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Hausräumung

| 17.02.2010 10:45 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

Vor kurzen fand eine Teilungsversteigerung meines Elternhauses statt.
Dieses hat meine Tochter ersteigert.
Das Haus ist unbewohnt aber voll mit Möbeln. Die Erbengemeinschaft ist nicht zu einer Räumung bzw. Übergabe bereit, möchten aber alle Möbel.Ich habe kein Interesse an irgendwelchen Sachen und bin sofort mit der Räumung einverstanden.Es gibt keine Möglichkeit der Kommunikation untereinander.Das Geld einer Räumungsklage wieder zu bekommen
ist aussichtslos, da alle Hartz 4 Empfänger, so das ich alleine
zahlen müßte. Muß meine Tochter gegen mich auch klagen?
Nächste Woche ist Verteilertermin. Gibt es eine Möglichkeit das
Geld zurückzulegen für die Räumung, wenn ja auf welchen § kann man sich berufen?
Für eine Antwort bedanke ich mich recht herzlich!









Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Zunächst kommt es darauf an, wer Eigentümer der Möbel ist. Wurde das Haus mitsamt den Möbeln und Inventar versteigert, ist Ihre Tochter neue Eigentümerin auch der Möbel. Ich gehe aber davon aus, dass lediglich das Grundstück und das Gebäude, nicht aber sein Inventar, versteigert wurden. Demnach wäre die Erbengemeinschaft, der Sie wohl auch angehören, weiterhin Eigentümer der Möbel. Da die Möbel im Haus Ihrer Tochter stehen, hat diese ein Recht auf Räumung ihrer Wohnung. Dieses Recht kann sie bereits jetzt durchsetzen; durch den Zuschlagsbeschluß kann sie sich eine vollstreckbare Ausfertigung zum Zwecke der Zwangsräumung erteilen lassen. Aus diesem Titel kann sie dann unmittelbar vorgehen und die Räumung betreiben. Eine Räumungsklage ist daher hier nicht notwendig.
Zuvor muss allerdings eine Frist zur Räumung gesetzt werden.
Die Kosten für die Räumung müsste hier wohl Ihre Tochter vorstrecken.

Da Sie Miteigentümer bzw. Teil der Erbengemeinschaft sind, haften Sie ebenfalls. Miterben in einer Erbengemeinschaft haften als Gesamtschuldner; das bedeutet, dass ein Gläubiger die Leistung nur von einem Erben verlangen kann. Dieser Erbe muss sich dann im Innenverhältnis bei seinen Miterben schadlos halten. Da Sie hier als einziger über finanzielle Mittel zu verfügen scheinen, ist es wahrscheinlich, dass sich Gläubiger an Sie halten.
Ich halte es also für das Beste, wenn Sie bereits jetzt die Räumung selbst durchführen (lassen); die Kosten hierfür müssen Sie als Auftraggeber vorstrecken, Sie können aber versuchen, bei den übrigen Miterben anteilig einen Ausgleich zu erhalten.


Mit freundlichen Grüßen


Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 17.02.2010 | 12:22

Sehr geehrte Frau Götten,

Habe ich es so richtig verstanden,daß die Erben Ihr Geld am
Verteilertermin bekommen und da später nichts zu holen ist
komme ich auf? Kann ich nicht beantragen das es zurückgelegt wird.


Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.02.2010 | 13:10

Sehr geehrter Fragesteller,

ein Antrag, dass ein Teil des Geldes, das an die Erben verteilt wird, gleich wieder für die Räumung des Hauses zurückgelegt wird, ist nicht möglich. Es könnte höchstens von Ihrer Tochter als Erwerberin beantragt werden, dass eine Auszahlung des Versteigerungserlöses erst dann erfolgt, wenn eine Räumung durchgeführt wurde, also eine Zug-um-Zug-Leistung. Auch dies scheint mir aber nicht wirklich durchsetzbar zu sein, da die vertragliche Pflicht, der Tochter das Eigentum zu verschaffen, auch mit den im Haus verbleibenden Möbeln möglich ist.
Sie können wirklich nur versuchen, Ihren Miterben klar zu machen, dass es bei einer Zwangsräumung durch den Gerichtsvollzieher zu weitaus höheren Kosten kommen wird, als wenn diese Räumung selbst erfolgt.
Abgesehen davon ist davon auszugehen, dass Ihre Miterben nach Auszahlung auch wieder über finanzielle Mittel verfügen, so dass auch ein Rückgriff auf diese erfolgen kann bzw. ein Ausgleichsanspruch erfolgversprechend wäre.

Mit freundlichen Grüßen


Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

Bewertung des Fragestellers 17.02.2010 | 13:23

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