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Hausmeister


02.03.2008 12:09 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Hallo,

Seit 1.3.2004 wohnen wir in unserer Wohnung. Wir haben einen Standard Mietvertrag (Vordruck aus dem Schreibwarenladen) mit beigefügter Auflistung der Betribskosten gemäß §2 Betriebskostenverordnung. Die Nebenkosten sind darin nicht einzeln aufgelistet.

Eine Liste mit den Nebenkosten wurde uns jedes Jahr geschickt, sie war jedoch bisher immer ohne Hausmeister, da wir auch keinen hatten.

Ende 2006 ging unsere Vermieterin mit einem Schreiben herum und hat die Miter um eine Unterschrift für die Einstellung eines Hausmeisters gebeten. Wir haben nicht unterschrieben, da wir zuerste eine Aufstellung der zu leistenden Tätigkeiten verlangt haben. Diese haben wir nie bekommen. Alllerdings am 7.2.2008 eine Nebenkosten Aufstellung mit 232,-€ für "Hausmeister".

Müssen wir das bezahlen, trotz nicht geleisteter Unterschrift?

Generell finden wir den Hausmeister nicht schlecht, aber nicht für den Preis. Sollte man sich auf einen Kompromiss einigen?
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Grundsätzlich ist es über § 2 Nr. 14 BetrKV möglich, auch die Kosten für den Hausmeister auf den Mieter umzulegen. Da jedoch Ihr Vermieter insofern eine Erweiterung vornehmen wollte, kann ohne genaue Kenntnis Ihres Mietvertrages hier keine abschließende Beurteilung vorgenommen werden, ob in diesem schon eine wirksame Umlage stattgefunden hat. Jedoch darf nicht jede Tätigkeit des Hausmeisters umgelegt werden. Deshalb muss der Vermieter in der Betriebskostenabrechnung darstellen, welchen Anteil seiner Arbeitszeit der Hausmeister mit Arbeiten verbringt, die auch tatsächlich umlegbar sind. Reparaturen zählen hier beispielsweise nicht dazu, da das zu der allein dem Vermieter obliegenden Instandhaltung gehört. Gleiches gilt für Verwaltertätigkeiten. Sie haben damit den Vermieter berechtigterweise zu einer nachvollziehbaren Abrechnung aufgefordert.

Sie sollten auf der korrekten Abrechnung bestehen, wobei es Ihnen natürlich frei steht, dem Vermieter eine gütliche Einigung auf der Basis eines für Sie akzeptablen Preises vorzuschlagen und den Konflikt auf diese Weise beizulegen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bei Bedarf nutzen Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt
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