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Hausrat falsche qm angegeben

21.09.2010 08:14 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer


Hallo,
ich habe eine Hausraversicherung mit 44550eu Versicherungssumme bei 88qm angegeben.Seit ca 2006.
Bei einem Einbruch wurde laut GutaCHTER ein Schaden von 49500eu festgestellt.Weiterhin stelle der Gutachter einen Versicherungswert von 70000eu fest. Durch die Unterversicherung zahlte die InterRisk ca 29500 mit Unterversicherungsformel.
Nun bemerkte ich im Mietvertrag dass ich nur 45qm plus 15 Nutzfläche habe.Ich schrieb der InterRisk dass ich mit den 29000 nicht einverstanden bin und forderte die volle Schadenssumme.Der Gutachter meinte,dass falsche Angaben wegen der Grösse die InterRisk von weiteren Zahlungen befreien bzw. dass ich trotzdem Unterversichert bin.Sollte ich klagen,wurde mir durch die Blume gesagt,dass ich dann auch die 29500 zurückzahlen muss.
Ist durch die versehentlich falsche Angabe(das Ausfüllen war mit einem Makler)mein Anspruch auf die volle Schadenssumme weg ?Bei 45qm x 650 Versicherungssumme hätte ich ja keine Unterversicvherung,welches bedeutet volle Auzahlung.Im Vertag steht Unterversicherungsverzicht bei 650eu je qm.

Ist die versehentlich falsche Angabe ein Grund für mir die volle Summe nicht auszuzahlen??

Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage gerne wie folgt beantworten:

Grundsätzlich sind in einem Versicherungsantrag vollständige und richtige Angaben zu machen. Werden hierzu vorsätzlich oder grob fahrlässig falsche Angaben gemacht, kann dies grundsätzlich eine Anzeigepflichtverletzung darstellen, die den Versicherer zur Kündigung oder zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt und damit zu einem Leistungsausschluss führen kann, § 19 VVG.
Eine Hausratversicherung ist im Schadensfalle also dann leistungsfrei, wenn der Versicherungsnehmer die maßgebliche Wohnfläche falsch angegeben hat und der Versicherer den Vertrag erfolgreich wegen arglistiger Täuschung anfechten kann. Eine arglistige Täuschung liegt vor, wenn der Versicherungsnehmer wissentlich und willentlich falsche Angaben macht oder in dem Bewusstsein eine Unterrichtung unterlässt, dass die Versicherung bei wahrheitsgemäßen Angaben den Antrag nicht oder nur unter anderen Bedingungen (z.B. eine höhere Prämie) angenommen hätte.
Ihre Sachverhaltsschilderung verstehe ich so, dass Sie die Falschangabe nicht bewusst gemacht haben, so dass insoweit schon einmal vorsätzliche Falschangaben ausgeschlossen werden können. Grobe Fahrlässigkeit setzt aber voraus, dass Sie die gebotene Sorgfalt in besonders hohem Maße missachtet hätten. An die gerichtliche Annahme einer groben Fahrlässigkeit werden in der Regel recht hohe Anforderungen gestellt.

Wichtig ist, dass Ihnen die Versicherung nachweisen müsste, dass Sie vorsätzlich oder grob fahrlässig falsche Angaben gemacht haben. Allein die Behauptung der Versicherung ohne hinreichende Beweise reichen noch nicht aus, um die Leistungspflicht Ihnen gegenüber entfallen zu lassen.

Meines Erachtens sollten Sie sich gegenüber der Versicherung anwaltlich vertreten lassen, da dies erfahrungsgemäß Ihre Chancen auf eine erhöhte Auszahlung doch deutlich erhöht. Der Rechtsanwalt kann dann auch anhand des Gutachtens und der Abrechnung die Unterversicherung überprüfen.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.09.2010 | 09:56

Vielen Dank.Zum Thema Grobe Fahrlässigkeit.Der Makler kam extra in die Wohnung zum Vertragsabschluss.er hat den Vertag ausgefüllt und ich unterschrieben.
Kann man damit die Fahrlässiglkeit ausschliessen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.09.2010 | 10:00

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer gemachten Angaben würde ich den Sachverhalt juristisch als "normale" und nicht als groben Fahrlässigkeit einordnen.
Wie bereits oben erwähnt, werden an die gerichtliche Annahme einer groben Fahrlässigkeit in der Regel hohe Anforderungen gestellt.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt

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