.
Ich meldete den kompletten Schaden bis auf das KFZ meiner Hausratversicherung. Nach deren Prüfung teilte man mir mit, dass lediglich die EC-, Kreditkarten, und der Ausweis aus meiner Geldbörse versichert seien. Die restlichen Sachen (Kindersitze, Hundetransportbox, Digitalkamera, etc.) seien nicht versichert, da das KFZ nicht aufgebrochen wurde sondern der Schlüssel aus dem Haus gestohlen worden sei. Ist das so korrekt ?

Vielen Dank !

Sehr geehrter Fragesteller,

ich gehe davon aus, dass Ihrem Hausratversicherungsvertrag die Allgemeine Hausrat Versicherungsbedingungen (VHB) zugrunde gelegt wurden.

Die Ablehnung der Versicherung aus dem Grunde ist unter diesen Umständen nicht korrekt.

Gem. § 3 Nr. 2 lit. e VHB liegt Einbruchdiebstahl vor, wenn der Dieb
mittels richtiger Schlüssel, die er innerhalb oder außerhalb des Versicherungsortes durch Einbruchdiebstahl an sich gebracht hatte, in einen Raum eines Gebäudes eindringt oder dort ein Behältnis öffnet.

Der Dieb ist bei Ihnen mit dem richtigen Schlüssel in das Auto eingestiegen, das als Behältnis für die später entwendeten Sachen gedient hat. Der Begriff des Behältnisses ist schon erfüllt, wenn die Vorrichtung unter anderem gegen den Diebstahl dient. Das verschlossene Behältnis ist ein Fall einer Schutzvorrichtung (BGH, Beschluss vom 05.08.10, Az.:2Str 385/10). Das kann man bei einem verschlossenen Auto auf jeden Fall sehen.

Im Übrigen:
Sie können auch anhand von weiteren Bestimmungen in der VHB erkennen, dass nicht unterschieden wird, ob der Dieb einen richtigen oder falschen Schlüssel verwendet hat. Das hat etwas mit der Rspr. des höchsten Gerichte zum § 243 StGB.



Ergänzung vom Anwalt 10.11.2010 | 23:38

Aktenzeichen: 2 StR 385/10

Ergänzung vom Anwalt 11.11.2010 | 00:03

Ich korrigiere: Die Ablehnung der Versicherung aus dem von Ihnen angeführten Grunde ist unter diesen Umständen nicht korrekt.

Dass das Auto als ein Behältnis angesehen wird, ist eigentlich unstreitig. Ich habe nur geprüft, aus welchem Grund die Hausratversicherung für den Schaden einzustehen hat.

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